Ski alpin, Weltcup

Felix Neureuther hat auf dem Weg zur Top-Form noch Arbeit vor sich.

13.01.2019 - 15:06:05

Weltcup in Adelboden - Neureuther mit Slalom-Rückschlag - Nur Stehle überzeugt. Das zeigte der Slalom in Adelboden, den der Routinier verpatzte. Teamkollege Dominik Stehle überzeugte hingegen mit seinem besten Ergebnis seit zwei Jahren. Nicht zu schlagen war Marcel Hirscher.

Adelboden - Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom von Adelboden einen sportlichen Rückschlag erlitten und ist nicht über Platz 15 hinausgekommen.

Während der deutsche Ski-Routinier nach seiner langen Verletzungspause noch viel Aufholbedarf offenbarte, gelang seinem Teamkollegen Dominik Stehle am Sonntag ein Lichtblick: Der Allgäuer raste auf Rang elf und damit im Weltcup so weit nach vorne wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Stehle sicherte sich auf dem Chuenisbärgli in der Schweiz die halbe Qualinorm für die WM.

Nicht zu schlagen war bei schwierigen Bedingungen mit Schneefall einmal mehr Marcel Hirscher: Der Österreicher verwies den Franzosen Clement Noel (+0,50 Sekunden) und Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,71) auf die weiteren Plätze des Siegerpodests. Der Führende in der Gesamtwertung steht bei 67 Weltcup-Erfolgen, 31 davon im Slalom. Von den jüngsten 13 Torläufen im Weltcup gewann der Salzburger elf.

Im deutschen Team gab es nach einem verpatzten Riesenslalom tags zuvor mit dem Ausfall und der Schulterverletzung von Stefan Luitz nun Freude und Enttäuschung. «Ich bin heilfroh, dass es jetzt so ausgegangen ist», sagte der 32-jährige Stehle. «Ich habe versucht, im zweiten Lauf wieder Gas zu geben. Für das Selbstvertrauen ist das super wichtig. Auf so einem Ergebnis kann ich aufbauen.»

Neureuther dagegen erkannte, «dass es doch mehr Arbeit ist als gedacht», nach seiner Zwangspause wieder zur Spitzenform zu gelangen. «Natürlich ist da Frust dabei. Ich stelle es mir auch anders vor.» Der 34-Jährige war nach seinem Daumenbruch erstmals ohne Schiene am Start. «Da kommt gerade alles ein bisschen zusammen: Kopf, Körper, Material», berichtete er. «Schauen wir, wo wir ansetzen.»

@ dpa.de