Rheinische Post

Düsseldorf - Die Fußballbranche ist Nationalspieler Matthias Ginter manchmal etwas suspekt.

28.10.2017 - 06:06:22

Rheinische Post: Nationalspieler Ginter: Der Fußball ist nicht immer ganz ehrlich. "Am Anfang muss man sich an vieles gewöhnen, dann wird es Normalität. Aber es gibt immer noch Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann.

Düsseldorf - Die Fußballbranche ist Nationalspieler Matthias Ginter manchmal etwas suspekt. "Am Anfang muss man sich an vieles gewöhnen, dann wird es Normalität. Aber es gibt immer noch Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Wenn man zum Beispiel in einem Gespräch mit einem Sportdirektor zu hören bekommt, man sei DER Kandidat, und eine Woche später wird ein anderer Spieler für die Position verpflichtet, ist das schon merkwürdig. Der Fußball ist nicht immer ganz ehrlich. Aber das gehört wohl zum Business", sagte Ginter im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Der Innenverteidiger war im Sommer nach dem Confed-Cup-Sieg in Russland für 17 Millionen Euro von Dortmund nach Mönchengladbach gewechselt, hatte aber auch mit 1899 Hoffenheim verhandelt. Am Samstag spielt der 23-Jährige mit den Borussen im Kraichgau.

Ginter beschreibt seine erste Saison in Mönchengladbach als eine Achterbahnfahrt. "Es fehlt die Konstanz. Die Ausschläge nach oben und unten sind wie eine Achterbahn. Darum ist es unser Ziel, dass wir Konstanz in unsere guten Leistungen bringen. Dann sind wir gegen keinen Gegner chancenlos", sagte Ginter. Er selbst müsse als Führungsspieler mehr Verantwortung übernehmen, wenn es nicht läuft. "Wir Führungsspieler, und als solcher sehe ich mich, hätten da mehr einschreiten müssen. Ich muss zugeben, dass auch ich zu spät das Problem erkannt habe. Wir wurden im eigenen Stadion ausgekontert. Da hätten gerade wir im Zentrum andere Spieler richtig führen müssen. Es hat eine ordnende Hand gefehlt", sagte er mit Blick auf das 1:5 gegen Leverkusen am vergangenen Spieltag.

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