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Olympia, Sportpolitik

Die Task Force, die sich mit den Folgen der Olympia-Verlegung befasst, ist nicht zu beneiden.

26.03.2020 - 11:33:30

Coronavirus-Pandemie - Nach Olympia-Verschiebung: Task Force vor vielen Aufgaben. Es warten viele Aufgaben, nicht nur der neue Termin ist zu benennen. Dazu drängt die Zeit.

Tokio - Nach der Verlegung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio um bis zu einem Jahr hat die neu gegründete Task Force ihre Arbeit aufgenommen.

«Von nun an stellen wir uns einer beispiellosen Herausforderung», sagte der Präsident des Organisationskomitees, Yoshiro Mori. Die Arbeitsgruppe mit dem offiziellen Namen «Tokio 2020 Neustart Task Force» ist rund 30 Mitglieder groß. Erstes Ziel des Gremiums ist es, einen Termin für die wegen der Coronavirus-Pandemie verlegten Sommerspiele zu finden. Im Gespräch ist auch ein Zeitraum im Frühjahr. «Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit», sagte Toshiro Muto, der Chef des Organisationskomitees. «Es gibt so viele Probleme, die nicht gelöst werden können, wenn der neue Termin für die Spiele nicht feststeht.» Dazu gehört auch die große Frage, ob das Athletendorf für die rund 11.000 Sportler auch 2021 noch verfügbar ist, weil viele Wohnungen des Komplexes bereits verkauft sind.

Außerdem nannte Muto zudem Themen wie Kartenverkauf, Sicherheit, Veranstaltungsorte oder den Transport. Es gebe zudem «Tausende von Verträgen» und die Interessen der Rundfunkanstalten, Sponsoren, des IOC, der Weltsportverbände und der Nationalen Olympischen Komitees. «Ich habe mir überhaupt nicht vorgestellt, dass wir in diesem Ausmaß getestet werden», räumte er ein.

Tokio als Olympia-Gastgeberstadt habe «eine enorme Aufgabe vor sich», sagte Gouverneur Yuriko Koike. «Wir haben Probleme, die sich auftürmen. Aber es ist besser als eine Absage.»

Die Spiele sollten ursprünglich vom 24. Juli bis zum 9. August und die Paralympischen Spiele vom 25. August bis zum 6. September stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee will auch mit den 33 Weltverbänden über die wichtigsten Probleme der Verlegung von der Terminnot bis zu finanziellen Aspekten in einer Telefonkonferenz beraten.

DIE DRINGENSTEN THEMEN:

TERMIN: Die Fußball-EM wurde von 2020 auf den exakt gleichen Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli auf das nächste Jahr verlegt. Das muss nicht unbedingt auch bei Olympia passieren. «Es ist nicht beschränkt auf die Sommermonate. Alle Optionen bis zum Sommer 2021 liegen auf dem Tisch», sagte IOC-Chef Thomas Bach. Auch Olympia im April oder Mai, wenn es in Tokio deutlich kühler ist als im schwülheißen August, ist damit nicht ausgeschlossen.

SPORTVERBÄNDE: Die Task Force muss sich mit allen 33 internationalen Sportfachverbänden absprechen. Jeder Verband hat seine eigenen Präferenzen. Die Leichtathleten und Schwimmer wollen etwa ihre Weltmeisterschaften im Sommer austragen, die Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Handball stecken dagegen im Mai in der Endphase ihrer Saison. Schon in diesem Jahr kann von einem geregelten Saisonfinale keine Rede sein.

TV-ANSTALTEN: Was sind die Wünsche der TV-Anstalten? Vor allem der zahlungskräftige US-Übertragungssender NBC dürfte auf den ursprünglichen Termin im Sommer drängen, da zu dieser Zeit die großen Ligen ruhen. Das trifft auch auf Europa zu.

OLYMPISCHES DORF: Gibt es 2021 noch ein Olympisches Dorf für die Athleten? Die Sportler müssten sich voraussichtlich an andere Wohnbedingungen anpassen, sagte Bach. Denn viele der Wohnungen wurden für den Zeitraum nach den Olympischen Spielen und Paralympics bereits an Privatpersonen verkauft.

SPORTSTÄTTEN: Einige der Anlagen sind nur temporär aufgebaut und müssten ein weiteres Jahr in Betrieb gehalten werden. Auch sind Hallen bereits für 2021 anderweitig ausgebucht.

PARALYMPICS: Bei den Planungen müssen auch die Paralympics beachtet werden. Die Spiele für Menschen mit Behinderung finden gewöhnlich nach den Olympischen Spielen statt. Sollten die Sommerspiele für den Mai 2021 geplant werden, könnte es bis zum Beginn der Fußball-EM am 11. Juni für die Paralympics knapp werden.

@ dpa.de