Ski nordisch, Kombination

Das Seefeld-Triple der Nordischen Kombinierer war stets eine deutsche Angelegenheit.

26.01.2018 - 17:22:06

Nordische Kombination - Rießle Dritter bei erster Seefeld-Etappe - Watabe siegt. Nach den Problemen zuletzt könnte es kurz vor Olympia genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Plötzlich können die Deutschen wieder springen.

Seefeld - Die deutsche Siegesserie beim Seefeld-Triple der Nordischen Kombinierer ist zwar gerissen, doch die Chance auf den fünften deutschen Gesamterfolg besteht noch.

Zum Auftakt der fünften Wettkampfserie gewann der Japaner Akito Watabe. Fabian Rießle kam hinter den Norweger Jarl Magnus Riiber als Dritter ins Ziel und hat vor dem zweiten Tag mit einem Sprung und einem 10-Kilometer-Lauf 32,4 Sekunden Rückstand auf den Japaner. Zuvor hatte es durch Eric Frenzel (10) und Johannes Rydzek (2) ausschließlich deutsche Etappensiege gegeben, wobei Frenzel auch alle Triple-Gesamterfolge für sich verbuchte.

Rießles dritter Platz könnte eine Initialzündung bedeuten. «Wir waren bis auf Johannes Rydzek im Springen deutlich besser als zuletzt. Fehlten bislang sieben, acht Meter bis ganz nach vorn, waren es heute nur zwei, drei. Ich denke, wir haben den Norwegern einiges zu denken mit auf den Weg gegeben», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Rießle dachte in die gleiche Richtung. «Die Kollegen sehen, wenn ich weit springe, können sie es auch. Wir sind alle auf einem ähnlichen Niveau. Das müssen wir jetzt noch etwas ausbauen, dann ist viel möglich», sagte der Schwarzwälder im Hinblick auf Olympia. Er musste 1:03 Minuten aufholen, was auf nur fünf Kilometern zu viel war. Dass er aber den Weltcup-Spitzenreiter Jan Schmid aus Norwegen, der Dritter nach dem Springen war, über 30 Sekunden abnehmen konnte, verblüffte auch Rießle. «Das war schon gut, zumal wir allesamt den Auftrag hatten, nicht alle Kräfte zu verpulvern.»

Selbst Frenzel hat nach dem ersten Tag durchaus noch Chancen auf seinen fünften Triumph, liegt als Elfter knapp eine Minute zurück. In Seefeld zeigte er bei schwierigen Windverhältnissen auf der Schanze einen beachtlichen Formanstieg. 101,5 Meter bedeuteten zunächst Platz sieben nach dem Springen, nur der Rückstand von 1:21 Minuten auf Sprungsieger Riiber war bereits sehr groß. «Ich bin sehr zufrieden, endlich konnte ich mit meiner Technik wieder weit springen. Und die Laufform stimmt auch», sagte Frenzel und richtete eine Kampfansage an die vor ihm Platzierten: «Ich weiß, dass das Triple noch verdammt lang werden kann.»

@ dpa.de

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