Leichtathletik, EM

Christin Hussong ist die achte deutsche Speerwurf-Europameister in der Geschichte der kontinentalen Leichtathletik-Titelkämpfe.

10.08.2018 - 21:54:05

Mit 67,90 Meter in Berlin - Speerwerferin Hussong holt Gold bei Leichtathletik-EM. Gleich im ersten Versuch macht die Chemnitzerin im tosenden Olympiastadion alles klar.

  • Gold-Wurf - Foto: Michael Kappeler

    Speerwerferin Christin Hussong hat sich überragend mit einem Wurf über 67,90 Metern die Gold-Medaille erkämpft. Foto: Michael Kappeler

  • Gold mit dem Speer - Foto: Michael Kappeler

    Christin Hussong jubelt mit Maskottchen Berlino über ihre Goldmedaille im Speerwurf. Foto: Michael Kappeler

Gold-Wurf - Foto: Michael KappelerGold mit dem Speer - Foto: Michael Kappeler

Berlin - Speerwerferin Christin Hussong hat es Olympiasieger Thomas Röhler nachgemacht und bei der Leichtathletik-EM in Berlin ihren ersten ganz großen Titel erobert.

Einen Tag nach Röhlers EM-Triumph siegte die 24-Jährige aus Zweibrücken mit dem Europameisterschafts-Rekord von 67,90 Metern: Die 48 457 Zuschauer im Olympiastadion feierten die achte deutsche Speerwurf-Europameisterin der Geschichte mit tosendem Applaus.

Gleich im ersten Versuch sorgte die Sächsin für klare Verhältnisse. Hussong warf gut sechs Meter weiter als die zweitplatzierte Tschechin Nikola Ogrodnikova (61,85). Bronze ging an die Litauerin Liveta Jasiunaite (61,59).

Damit sind jetzt nur zwei deutsche Frauen besser als Hussong: DLV-Rekordhalterin Christina Obergföll (Offenburg/70,20 Meter) und Steffi Nerius (68,34). Die zweimalige deutsche Meisterin übertraf den EM-Rekord der Griechin Mirela Manjani aus dem Jahr 2002 um 43 Zentimeter.

Schon in der Qualifikation hatte Hussong die Konkurrenz geschockt. Bei 67,29 Metern blieb ihr Speer im Rasen stecken. «Der Wurf war super, das zeigt mir, dass ich topfit bin», hatte Hussong nach ihrem Coup in der Qualifikation gesagt. «Ich kann es kaum glauben!» Dabei war sie vorher «unfassbar aufgeregt». Aber sie brauche diese Nervosität auch, «sonst fehlt mir die Spannung».

Die Goldmedaille hat noch eine ganz besondere Bedeutung für sie. «Es ist vielleicht meine letzte internationale Meisterschaft in Deutschland, wer weiß, wann wir noch mal eine EM oder WM in Deutschland haben», sagte die Studentin der Sportwissenschaften. Und: «Es geht hier um was.» Katharina Molitor (Leverkusen), die Weltmeisterin von 2015, war indes in der Qualifikation gescheitert.

@ dpa.de

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