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Tennis, French Open

Lange sieht es nicht so aus, als würde Novak Djokovic dem grandiosen Halbfinalsieg über Paris-Seriensieger Rafael Nadal auch den zweiten French-Open-Titel folgen lassen.

13.06.2021 - 20:16:07

Grand-Slam-Turnier - Sieg bei den French Open: Djokovic jagt Federer und Nadal. Doch dann schafft er die Wende.

  • Daumen hoch - Foto: Thibault Camus/AP/dpa

    Novak Djokovic konnte die French Open zum zweiten Mal gewinnen. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

  • Novak Djokovic - Foto: Michel Euler/AP/dpa

    Novak Djokovic drehte im Finale einen 0:2-Satzr?ckstand noch in einen Sieg. Foto: Michel Euler/AP/dpa

  • Tsitsipas und Djokovic - Foto: Christophe Ena/AP/dpa

    Novak Djokovic (r) und Stefanos Tsitsipas geben sich nach der Partie die Hand. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Daumen hoch - Foto: Thibault Camus/AP/dpaNovak Djokovic - Foto: Michel Euler/AP/dpaTsitsipas und Djokovic - Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Djokovic ist nach den legendären Australiern Roy Emerson und Rod Laver erst der dritte Spieler, der bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens zweimal triumphiert hat. Schon beim Rasen-Klassiker in Wimbledon könnte Djokovic in vier Wochen zu seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal aufschließen. Beide sind mit insgesamt 20 Erfolgen Rekordsieger bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt. Dem Sandplatz-König Nadal hatte Djokovic am Freitagabend in einem grandiosen Halbfinale den 14. Erfolg im Stade Roland Garros verwehrt. Tsitsipas verpasste nach dem Sieg über Alexander Zverev seinen bisher größten Triumph.

Zwei Stunden vor dem Beginn des Herren-Finals hatte die Tschechin Barbora Krejcikova ihre grandiosen beiden Wochen in Paris gekrönt. Dem ersten Grand-Slam-Einzeltitel vom Samstag durch das 6:1, 2:6, 6:4 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa ließ die 25-Jährige das Double folgen. Mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova wurde sie zum zweiten Mal Doppel-Champion im Stade Roland Garros. Zuletzt gewann die Französin Mary Pierce vor 21 Jahren dort im Einzel und im Doppel.

Zverev äußerte sich zwei Tage nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen Tsitsipas vor dem Rasenturnier in Halle erneut selbstkritisch. Die Niederlage «ist Teil meines Weges», sagte der 24-jährige Hamburger am Sonntag und meinte mit Blick auf seinen Bezwinger und das Endspiel: «Es ist immer die Frage, wie man zu seinem ersten Grand-Slam-Finale rauskommt, das ist ein anderes Match.»

Viel Tempo und hochklassige Ballwechsel

Tsitsipas beantwortete die Frage beeindruckend: Er zeigte im achten Vergleich gegen Djokovic keine Nervosität, während der Favorit nach seinem grandiosen Halbfinal-Erfolg über Rekordsieger Nadal trotz des epischen Vier-Stunden-Matches am Freitagabend zunächst nicht müde wirkte. Unter strahlend blauem Himmel gab es auf dem Court Philippe Chatrier kein Abtasten. Die 5000 zugelassenen Zuschauer bekamen sofort viel Tempo und hochklassige Ballwechsel geboten.

Wie im letztjährigen Halbfinale und zuletzt in Rom entpuppte sich der angriffslustige Tsitsipas als unangenehmer Gegner und furchtloser Kontrahent. Der gut elf Jahre jüngere Weltranglisten-Fünfte sah nach zwei Sätzen schon wie der Sieger aus, während Djokovic nicht immer mit Erfolg die schnelle Entscheidung suchte. Doch der Favorit nutzte eine kurze Schwächephase und kämpfte sich unter Aufbietung aller noch vorhandenen Kräfte zurück ins Match. Am Ende wirkte er in Kopf und Körper dann sogar frischer.

© dpa-infocom, dpa:210613-99-978073/4

@ dpa.de