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Tennis, Wimbledon

Es geht um den ersten Einzel-Titel in Wimbledon, und eine neue Siegerin ist garantiert.

11.07.2021 - 06:12:41

Tennis - Das bringt der Tag in Wimbledon. Australiens Fans hoffen auf das Ende einer langen Wartezeit, Tschechiens Fans auf den nächsten Grand-Slam-Titel.

Novak Djokovic mag die vielen Zahlen kaum hören - bis auf eine: Für ihn geht es um den 20. Grand-Slam-Titel. Damit würde der 34-jährige Serbe den Rekord seiner langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal einstellen. Außerdem würde ihm dann nur noch ein Erfolg bei den US Open fehlen, um den Grand Slam zu vollenden - den Gewinn der vier Grand-Slam-Turniere im selben Jahr. Olympia-Gold in Tokio würde daraus sogar einen Golden Slam machen. Insgesamt ist es für den Weltranglisten-Ersten das 30. Grand-Slam-Finale und das siebte Wimbledon-Endspiel bei bislang fünf Siegen 2011, 2014, 2015, 2018 und 2019. Im vorigen Jahr fiel das Turnier wegen der Corona-Pandemie aus.

Matteo Berrettini steht zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Endspiel. Noch nie gab es bisher bei Damen und Herren ein Wimbledon-Finale mit italienischer Beteiligung. Nur zwei Herren aus Italien gewannen bisher einen Grand-Slam-Titel: Nicola Pietrangeli siegte 1959 und 1960 ebenso bei den French Open wie Adriano Panatta im Jahr 1976. Mit Panatta ist Berrettini regelmäßig in Kontakt. Nicht so lange zurück liegen die Triumphe von Francesca Schiavone 2010 in Paris und von Flavia Pennetta 2015 bei den US Open. Der 25-jährige Berrettini ist die Nummer neun der Welt, gewann das Vorbereitungsturnier im Queen's Club und ist auf Rasen in dieser Saison in elf Matches ungeschlagen.

Im direkten Vergleich steht es 2:0 für Djokovic. Das letzte Duell liegt erst gut einen Monat zurück. Im Viertelfinale der French Open setzte sich Djokovic auf Sand mit 6:3, 6:2, 6:7 (5:7), 7:5 durch und holte danach seinen zweiten Musketier-Cup im Stade Roland Garros.

Djokovic startete mit seinem einzigen Satzverlust ins Turnier, dann besiegte er Jack Draper (Großbritannien/4:6, 6:1, 6:2, 6:2), Kevin Anderson (Südafrika/6:3, 6:3, 6:3), Denis Kudla (USA/6:4, 6:3, 7:6 (9:7)), Cristian Garín (Chile/6:2, 6:4, 6:2), Marton Fucsovics (Ungarn/6:3, 6:4, 6:4) und Denis Shapovalov (Kanada/7:6 (7:3), 7:5, 7:5). Insgesamt stand er 12:48 Stunden auf dem Platz.

Berrettini brauchte 53 Minuten mehr für seine sechs Siege gegen Guido Pella (Argentinien/6:4, 3:6, 6:4, 6:0), Botic van de Zandschulp (Niederlande/6:3, 6:4, 7:6 (7:4)), Aljaz Bedene (Slowenien/6:4, 6:4, 6:4), Ilja Iwaschka (Belarus/6:4, 6:3, 6:1), Felix Auger-Aliassime (Kanada/6:3, 5:7, 7:5, 6:3) und Hubert Hurkacz (Polen/6:3, 6:0, 6:7 (3:7), 6:4).

Erstmals wird eine Frau das Herren-Endspiel in Wimbledon als Schiedsrichterin leiten. Die 43 Jahre alte Kroatin Marija Cicak amtierte bereits beim Damen-Finale 2014. Bei allen drei anderen drei Grand-Slam-Turnieren saßen schon längst Frauen bei Herren-Endspielen auf dem Stuhl.

Novak Djokovic: «Die Erfahrung spricht sicher für mich. Aber Berrettini hat in diesem Jahr viele Matches auf Rasen gewonnen. Er ist in toller Form. Er schlägt stark auf, spielt stark. Also wird es ein schweres Match für uns beide. Aber ich freue mich auf einen großen Kampf.»

Matteo Berrettini: «Mein erstes Finale in Wimbledon - es ist Wahnsinn, daran zu denken. Ich glaube, dass ich das total verdient habe. Ich möchte mein erstes Finale genießen. Der Job ist noch nicht erledigt. Ich will den Pokal haben, jetzt wo ich hier bin. Aber es ist ein ziemlich unglaubliches Gefühl.»

© dpa-infocom, dpa:210710-99-335281/3

@ dpa.de