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Tennis, ATP

Erstmals seit drei Jahren schlägt Alexander Zverev wieder beim Turnier in seiner Heimatstadt Hamburg auf.

23.07.2019 - 17:18:06

ATP-Turnier - Zverev nach starkem Auftritt in Hamburg weiter. Drei Wochen nach dem Erstrunden-Aus in Wimbledon zieht er souverän in das Achtelfinale ein. Eine Runde weiter ist auch die deutsche Nummer zwei.

  • Jan-Lennard Struff - Foto: Daniel Bockwoldt

    Steht nach einer souveränen Leistung in Hamburg im Achtelfinale: Jan-Lennard Struff jubelt. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Alexander Zverev - Foto: Daniel Bockwoldt

    Feierte in Hamburg ein erfolgreiches Comeback: Alexander Zverev. Foto: Daniel Bockwoldt

Jan-Lennard Struff - Foto: Daniel BockwoldtAlexander Zverev - Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburg - Eindrucksvolle Rückkehr in die alte Heimat: Bei seinem ersten Auftritt am Hamburger Rothenbaum seit drei Jahren hat Alexander Zverev mit einem überzeugenden Sieg das Achtelfinale erreicht.

Deutschlands bester Tennisprofi setzte sich in der ersten Runde der Traditionsveranstaltung auf Sand überraschend deutlich 6:4, 6:2 gegen den Chilenen Nicolas Jarry durch. Zverev folgte damit seinem Davis-Cup-Kollegen Jan-Lennard Struff und dem 18 Jahre alten Talent Rudi Molleker in die Runde der besten 16.

«Vielen Dank, dass ihr alle gekommen seid», rief Zverev nach dem ersten Matchball den Zuschauern auf dem gut gefüllten Center Court zu. «Ich habe mich hier wohler gefühlt als auf anderen Plätzen und hoffe auf eine lange Woche», sagte er unter dem Jubel der Fans. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft er am Donnerstag auf den Italiener Marco Cecchinato oder Federico Delbonis aus Argentinien.

Bei Temperaturen von 30 Grad hatten die Zuschauer Zverev schon vorher einen freundlichen Empfang bereitet. In den vergangenen beiden Jahren hatte der Weltranglisten-Fünfte auf einen Start in seiner Heimatstadt verzichtet und das Hartplatz-Turnier in Washington vorgezogen.

Nun nahm er nach seiner schwierigen ersten Jahreshälfte mit sportlichen Rückschlägen wie dem Erstrunden-Aus in Wimbledon, der Trennung von seinem Manager Patricio Apey und der unbefriedigenden Situation mit Teilzeit-Trainer Ivan Lendl die Wildcard für Hamburg an.

Die Auslosung jedoch hätte kniffliger kaum sein können. Jarry hatte am Wochenende beim Turnier in Bastad den Titel geholt und erwies sich in diesem Jahr schon zweimal als ebenbürtiger Kontrahent für Zverev.

In Barcelona verlor Zverev, in Genf siegte er im Endspiel und feierte seinen ersten und bislang einzigen Turniersieg 2019. Zverev war also gewarnt - und trat entsprechend motiviert und konzentriert vom ersten Ballwechsel an auf. Zum 2:1 nahm er seinem Gegenüber das Aufschlagspiel ab, im anschließenden Spiel wehrte er zwei Breakbälle ab. Nach einem weiteren Break zum 5:2 hatte er anschließend drei Satzbälle bei eigenem Aufschlag, die er aber alle vergab.

Beim dritten traf er den Ball mit der Schlägerkante, so dass dieser in hohem Bogen auf die Faltkonstruktion des mobilen Daches fiel, was die Zuschauer lachend quittierten, Zverevs Laune jedoch merklich vermieste. Er kassierte das Break zum 5:3, musste kurz zittern, entschied aber dann den ersten Satz nach 42 Minuten für sich.

Die Stadionregie spielte «Coming home» ein - und im zweiten Durchgang spielte der Heimkehrer souverän auf und kam nicht mehr in Bedrängnis. Ähnlich eindrucksvoll erledigte auch Zverevs Nationalteam-Kollege Struff seine Erstrunden-Aufgabe gegen den brasilianischen Qualifikanten Thiago Monteiro. Der 29 Jahre alte Warsteiner gewann 6:1, 6:3 und spielt jetzt gegen Pablo Carreno Busta aus Spanien.

@ dpa.de