Tennis, ATP

Dem Rasen-Turnier in Stuttgart bleibt die größte Attraktion erhalten.

13.06.2018 - 17:24:05

ATP-Turnier in Stuttgart - Nach Sieg über Mischa Zverev: Federer im Viertelfinale. Roger Federer verhinderte in drei Sätzen ein frühes Aus gegen den Hamburger Mischa Zverev. Der Neuanfang auf Rasen ist dem Schweizer trotz Problemen diesmal geglückt.

  • Maximilian Marterer - Foto: Maximilian Marterer aus Deutschland spielt gegen den Kroaten Viktor Galovic eine Rückhand. Foto: Marijan Murat

    Maximilian Marterer aus Deutschland spielt gegen den Kroaten Viktor Galovic eine Rückhand. Foto: Marijan Murat

  • Federer und Zverev - Foto: Marijan Murat

    Mischa Zverev gratuliert Roger Federer zum Sieg. Foto: Marijan Murat

  • Tennisspieler Mayer - Foto: Sven Hoppe

    Scheiterte im Achtelfinale in Stuttgart: Florian Mayer aus Deutschland. Foto: Sven Hoppe

Maximilian Marterer - Foto: Maximilian Marterer aus Deutschland spielt gegen den Kroaten Viktor Galovic eine Rückhand. Foto: Marijan MuratFederer und Zverev - Foto: Marijan MuratTennisspieler Mayer - Foto: Sven Hoppe

Stuttgart - Erleichtert und zufrieden winkte Topstar Roger Federer ins Publikum, Rasenspezialist Mischa Zverev hat ihn bei seiner Rückkehr auf die Tennis-Tour nicht aufhalten können.

Mit dem 6:3, 4:6, 2:6 musste der Hamburger Zverev beim Rasen-Turnier in Stuttgart dem Publikumsliebling aus der Schweiz den Einzug ins Viertelfinale überlassen. Der Bruder von Alexander Zverev forderte den Rekord-Grand-Slam-Sieger bei dessen erstem Auftritt seit 81 Tagen zwar erheblich, unterlag aber auch im sechsten Duell.

«Ich fand es eigentlich ziemlich gut. Es hätte viel, viel schlechter laufen können», sagte Federer. «Der erste Satz war ziemlich frustrierend. Mischa hat gut gespielt. Ich habe mich rausgekämpft. Man vergisst fast, wie es ist, auf dem Platz zu stehen.» Anders als im vergangenen Jahr durfte sich Federer damit in Stuttgart über einen gelungenen Neuanfang nach der ausgelassenen Sandplatz-Saison freuen. 2017 war Tommy Haas im Achtelfinale zum Spielverderber geworden.

Am Freitag spielt Federer nun gegen den Argentinier Guido Pella oder den Inder Prajnesh Gunneswaran. Neben Zverev verabschiedete sich auch der Bayreuther Florian Mayer in der Runde der besten 16 mit einem 3:6, 4:6 gegen den Usbeken Denis Istomin. French-Open-Achtelfinalist Maximilian Marterer löste dagegen seine Erstrunden-Aufgabe.

Federer rückte mit dem erkämpften Erfolg auch seinem Ziel näher, wieder die Spitze der Weltrangliste zu erobern. Mit dem Erreichen des Endspiels am Weissenhof würde der 36-Jährige den Spanier Rafael Nadal ablösen. «Ich komme aus einem Kaltstart. Das ist nicht einfach», hatte Federer gewarnt. Bei grauem Himmel erspielte er sich gleich im ersten Aufschlagspiel von Zverev zwei Breakchancen, ließ diese aber aus. Zufrieden wirkte der 20-fache Grand-Slam-Sieger zunächst nicht.

Missbilligend schüttelte er den Kopf, als er Mitte des ersten Satzes eine relativ einfache Vorhand seitlich ins Aus schlug. Mit einem Volley-Fehler überließ er dem Davis-Cup-Spieler dann das erste Break. Zverev ging mit 5:3 in Führung und sicherte sich vier Punkte später seinen ersten Satzgewinn gegen den Topstar überhaupt.

Mit «Roger, Roger»-Rufen feuerte das Stuttgarter Publikum auf dem nicht ganz gefüllten Center Court Federer an. Der Schweizer steigerte sich. Ein zwischenzeitliches 4:2 im zweiten Durchgang gab er zwar aus der Hand, bevor ihm dennoch der Satzausgleich gelang. Nach 1:33 Stunden beendete er mit einem unerreichbaren Return die Partie.

Vor dem mit Spannung erwarteten ersten Auftritt des Superstars hatte Maximillian Marterer nach anfänglichen Problemen gegen den kroatischen Außenseiter Viktor Galovic mit 3:6, 6:4, 6:1 den Sprung ins Achtelfinale geschafft. «Ich habe mich ein bisschen wie eingerostet gefühlt», räumte der 22-Jährige nach seinem ersten ATP-Erfolg auf Rasen ein. Im Achtelfinale spielt der Weltranglisten-50. jetzt gegen den australischen Mitfavoriten Nick Kyrgios. Der aufstrebende Nürnberger Marterer hatte in Paris mit dem Einzug in die Runde der besten 16 überrascht und war erst vom späteren Sieger Rafael Nadal aus Spanien gestoppt worden.

@ dpa.de

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