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Tennis, Wimbledon

Das war knapp! Serena Williams musste lange kämpfen, ehe sie das Duell mit Überraschungs-Viertelfinalistin Alison Riske für sich entschied.

09.07.2019 - 16:42:06

Wimbledon - Zwei Siege noch zum Rekord: Williams im Halbfinale. Nun spielt der US-Star um den Finaleinzug.

  • Weiter - Foto: Adam Davy/PA Wire

    Simona Halep erreichte das Wimbledon-Halbfinale. Foto: Adam Davy/PA Wire

  • Im Halbfinale - Foto: Hat das Halbfinale in Wimbledon erreicht: Serena Williams in Aktion. Foto: Mike Egerton/PA Wire

    Hat das Halbfinale in Wimbledon erreicht: Serena Williams in Aktion. Foto: Mike Egerton/PA Wire

Weiter - Foto: Adam Davy/PA WireIm Halbfinale - Foto: Hat das Halbfinale in Wimbledon erreicht: Serena Williams in Aktion. Foto: Mike Egerton/PA Wire

London - Zwei Siege trennen Serena Williams noch von einem weiteren schillernden Kapitel ihrer grandiosen Tennis-Karriere.

Mit dem umkämpften 6:4, 4:6, 6:3 im US-Duell mit Alison Riske löste die 37-Jährige in Wimbledon auch ihre fünfte diesjährige Aufgabe beim Rasenturnier in London und zog ins Halbfinale ein.

Nun kann die einstige langjährige Nummer eins der Tennis-Damen mit einem Erfolg über die Britin Johanna Konta oder Barbora Strycova aus Tschechien die nächste Titelchance beim bedeutendsten Turnier ihrer Sportart perfekt machen. «Ich bin wirklich zufrieden. Ich bin glücklich, dass ich durchgekommen bin», sagte Williams und zollte ihrer Gegnerin Respekt: «Sie war so nah dran, auch heute zu gewinnen.»

Mit dem achten Wimbledon-Triumph würde die US-Amerikanerin nicht nur Steffi Graf (sieben Wimbledonsiege) abhängen, sondern auch den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court mit 24 Grand-Slam-Titeln einstellen. Derzeit liegt sie mit 23 Major-Titeln einen vor Steffi Graf (22) und einen hinter Court. Allerdings hatte Williams gegen Riske massive Probleme und musste zwei Stunden ackern.

In der anderen Vorschlussrunden-Begegnung steht die rumänische Topspielerin Simona Halep der Ukrainerin Jelina Switolina oder der Tschechin Karolina Muchova gegenüber. Die 27 Jahre alte French-Open-Gewinnerin von 2018 behauptete sich im Viertelfinale gegen die Chinesin Zhang Shuai mit 7:6 (7:4), 6:1.

Das Einstellen des Grand-Slam-Rekords ist eins der Ziele, das die junge Mutter Williams noch antreibt. Nach zuletzt schwächeren Resultaten, Knieproblemen, einem Drittrunden-Aus bei den French Open und nur fünf Turnier-Teilnahmen in dieser Saison vor Wimbledon schien ihr die Zeit langsam davon zu laufen.

Doch eine bessere Chance für Williams als auf dem grünen Rasen, auf dem sie allein mit ihrem Aufschlag viele schnelle Punkte gewinnen kann, kann es kaum geben. Von den ersten Sechs der Setzliste hatte es keine in die Runde der besten Acht geschafft. Die Damen-Organisation WTA rechnete vor dem Viertelfinal-Tag vor, dass Vorjahresfinalistin Williams im All England Club mehr Siege geholt hat als alle anderen Teilnehmerinnen der Runde der besten Acht zusammen.

Die Weltranglisten-55. Riske allerdings hatte im Achtelfinale die French-Open-Gewinnerin und Branchenanführerin Ashleigh Barty überrascht. Und auch gegen die 72-fache Turniersiegerin Williams begann die 29-Jährige bei ihrem ersten Auftritt in einem Grand-Slam-Viertelfinale zunächst besser.

Einen 1:3-Rückstand machte Williams wett, lag dann wieder mit 3:4 zurück. Doch nach drei weiteren Spielbeginnen in Serie war für Williams die Hälfte der Arbeit geschafft. Dass die bald 38-jährige Williams nicht die Fitness mancher Konkurrentinnen hat, machte sich zwar auch im Viertelfinale bemerkbar. Wenn Riske sie laufen ließ, geriet sie in Bedrängnis. Doch es gibt auch die Momente, in denen sie brilliert, allein mit ihrer Power oder dem Gespür für die Situation.

Im zweiten Satz gab Williams zum entscheidenden 4:5 ihren Aufschlag ab, wischte sich den Schweiß von der Stirn und ließ sich den rechten Knöchel bandagieren. Wer dachte, dass Williams, die Drittrunden-Bezwingerin von Julia Görges, mit dem Break zum 3:1 im dritten Satz bereits für die Vorentscheidung gesorgt hatte, sah sich getäuscht. Doch ein Doppelfehler von Riske zum 5:3 für Williams brachte die Entscheidung.

@ dpa.de

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