Tennis, Davis Cup

Das war knapp! Nach einem packenden Fight verliert Philipp Kohlschreiber das entscheidende fünfte Spiel gegen David Ferrer.

08.04.2018 - 19:22:05

Davis Cup - Pleite für Kohlschreiber: Deutsche Tennis-Herren verlieren. Die deutschen Tennis-Herren verpassen damit das Halbfinale im Davis Cup.

  • Chancenlos - Foto: Alberto Saiz/AP

    Alexander Zverev unterliegt Rafael Nadal klara mit drei Sätzen. Foto: Alberto Saiz/AP

  • Dominanz - Foto: Jose M. Fernandez de Velasco

    Rafael Nadal lässt beim Match gegen Alexander Zverev keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Foto: Jose M. Fernandez de Velasco

  • Kämpfer - Foto: Alberto Saiz/AP

    Erst nach fünf Sätzen musste sich Philipp Kohlschreiber dem Spanier David Ferrer geschlagen geben. Foto: Alberto Saiz/AP

Chancenlos - Foto: Alberto Saiz/APDominanz - Foto: Jose M. Fernandez de VelascoKämpfer - Foto: Alberto Saiz/AP

Valencia - Nach seiner bitteren Fünfsatz-Niederlage gegen David Ferrer sank Philipp Kohlschreiber völlig frustriert und entkräftet auf seinem Stuhl zusammen.

Trotz eines großen Kampfes musste sich der 34 Jahre alte Augsburger in Valencia im entscheidenden fünften Spiel gegen den Spanier mit 6:7 (1:7), 6:3, 6:7 (4:7), 6:4, 5:7 geschlagen geben. Damit verlor das deutsche Tennis-Team im Viertelfinale des Davis Cups mit 2:3 und muss weiter auf den ersten Halbfinaleinzug seit elf Jahren warten.

Die Partie im Hexenkessel Stierkampfarena dauerte 4:51 Stunden. Zuvor hatte Alexander Zverev das Spitzenduell gegen Rafael Nadal klar in drei Sätzen verloren. Die 2:1-Führung nach dem Doppel am Samstag war damit dahin.

«Es ist ein Traum. Das ist der tollste Tag in meiner Laufbahn», sagte Ferrer nach dem Triumph in seiner Heimatstadt. Spaniens Coach Sergie Bruguera zollte dem unterlegenen Kohlschreiber seinen Respekt. «Ich habe Philipp noch nie so gut gesehen. Beide hätte es verdient gehabt, zu gewinnen.»

Kohlschreiber und Ferrer schenkten sich in ihrem Marathonmatch von Beginn an nichts. Die Partie hatte alles, was ein dramatisches Spiel im Davis Cup ausmacht: Lange Ballwechsel, ständige Führungswechsel, eine Unterbrechung wegen Blitz und Donner, viel Wind auf dem Platz - es war eine dieser Begegnungen, die den traditionsreichen Mannschaftswettbewerb so besonders machen.

Schon der erste Durchgang dauerte mehr als eine Stunde, ehe Ferrer den Tiebreak deutlich mit 7:1 gewann. Doch Kohlschreiber, am ersten Tag gegen Nadal noch ohne jede Chance, zeigte großes Kämpferherz und kam so zurück in die Partie. Mit 6:3 holte er den zweiten Abschnitt.

Danach ging der Kampf zwischen Beiden munter weiter. Zwei Mal lag Kohlschreiber ein Break vorne. Doch Ferrer, der große Kämpfer, ließ sich nicht abschütteln. Hatte sich der Lokalmatador am Freitag noch gegen Zverev relativ wehrlos in sein sportliches Schicksal ergeben, rannte er jetzt um jeden Ball. Mit einem Netzroller beim Satzball sicherte er sich den dritten Durchgang im Tiebreak.

Doch Kohlschreiber blieb erstaunlich ruhig und wartete auf seine Chance. Beim Stand von 5:4 erspielte er sich die ersten Breakbälle im vierten Durchgang überhaupt und nutzte gleich den ersten zum Gewinn des vierten Satzes. Es passte zu dieser verrückten Partie, dass er wie Ferrer im Abschnitt zuvor beim Satzball von einem Netzroller profitierte. Doch das Momentum ging schnell wieder auf Ferrers Seite. Kohlschreiber gab zwar weiter alles, am Ende reichte es aber nicht ganz.

Zuvor war Zverev im Spitzenduell mit Nadal völlig chancenlos gewesen. Nachdem das Doppel Tim Pütz und Jan-Lennard Struff Deutschland am Samstag mit einem Sieg im dramatischen Fünfsatzkrimi gegen Feliciano und Marc Lopez 2:1 in Führung gebracht hatte, waren die Hoffnungen auf Zverev groß gewesen. Zumal der Druck auf Nadal riesengroß war.

Doch Zverev stand gegen den Weltranglisten-Ersten auf verlorenem Posten. Nadal war von Beginn an heiß auf das Spitzeneinzel und riss die Zuschauer in der imposanten Stierkampfarena bereits früh von den Sitzen. Nach gerade einmal 34 Minuten ging der erste Satz mit 6:1 an Nadal. Zwar steigerte sich Zverev danach etwas. Aber nach 1:26 Stunden stand es 2:0 für den Mallorquiner.

Nach seiner rund zehnwöchigen Pause wegen einer Verletzung am rechten Hüftbeuger war Nadal zwar noch ein Stück von seiner Topform entfernt. Doch weil Zverev nicht annähernd sein bestes Tennis spielte, geriet der zehnmalige French-Open-Champion auf seinem Lieblingsbelag zu keiner Zeit in Gefahr. «Ich war einfach müde. Ich bin kein Roboter, sondern auch nur ein Mensch», sagte der gebürtige Hamburger, der erst am Montag aus Miami in Valencia eingetroffen war. Die Zeitumstellung und der Belagwechsel, das sei etwas zu viel gewesen. «Und zudem habe ich gegen den besten Sandplatzspieler aller Zeiten gespielt.»

@ dpa.de

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