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Tennis, Davis Cup

Auch ohne Alexander Zverev sind die deutschen Tennis-Herren ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.

07.03.2020 - 15:52:06

Davis Cup - Dank Struff: Deutsches Tennis-Team wieder in Madrid dabei. Weil ein anderer in die Rolle der Nummer eins schlüpfte.

  • Davis Cup - Foto: Federico Gambarini/dpa

    Kevin Krawietz (l) und Andreas Mies brachten das deutsche Team in Führung. Foto: Federico Gambarini/dpa

  • Sieg - Foto: Federico Gambarini/dpa

    Jan-Lennard Struff holte für Deutschland den entscheidenden Sieg. Foto: Federico Gambarini/dpa

Davis Cup - Foto: Federico Gambarini/dpaSieg - Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf - Angeführt von Spitzenspieler Jan-Lennard Struff haben die deutschen Tennis-Herren wie im Vorjahr die Endrunde im Davis Cup erreicht.

Die Mannschaft von Teamchef Michael Kohlmann setzte sich in der Qualifikationspartie gegen Weißrussland durch und löste damit das Ticket für die Veranstaltung in Madrid vom 23. bis 29. November.

Das deutsche Weiterkommen stand in Düsseldorf bereits vor dem abschließenden Einzel fest. Nachdem das Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies die Gastgeber mit 2:1 in Führung gebracht hatte, holte Struff im Spitzeneinzel gegen Egor Gerassimow den notwendigen dritten Punkt. Der 29-Jahre alte Warsteiner gewann nach starker Leistung mit 6:3, 6:2 und siegte damit auch in seinem zweiten Einzel. Am Freitag hatte Struff bereits Ilja Iwaschka bezwungen. Weil danach Philipp Kohlschreiber aber gegen Gerassimow verloren hatte, musste die deutsche Mannschaft etwas zittern.

Doch schon das Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies brachte Deutschland am Samstag auf Kurs. Die beiden French-Open-Sieger bezwangen das weißrussische Duo Ilja Iwaschka und Andrej Wassilewski mit 6:4, 7:6 (7:5) und ließen sich danach von den 3000 Zuschauern im Castello feiern. «Die Stimmung war einmalig. Ich hatte Gänsehaut, als ich auf den Platz gegangen bin», sagte Mies, der als Kölner fast ein Heimspiel hatte. «Einen Block habe ich ganz allein voll gemacht», sagte der 29-Jährige. «Diesen Tag werde ich nie vergessen.»

Struff knüpfte danach gegen Gerassimow an seine zuletzt starken Leistungen an. Der Sauerländer agierte hochkonzentriert und druckvoll, profitierte aber auch etwas davon, dass die weißrussische Nummer eins bei weitem nicht so gut aufschlug wie noch am Tag zuvor gegen Kohlschreiber. Im ersten Satz genügte Struff ein Break zum 5:3, um sich wenig später nach nur 26 Minuten den ersten Durchgang mit 6:3 zu holen.

Als die deutsche Nummer eins dann auch im zweiten Abschnitt mit einem Break startete, war der Widerstand von Gerassimow gebrochen. Mit dem ersten Matchball machte Struff nach nur 58 Minuten den Sieg perfekt und hüpfte danach mit den Mitspielern und der Deutschland-Fahne über den Platz. Das letzte Einzel zwischen Dominik Koepfer und Daniil Ostapenkow war ohne Bedeutung.

Im vergangenen Jahr hatte Deutschland in Madrid das Viertelfinale erreicht, dort aber gegen Großbritannien verloren. Dieses Mal soll es noch etwas weitergehen. «Ich habe das Gefühl, dass hier richtig etwas zusammenwächst», sagte Struff. Die Gruppen für die Endrunde werden an diesem Donnerstag in London ausgelost.

@ dpa.de