Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Radsport, Tour de France

Bei der ersten Bergankunft verliert Emanuel Buchmann neun Sekunden.

01.09.2020 - 21:14:11

107. Frankreich-Rundfahrt - Kleiner Tour-Dämpfer für Buchmann. Ein kleiner Dämpfer, mehr aber nicht. Überragend war wieder einmal Überflieger Roglic, auch wenn es für Gelb noch nicht reicht. Das begehrte Trikot behält Frankreichs Star Julian Alaphilippe.

  • Emanuel Buchmann - Foto: David Stockman/BELGA/dpa

    Emanuel Buchmann vom Team Bora-hansgrohe hat auf der 4. Etappen ein paar Sekunden verloren. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

  • Primoz Roglic - Foto: Christophe Ena/AP Pool/dpa

    Primoz Roglic hat die 4. Etappe der Tour de France f?r sich einschieden. Foto: Christophe Ena/AP Pool/dpa

Emanuel Buchmann - Foto: David Stockman/BELGA/dpaPrimoz Roglic - Foto: Christophe Ena/AP Pool/dpa

Orcières-Merlette - So richtig zufrieden schaute Emanuel Buchmann nach der 4. Etappe an der Skistation in 1825 Metern Höhe nicht drein.

«Bei 100 Prozent war das noch nicht. Als es richtig schnell wurde, hat es bei mir noch gefehlt», räumte der deutsche Hoffnungsträger ein, nachdem er bei der ersten Klettershow der 107. Tour de France einen kleinen Dämpfer erlitten hatte. Der Vorjahresvierte verlor bei der Bergankunft in Orcières-Merlette neun Sekunden auf den siegreichen Ex-Skispringer und Top-Favoriten Primoz Roglic, gegen dessen Wucht er machtlos war.

Bis einen Kilometer vor dem Ziel hatte Buchmann verbissen um den Anschluss gekämpft, dann musste er abreißen lassen. «Viel verloren habe ich noch nicht, das hält sich noch in Grenzen», sagte Buchmann. Vielmehr dürfte ihn besorgt haben, dass kein Teamkollege in seiner Nähe war. «Ich musste mich beim Berg selbst in Position fahren. Das war nicht optimal», monierte der Ravensburger.

Da hatten andere eine komfortablere Ausgangssituation. Roglic war von seinem Super-Team Jumbo-Visma perfekt in Position gebracht worden, den Rest erledigte der explosive Kletterspezialist selbst. «Ich habe gezeigt, dass ich bereit bin. Ich bin zurückgekommen und fühle mich von Tag zu Tag besser», sagte Roglic, der nach 160,5 Kilometern vor seinem Landsmann Tadej Pogacar siegte. Damit unterstrich er seine Favoritenrolle, auch wenn er das Gelbe Trikot des französischen Stars Julian Alaphilippe noch nicht in Gefahr brachte.

Wo Rad-Legende Eddy Merckx 1971 fast neun Minuten auf den spanischen Kletterspitzen Luis Ocaña verlor, hatte Buchmann beim 7,1 Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,7 Prozent Steigung nur kleine Probleme. «Da bin ich noch nicht erholt von dem Sturz», erklärte der 27-Jährige und fügte hinzu: «Es ist noch ein weiter Weg bis Paris. Es gibt noch viele Bergetappen.» Für Sportdirektor Enrico Poitschke war es bei der Vorgeschichte «keine Überraschung», dass sein Schützling etwas Zeit verloren hat. Buchmann war vor der Tour bei der Dauphiné-Rundfahrt schwer gestürzt.

Ansonsten taten sich die Topfavoriten nicht viel. Egan Bernal aus Kolumbien war direkt im Schlepptau der beiden Slowenen und büßte keine Zeit ein. Auch Thibaut Pinot war gut vertreten.

Zu kämpfen hatte auch Alaphilippe, doch seine schwächeren Kletterfähigkeiten machte er mit einer weiteren Energieleistung wett. So wird Frankreichs Liebling am Mittwoch zum 17. Mal in seiner Karriere das Gelbe Trikot tragen, womit er in der ewigen Bestenliste der Franzosen auf den neunten Platz vorrückte - auf einer Stufe mit Ex-Weltmeister André Darrigade und dem früheren Tour-Champion Roger Pingeon. «Eine Art Déja-vu», schrieb bereits die Sportzeitung «L'Equipe» mit Blick auf Alaphilippes Triumphfahrt aus dem Vorjahr.

Die Entscheidung über den Tagessieg fiel auf dem letzten Kilometer, als Roglic das Kommando übernahm. «Meine Jungs haben einen super Job gemacht. Ich hatte eine gute Position», sagte der 30-Jährige. Für den Teamkollegen von Tony Martin war es bereits der sechste Saisonsieg in 13 Renntagen. «Es ist ja nichts Neues, das er so gut fährt. Das ist er in den letzten Rennen auch schon gefahren», meinte Buchmann.

Zuvor hatte eine sechsköpfige Ausreißergruppe mit Nils Politt das Geschehen bestimmt. Direkt nach dem Start hatte das Sextett die Flucht ergriffen und zwischenzeitlich vier Minuten Vorsprung herausgefahren. Auf einer Abfahrt versuchte es Politt auch mal im Alleingang, wurde aber wieder eingeholt. Es war das erste Mal, dass sich der Paris-Roubaix-Zweite von 2019 in Szene setzte. Angeschlagen war der Kölner mit Rückenschmerzen bereits in die Tour gegangen. Am vorletzten Berg war dann aber Politts Unterfangen beendet.

Auf der 5. Etappe sind dann wieder die Sprinter gefragt. Über 183 Kilometer von Gap nach Privas warten nur zwei Berge der vierten Kategorie.

© dpa-infocom, dpa:200901-99-392248/6

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ausblick auf die 20. Etappe - Das bringt der Tag bei der Tour de France. Aus deutscher Sicht könnte Kämna nochmal auftrumpfen. Macht Primoz Roglic sein Meisterstück perfekt? Angesichts von 57 Sekunden Vorsprung, seinen Zeitfahr-Qualitäten und der bisherigen Dominanz sollte beim Bergzeitfahren für den Slowenen nichts mehr schiefgehen. (Sport, 19.09.2020 - 07:10) weiterlesen...

107. Frankreich-Rundfahrt - Das bringt der Tag bei der Tour de France. Aus deutscher Sicht könnte Kämna nochmal auftrumpfen. Macht Primoz Roglic sein Meisterstück perfekt? Angesichts von 57 Sekunden Vorsprung, seinen Zeitfahr-Qualitäten und der bisherigen Dominanz sollte beim Bergzeitfahren für den Slowenen nichts mehr schiefgehen. (Sport, 19.09.2020 - 04:34) weiterlesen...

107. Frankreich-Rundfahrt - Andersen als Ausreißerkönig der Tour - Roglic weiter in Gelb. Der Däne holt seinen zweiten Etappensieg. Das Gelbe Trikot trägt vor dem entscheidenden Bergzeitfahren weiter der Slowene Primoz Roglic. Sören Kragh Andersen hat wieder zugeschlagen und das deutsche Sunweb-Team erneut jubeln lassen. (Sport, 18.09.2020 - 20:56) weiterlesen...

Ausblick auf die 19. Etappe - Das bringt der Tag bei der Tour de France. Die Alpen sind auch geschafft, Primoz Roglic kann sich allmählich Gedanken über seine Siegesrede machen. Am Freitag hat der Slowene auf der Flachetappe unter normalen Umständen nichts zu befürchten. 325,2 Kilometer sind es nur noch bis Paris. (Sport, 18.09.2020 - 04:34) weiterlesen...

107. Frankreich-Rundfahrt - Tour: Roglic fast am Ziel - Kwiatkowski letzter Alpen-Sieger. Die letzte Alpen-Etappe gewinnt Ex-Weltmeister Kwiatkowski. Altstar André Greipel muss aufgeben. Wer soll Primoz Roglic noch stoppen? Ob bergauf, bergab oder über Schotterpisten - der Slowene fährt schier unaufhaltsam im Gelben Trikot in Richtung Paris. (Sport, 17.09.2020 - 17:28) weiterlesen...

Abschieds-Tour - Endstation Alpen: Greipel steigt auf der 18. Etappe vom Rad. Aufgeben kam für André Greipel lange nicht in Frage. Er quält sich über viele hohe Pässe, auf der letzten Alpen-Etappe aber geht nichts mehr. Seine wohl letzte Tour ist vorzeitig beendet. Seine zehnte Tour-Teilnahme ist bereits nach dem Sturz zu Beginn «eine Tortur». (Sport, 17.09.2020 - 15:52) weiterlesen...