Motorsport, Formel 1

Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen hat seinem Teamkollegen Sebastian Vettel die Pole Position für den Grand Prix von Monaco weggeschnappt.

27.05.2017 - 16:20:05

Großer Preis von Monaco - Räikkönen düpiert Vettel mit Fahrt auf die Pole. Der größte Verlierer des Tages ist aber Lewis Hamilton.

  • Kimi Räikkönen - Foto: Frank Augstein

    Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen startet in Monaco von der Pole. Foto: Frank Augstein

  • Die Schnellsten - Foto: Claude Paris

    Kimi Räikkönen (M) siegte in der Quali vor Sebastian Vettel (r) und Valtteri Bottas. Foto: Claude Paris

  • Sebastian Vettel - Foto: Claude Paris

    Sebastian Vettel musste nur seinem Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen den Vortritt lassen. Foto: Claude Paris

  • Aus dem Tunnel - Foto: Frank Augstein

    Sebastian Vettel kommt in Monaco aus dem Tunnel gerast. Foto: Frank Augstein

  • Lewis Hamilton - Foto: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hatte Probleme in der Quali. Foto:

    Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hatte Probleme in der Quali. Foto:

  • Grid Girls - Foto: Claude Paris

    Die Grid Girls in Monaco. Foto: Claude Paris

Kimi Räikkönen - Foto: Frank AugsteinDie Schnellsten - Foto: Claude ParisSebastian Vettel - Foto: Claude ParisAus dem Tunnel - Foto: Frank AugsteinLewis Hamilton - Foto: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hatte Probleme in der Quali. Foto:Grid Girls - Foto: Claude Paris

Monte Carlo - Sebastian Vettels Ärger über die verpasste Pole Position für den Formel-1-Klassiker in Monaco konnte auch das Pech seines Titelrivalen Lewis Hamilton kaum lindern.

Schmallippig und wortkarg gratulierte der WM-Spitzenreiter nach der Qualifikation in Monte Carlo seinem Ferrari-Kollegen Kimi Räikkönen zur unerwarteten Fahrt auf Startplatz eins. «Es war mit Sicherheit nicht so gut, wie ich es wollte», sagte Vettel, der sich mit 0,043 Sekunden Rückstand auf den Finnen mit Rang zwei begnügen musste und nur zwei Tausendstelsekunden vor Valtteri Bottas im Mercedes lag.

Der WM-Zweite Hamilton war im Silberpfeil als 14. sogar schon im zweiten Abschnitt gescheitert und hat trübe Aussichten für das sechste Saisonrennen am Sonntag. «Das Wochenende ist so ziemlich gelaufen für mich. Wenn ich jetzt noch einen Punkt bekäme, wäre das schon toll», sagte der Brite.

Gewohnt unterkühlt reagierte Räikkönen auf die 17. Pole Position seiner Karriere. Das letzte Mal war der Veteran vor neun Jahren beim Frankreich-Rennen in Magny-Cours von ganz vorn gestartet. Länger hatte noch kein Formel-1-Fahrer auf seine nächste Pole Position warten müssen. «Es ist der beste Ort dafür, am Start ganz vorn zu sein. Wir werden versuchen, das Beste draus zu machen», sagte der 37-Jährige.

Die Frage, ob er Vettel mit Blick auf die WM Platz machen werde, verneinte Räikkönen entschieden. Genau das begründete Vettels mäßige Laune. Schließlich hatte er die letzten Trainingseinheiten im Fürstentum dominiert und konnte nach Hamiltons vorzeitigem Aus darauf hoffen, mit einem Sieg den aktuellen Vorsprung von sechs Punkten deutlich auszuweiten. Dafür aber muss er nun an Räikkönen vorbei. «Ich wollte ein bisschen zu viel, war ein bisschen zu gierig», erklärte Vettel seine Fehler im mittleren Streckenabschnitt.

Der größte Verlierer des Tages aber war Hamilton. Der Vorjahressieger kam im Silberpfeil nie richtig auf Touren. Seine entscheidende Runde musste er dann abbrechen, weil McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne kurz vor ihm in die Leitplanken gekracht war. «Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin niedergeschlagen, aber ich werde im Rennen alles versuchen», sagte der 32-Jährige.

Angesichts der geringen Überholchancen auf dem winkligen Stadtkurs rechnet Hamilton jedoch eher mit einem frustrierenden Nachmittag. «Das wird vermutlich eine nette Sonntagsfahrt», sagte der dreimalige Weltmeister mit ironischem Unterton. Verpasst war damit auch die Gelegenheit, auf der legendären Rennstrecke an der Côte d?Azur die 65. Pole Position einzufahren und mit seinem Vorbild Ayrton Senna gleichzuziehen.

Mäßig verlief die Qualifikation auch für Nico Hülkenberg. Der Rheinländer kehrte als Zwölfter zurück an die Renault-Garage. Pascal Wehrlein wurde im Sauber Vorletzter.

@ dpa.de

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