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Motorsport, Formel 1

Die Formel-1-Teams stellen die Weichen für die Zukunft.

14.05.2020 - 12:12:05

Formel-1-Transfermarkt - Sainz Vettel-Nachfolger bei Ferrari - Ricciardo zu McLaren. Der Spanier Carlos Sainz erhält ab 2021 das Cockpit von Sebastian Vettel bei Ferrari. Für den Hessen hat sich derweil eine erste Wechseloption schon wenige Tage nach seinem feststehenden Aus zerschlagen.

  • Daniel Ricciardo - Foto: --/XinHua/dpa

    Fährt ab der Saison 2021 für McLaren: Daniel Ricciardo. Foto: --/XinHua/dpa

  • Carlos Sainz - Foto: David Davies/PA Wire/dpa

    Übernimmt das Vettel-Cockpit bei Ferrari: Carlos Sainz. Foto: David Davies/PA Wire/dpa

Daniel Ricciardo - Foto: --/XinHua/dpaCarlos Sainz - Foto: David Davies/PA Wire/dpa

Maranello/Woking - Ferrari setzt ab 2021 auf den Spanier Carlos Sainz als Nachfolger des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel. Wie die Scuderia bekanntgab, erhält der 25-Jährige bei den Italienern nach dieser Saison einen Zweijahresvertrag.

Gemeinsam mit Charles Leclerc (22) soll Sainz den Traditionsrennstall wieder an die Spitze führen, nachdem diese Mission mit dem Heppenheimer Vettel scheiterte. Für den 32-Jährigen fällt eine erste Wechselmöglichkeit aus, nachdem McLaren am Donnerstag die Verpflichtung des Australiers Daniel Ricciardo bekanntgab. Der 30-Jährige ersetzt dort Sainz.

Ferrari hatte erst am Dienstag die Trennung von Vettel zum Jahresende bekanntgegeben und präsentiert nur zwei Tage später in Sainz einen Nachfolger. Der Sohn von Rallye-Legende Carlos Sainz senior, der seit 2015 in der Formel 1 fährt, konnte bislang zwar noch kein Rennen gewinnen, gilt jedoch als aufstrebender Star. «Ich bin sehr gespannt auf die Zukunft mit dem Team», sagte Sainz, der diese Saison noch bei McLaren unter Vertrag steht, ehe er sich Ferrari anschließt.

«Carlos hat bereits fünf Saisons hinter sich und hat sich als sehr talentiert erwiesen. Er hat gezeigt, dass er über die technischen Fähigkeiten und die richtigen Eigenschaften verfügt», sagte Teamchef Mattia Binotto in einer Mitteilung. Sainz würde «ideal zu unserer Familie zu passen», betonte der Italiener. Das Team glaube daran, dass das Fahrerduo aus Sainz und dem Monegassen Leclerc «die bestmögliche Kombination sein wird, um die Ziele zu erreichen, die wir uns selbst gesetzt haben», sagte Binotto.

Nach Jahren der Mercedes-Dominanz hofft Ferrari wieder auf einen WM-Titel. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde in diesem Jahr noch kein Grand Prix bestritten, die ersten zehn Rennen abgesagt oder verschoben. Für den 5. Juli ist der Start in Österreich anvisiert, im besten Falle soll es 15 bis 18 Saisonläufe bis Jahresende geben. Die Teams nutzen die Zeit nun, um sich auf die Zukunft vorzubereiten.

So unterschrieb Vettels ehemaliger Teamkollege Ricciardo (30) am Donnerstag bei McLaren einen Vertrag über mehrere Jahre, nähere Angaben machte das Team aus dem englischen Woking jedoch nicht. Das frühere Weltmeisterteam McLaren bestreitet das Rennjahr 2021 nun mit Ricciardo und dem Engländer Lando Norris (20).

«Daniel hat sich als Rennsieger bewährt. Seine Erfahrung, sein Engagement und seine Energie werden eine wertvolle Ergänzung für McLaren und unsere Mission sein, wieder an die Spitze des Feldes zurückzukehren», sagte McLarens deutscher Teamchef Andreas Seidl.

Ricciardo fuhr 2014 gemeinsam mit Vettel bei Red Bull und landete als Dritter im Gesamtklassement zwei Plätze vor dem Hessen, der das Team anschließend in Richtung Ferrari verließ. Dort ist für den 32-Jährigen am Ende dieses Jahres Schluss. Noch ist unklar, ob der Heppenheimer seine Karriere fortsetzt. Auch Vettel galt zunächst noch als Kandidat auf das Cockpit bei McLaren, muss sich nun aber nach anderen Optionen in der Motorsport-Königsklasse umsehen.

Ricciardo konnte bislang sieben Grand Prix gewinnen, letztmals 2018 in Monaco. Seit dem vergangenen Jahr fährt er für Renault, schaffte es mit den Franzosen aber noch nicht zu einem Triumph und wird nach zwei Jahren wieder gehen. «Mein nächstes Kapitel hat noch nicht begonnen, also lasst uns dieses stark beenden», twitterte Ricciardo.

@ dpa.de

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