Motorsport, Formel 1

Die erhoffte WM-Wende ist für Sebastian Vettel und Ferrari ganz weit weg.

11.05.2019 - 16:56:05

Formel 1 in Spanien - Vettel wieder chancenlos: Bottas holt Pole Position. In Barcelona dominiert wieder Mercedes. Der WM-Führende Valtteri Bottas schnappt sich die Pole Position. Spannung verspricht derzeit nur das Duell des Finnen mit Teamkollege Lewis Hamilton.

  • Schnellster - Foto: Der Finne Valtteri Bottas holt sich die Pole in Barcelona. Foto: Manu Fernandez/Ap

    Der Finne Valtteri Bottas holt sich die Pole in Barcelona. Foto: Manu Fernandez/Ap

  • Fixer Finne - Foto: Valtteri Bottas (M) startet in Barcelona von Startplatz eins, vor Teamkollege Lewis Hamilton (l) und Sebastian Vettel. Foto: Manu Fernandez/AP

    Valtteri Bottas (M) startet in Barcelona von Startplatz eins, vor Teamkollege Lewis Hamilton (l) und Sebastian Vettel. Foto: Manu Fernandez/AP

Schnellster - Foto: Der Finne Valtteri Bottas holt sich die Pole in Barcelona. Foto: Manu Fernandez/ApFixer Finne - Foto: Valtteri Bottas (M) startet in Barcelona von Startplatz eins, vor Teamkollege Lewis Hamilton (l) und Sebastian Vettel. Foto: Manu Fernandez/AP

Barcelona - Ratlos schaute Sebastian Vettel immer wieder von rechts nach links, von seinem geparkten Ferrari zum Mercedes von Valtteri Bottas.

Nach der nächsten herben Niederlage in der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Spanien suchte Vettel bei seiner Kurz-Inspektion auf der Zielgeraden nach Gründen für die erdrückende Überlegenheit der Silberpfeile. Startplatz drei hinter WM-Spitzenreiter Bottas und Titelverteidiger Lewis Hamilton - mehr war in Barcelona wieder einmal nicht drin für den Hessen, trotz einer neuen Motoren-Ausbaustufe. «Ich bin zufrieden, aber nicht wirklich glücklich», sagte Vettel.

Auf dem Circuit de Catalunya deutet vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) alles auf den fünften Doppelerfolg für Mercedes in Serie hin. «Wir waren nicht in der Lage, mit ihnen mitzuhalten», stellte Vettel ernüchtert fest. Mehr als acht Zehntelsekunden fehlten dem 31-Jährigen auf die Bestzeit des Finnen Bottas. Die Hoffnung, mit einem kräftig erneuerten Ferrari die Lücke zu den Mercedes zu schließen, erfüllte sich nicht. Ganz im Gegenteil.

In allen Trainingseinheiten waren die Silberpfeile deutlich schneller. «Wir haben gedacht, Ferrari wäre näher dran», verriet Bottas. So ging es nur darum, ob der WM-Führende oder wie in den vergangenen drei Jahren Hamilton Startplatz eins in Spanien erobern würde. Am Ende distanzierte der in diesem Jahr erstarkte Bottas seinen Teamkollegen unerwartet klar, weil Hamilton sich bei seiner entscheidenden Runde einen dicken Schnitzer erlaubte. «Ich habe das wirklich genossen, diesen Adrenalin-Rausch», sagte Bottas.

Einen Punkt Vorsprung auf seinen britischen Rivalen nimmt der 29-Jährige mit in den Grand Prix, beide haben in diesem Jahr je zwei Rennen gewonnen. Für Bottas ist es die dritte Pole Position nacheinander. Hamilton, für gewöhnlich in der Qualifikation auf der Höhe seines Könnens, hatte daran hörbar zu knabbern. «Ich habe den Job nicht erledigt, habe es am Ende nicht hinbekommen», sagte der fünfmalige Champion.

Mehr und mehr scheint sich das Titelrennen wieder zu einem reinen Zweikampf der Silberpfeil-Piloten zu entwickeln. Zuletzt war das 2016 so, als das Duell zwischen Hamilton und Nico Rosberg eskalierte. Noch versichern sich der Brite und Bottas immer wieder ihres gegenseitigen Respekts. Aber wie lange wird Hamilton den Frieden wahren, wenn er weitere Niederlagen einstecken muss?

Herausforderer Vettel indes hat bei schon 35 Punkten Rückstand auf Bottas ganz andere Sorgen. Eigentlich sollte der Europa-Auftakt der Start für die WM-Wende sein. Doch die Probleme des zickigen Ferrari sind alles andere als behoben. Auch Vettels Teamkollege Charles Leclerc war als Fünfter chancenlos und verlor mehr als eine Sekunde auf Bottas. Vor allem in langsamen Kurven büßt der SF90 enorm viel Zeit ein. «Das ist mehr als eine Achillesferse», gestand Vettel. «Das Auto fühlt sich nicht schlecht an, aber wir sind einfach nicht schnell genug.»

@ dpa.de

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