Motorsport, Formel 1

Der starke Trainingsauftritt macht Ferrari und Sebastian Vettel Mut für die Formel-1-Qualifikation in Bahrain.

07.04.2018 - 05:32:06

Grand Prix von Bahrain - Startplatz-Jagd in der Wüste: Vettel hofft auf Pole. Mercedes-Star Lewis Hamilton startet mit einem Handicap.

Sakhir - Die Startplatz-Jagd für das Formel-1-Rennen in Bahrain am Samstag könnte spannender als erwartet werden.

Im Training lag Ferrari mit WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel und dem Tagesschnellsten Kimi Räikkönen am Freitag unerwartet klar vor den beiden Mercedes-Fahrern Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, die als Favoriten nach Sakhir gekommen waren. Titelverteidiger Hamilton büßte schon vor dem Abschlusstraining die Chance auf die Pole Position ein, weil er wegen eines regelwidrigen Getriebewechsels fünf Startplätze zurückversetzt wird.

Beim Auftakt in Australien vor zwei Wochen hatte der 33 Jahre alte Brite in seinem Silberpfeil die Konkurrenz in der Qualifikation noch deklassiert. Doch auf dem Wüstenkurs kamen die Mercedes bislang nicht so wie gewohnt in Fahrt. «Wir dürfen keine voreiligen Schlüsse ziehen», warnte Ferrari-Fahrer Vettel jedoch. Schließlich kann Mercedes für gewöhnlich in der Qualifikation die Motorleistung noch einmal erhöhen und so die Angriffe der Widersacher abwehren. Das könnte dem Finnen Bottas wie in der Vorsaison zur Pole Position in Bahrain verhelfen.

Allerdings geht das silberne Lager davon aus, dass Ferrari inzwischen bei der Stärke des Motors nahezu aufgeschlossen hat. Auf der Strecke in Bahrain, die mit ihren vielen Geraden den Antrieb fordert, kann die Scuderia sich daher durchaus Hoffnungen auf eine Wiederholung von Vettels Vorjahressieg machen. «Wir haben ein paar Fortschritte gemacht», stellte der Hesse fest.

Nach seinem etwas glücklichen Sieg in Melbourne will der 30-Jährige seine Führung in der Gesamtwertung beim zweiten Saisonlauf am Sonntag verteidigen. Qualifikation und Rennen werden nach Einbruch der Dunkelheit unter Flutlicht ausgetragen und versprechen spektakuläre Bilder.

@ dpa.de

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