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Handball, Bundesliga

Die Handball-Bundesliga erlebt vor allem im Abstiegskampf ein irres Herzschlagfinale.

10.06.2019 - 05:08:06

Handball-Bundesliga - Herzschlagfinale: Flensburg jubelt, Gummersbach weint. Während die SG Flensburg-Handewitt die dritte Meisterschaft bejubelt, herrscht beim VfL Gummersbach nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte tiefe Trauer.

  • Flensburg-Fans - Foto: Guido Kirchner

    Die mitgereisten Flensburger Fans machen vor dem Spiel Stimmung im Gästeblock. Foto: Guido Kirchner

  • Füchse Berlin - Foto: Andreas Gora

    Die Füchse spielen trotz der Niederlage nächstes Jahr international. Foto: Andreas Gora

  • Deutscher Meister - Foto: Guido Kirchner

    Die SG Flensburg-Handewitt ist erneut deutscher Handball-Meister. Foto: Guido Kirchner

  • Tanzeinlage - Foto: Guido Kirchner

    Die Spieler von Flensburg legten nach dem Spiel einen Freudentanz aufs Parkett. Foto: Guido Kirchner

  • Gelungener Abschied - Foto: Guido Kirchner

    Sein Ende bei Flensburg hätte sich Tobias Karlsson nicht besser ausmalen können. Foto: Guido Kirchner

  • Erfolgstrainer - Foto: Guido Kirchner

    Maik Machulla (M) führte die Flensburger nun schon zu zwei Meistertiteln. Foto: Guido Kirchner

  • Durstig - Foto: Guido Kirchner

    Jim Gottfridsson (r) nimmt nach dem Spiel einen großen Schluck aus der Flasche. Foto: Guido Kirchner

  • Trauer - Foto: Christoph Schmidt

    Gummersbachs Marvin Sommer tröstet nach Spielende Bietigheims Jan Asmuth. Beide Teams sind abgestiegen. Foto: Christoph Schmidt

  • Niedergeschlagen - Foto: Christoph Schmidt

    Die Gummersbacher sitzen nach Spielende niedergeschlagen am Spielfeldrand. Foto: Christoph Schmidt

  • Hoch soll er leben - Foto: Benjamin Nolte

    Trainer Machulla wird von seinen Spielern in die Höhe geworfen. Foto: Benjamin Nolte

  • Kabinen-Party - Foto: Benjamin Nolte

    Die Flensburger jubeln in der Kabine über die gewonnene Meisterschaft. Foto: Benjamin Nolte

  • Frust - Foto: Christoph Schmidt

    Gummersbachs Ivan Martinovic sitzt nach Spielende und dem feststehenden Abstieg niedergeschlagen am Tor. Foto: Christoph Schmidt

  • Alfred Gislason - Foto: Axel Heimken

    Für Alfred Gislason blieb mit dem THW Kiel zum Bundesliga-Abschied nur Rang zwei. Foto: Axel Heimken

Flensburg-Fans - Foto: Guido KirchnerFüchse Berlin - Foto: Andreas GoraDeutscher Meister - Foto: Guido KirchnerTanzeinlage - Foto: Guido KirchnerGelungener Abschied - Foto: Guido KirchnerErfolgstrainer - Foto: Guido KirchnerDurstig - Foto: Guido KirchnerTrauer - Foto: Christoph SchmidtNiedergeschlagen - Foto: Christoph SchmidtHoch soll er leben - Foto: Benjamin NolteKabinen-Party - Foto: Benjamin NolteFrust - Foto: Christoph SchmidtAlfred Gislason - Foto: Axel Heimken

Frankfurt/Main - Ausgelassene Meisterparty bei der SG Flensburg-Handewitt, Abschiedstränen beim Bundesliga-Dino VfL Gummersbach: Im dramatischen Saisonfinale der Handball-Bundesliga gab es große Emotionen.

MEISTER: Zum dritten Mal nach 2004 und 2018 triumphierten die Flensburger. Entsprechend euphorisch ging es nach dem 27:24 beim Bergischen HC zu. Schon im Düsseldorfer ISS Dome floss das Bier in Strömen, später ging es mit dem Flieger in die Heimat, wo am Montagmittag der große Meisterempfang über die Bühne gehen soll.

Trainer Maik Machulla verfolgte die Jubelszenen mit feuchten Augen. «Der gesamte Verein hat es verdient, denn es steckt sehr viel Arbeit dahinter», sagte der 42-Jährige gerührt. Für ihn selbst war es im zweiten Jahr als Coach der zweite Titel. «Es ist schön, dass ich nun in den Geschichtsbüchern stehe», meinte Machulla.

ABSCHIED: Des einen Freud war des anderen Leid. Für Erfolgstrainer Alfred Gislason blieb mit dem THW Kiel zum Bundesliga-Abschied nur Rang zwei. «Es waren schöne elf Jahre in Kiel», sagte der 59 Jahre alte Isländer nach dem 30:26 gegen Hannover. «Ich bin sehr stolz auf die Zeit hier.» Immerhin holte Gislason mit den Kielern, die mit lediglich sechs Minuspunkten nun bester Vizemeister der Bundesliga-Historie sind, den DHB-Pokal und den EHF-Cup.

ABSTIEG: Tränen der Enttäuschung flossen beim VfL Gummersbach: Nach 53 Jahren muss der Bundesliga-Dino erstmals absteigen. Im Herzschlagfinale gab ein Tor zugunsten des punktgleichen Rivalen Eulen Ludwigshafen den Ausschlag gegen den zwölfmaligen deutschen Meister, dem das 25:25 bei Mitabsteiger SG BBM Bietigheim nicht zur Rettung reichte. «Es ist schwer, Worte zu finden. Jetzt schauen wir beide in die Röhre», sagte VfL-Trainer Torge Greve. «Man sieht nur weinende Männer.»

Auch Deutschlands Handball-Legende Heiner Brand, der seine gesamte Karriere lang in Gummersbach spielte, war bestürzt. «Es ist so gekommen, wie ich es befürchtet habe», sagte der 66-Jährige. «Für Handball-Deutschland ist ein Verlust. Künftig fehlt ein ganz großer Name.»

EUROPA-STARTPLÄTZE: Die letzten Tickets für den EHF-Pokal sicherten sich die MT Melsungen und die Füchse Berlin. Der SC Magdeburg um Torschützenkönig Matthias Musche (256 Tore) und die Rhein-Neckar Löwen hatten den internationalen Startplatz bereits zuvor sicher.

@ dpa.de