Handball, WM

Berlin - Der Anfang ist gemacht: Die deutschen Handballer haben ihre Pflichtaufgabe zum Auftakt gelöst und sich mit einer Tore-Gala fĂŒr die Medaillen-Mission bei der Heim-WM eingeworfen.

10.01.2019 - 20:02:06

Auftakt geglĂŒckt - Deutsche Handballer starten souverĂ€n in Heim-WM

  • Guter Start - Foto: Soeren Stache

    Die DHB-Auswahl mit Trainer Christian Prokop ist erfolgreich in das Heim-Turnier gestartet. Foto: Soeren Stache

  • Sicherer RĂŒckhalt - Foto: Soeren Stache

    Deutschlands Nummer Eins: Andreas Wolff. Foto: Soeren Stache

  • Mercedes-Benz Arena - Foto: Michael Kappeler

    Die ausverkaufte Mercedes-Benz Arena. Foto: Michael Kappeler

  • Uwe Gensheimer - Foto: Michael Kappeler

    Deutschlands Top-TorschĂŒtze Uwe Gensheimer jubelt ĂŒber einen erfolgreichen Abschluss. Foto: Michael Kappeler

  • Vereinigtes Korea - Foto: Soeren Stache

    Das gemeinsame Team von Nord- und SĂŒdkorea steht vor dem Spiel auf dem Feld. Foto: Soeren Stache

  • Zweikampf - Foto: Michael Kappeler

    Deutschlands Steffen Weinhold (l) in Aktion gegen Koreas Park Dongkwang. Foto: Michael Kappeler

Guter Start - Foto: Soeren StacheSicherer RĂŒckhalt - Foto: Soeren StacheMercedes-Benz Arena - Foto: Michael KappelerUwe Gensheimer - Foto: Michael KappelerVereinigtes Korea - Foto: Soeren StacheZweikampf - Foto: Michael Kappeler

Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop fertigte im WM-Eröffnungsspiel in Berlin eine klar unterlegene koreanische Auswahl mit 30:19 (17:10) ab. KapitĂ€n Uwe Gensheimer war gegen den aus Nord- und SĂŒdkoreanern zusammengesetzten Außenseiter mit sieben Treffern bester Werfer der DHB-Auswahl. Den nĂ€chsten Schritt zum Einzug in die Hauptrunde kann Prokops Team am Samstag (18.15 Uhr) machen, wenn es ebenfalls in der Mercedes-Benz Arena gegen Brasilien geht.

Einen ersten Vorgeschmack auf die außergewöhnliche Stimmung, die sie bei der WM erwartet, hatte die DHB-Auswahl bereits vor dem Anpfiff erhalten. Kurz nachdem BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier das Turnier vor 13.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena eröffnet hatte, wurde Prokops Mannschaft vom tosenden Applaus der Fans empfangen.

Das sorgte nicht nur bei TorhĂŒter Silvio Heinevetter fĂŒr große Augen, sondern beeindruckte offenbar einige Spieler der DHB-Auswahl noch in den Anfangsminuten. Steinmeier, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Altkanzler Gerhard Schröder und der IOC-PrĂ€sident Thomas Bach - sie alle schauten von der TribĂŒne aus zu, als Jung Suyoung die koreanische Auswahl nach wenigen Sekunden mit dem ersten Treffer des Turniers in FĂŒhrung brachte. Zwar baute die deutsche Mannschaft ihre FĂŒhrung anschließend schnell aus. GeprĂ€gt wurde der erste Durchgang aber nicht von Toren, sondern von etlichen Zwei-Minuten-Strafen.

Die aus 16 SĂŒd- und vier Nordkoreanern zusammengesetzte Auswahl ging alles andere als zimperlich mit den deutschen Spielern um. Und die DHB-Auswahl reagierte darauf ebenfalls mit zahlreichen vermeidbaren Fouls. Allein in der ersten HĂ€lfte kassierte Prokops Mannschaft fĂŒnf Zwei-Minuten-Strafen. Zudem vergaben Patrick Groetzki, Gensheimer, Hendrik Pekeler und Co. gegen den ĂŒberragenden TorhĂŒter Park Jaeyong teils hochkarĂ€tige Chancen und verpassten eine noch höhere FĂŒhrung.

«Es herrscht eine tolle Stimmung in der Halle, die das Spiel am Anfang emotional ein wenig aufgeheizt hat», sagte BundesprĂ€sident Steinmeier zur Pause. Das fiel aber alles nicht groß ins Gewicht, weil die Koreaner ĂŒber weite Strecken klar unterlegen waren. Zudem vereitelte TorhĂŒter Andreas Wolff mit etlichen starken Paraden weitere Treffer der Asiaten, die in der zweiten Halbzeit einbrachen. Denn jetzt legte die deutsche Mannschaft unter immer wieder aufkommendem Applaus richtig los.

Schon die Einwechslung des Berliner Keepers Heinevetter sorgte im zweiten Durchgang fĂŒr Begeisterung. Auch die Trefferquote stimmte jetzt. Jannik Kohlbacher, Patrick Wiencek und Co. bauten die deutsche FĂŒhrung kontinuierlich aus. Die Koreaner hatten dem kaum noch etwas entgegenzusetzen. Dass die Zusammensetzung ihres Teams hauptsĂ€chlich friedenspolitische anstatt sportliche GrĂŒnde hatte, zeigte sich auch am Einsatz ihrer Akteure: Von den Nordkoreanern im Team kam kaum jemand zum Einsatz.

@ dpa.de