Fußball, Bundesliga

Zuhause sind die Gladbacher eine Macht.

05.11.2018 - 04:58:05

Eberl: «Das macht Spaß» - Gladbach mit Offensivkraft auf Rang zwei. Mit ihrer geballten Offensivkraft ist die Mannschaft auf Platz zwei gesprungen. Die Düsseldorfer haderten mal wieder mit dem Schiedsrichter.

Mönchengladbach - Mit dem achten Heimsieg in Serie und insgesamt zehn Heimspielen ohne Niederlage hat sich Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach zum ersten Jäger des souveränen Spitzenreiters Borussia Dortmund gemausert.

Bemerkenswert war die Reaktion der Mannschaft, die vier Tage zuvor im Pokal noch mit 0:5 gegen Bayer Leverkusen untergegangen war. «Es war ein Spiel, das uns gefordert hat», befand Sportdirektor Max Eberl. Der 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf hatte mehrere Gründe.

OFFENSIVQUALITÄT: In Raffael und 23-Millionen-Euro-Stürmer Alassane Plea kehrten zwei wichtige Fixpunkte im Angriff zurück. Neuer verlässlicher Torjäger ist Thorgan Hazard, der schon sieben Treffer erzielen konnte. Dazu gesellen sich noch Spieler wie Lars Stindl oder torgefährliche Mittelfeldspieler wie Jonas Hofmann. «Da kommt richtig Qualität auf den Platz», meinte Eberl. Zudem hat die Mannschaft nun schon in 16 Spielen in Serie mindestens einen Treffer erzielt.

CHARAKTERSTÄRKE: Nach einem 0:5 vor eigenem Publikum ist es nicht einfach, den Tabellenvorletzten mal eben aus dem Stadion zu schießen. «Das klingt alles so einfach, aber wir mussten auch Geduld beweisen», meinte Borussias Torhüter Yann Sommer. «Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt», sagte Sportdirektor Eberl. «Wir sind ruhig geblieben und haben auf unsere Chancen gewartet. Dafür sind wir heute belohnt worden», sagte Mittelfeldspieler Florian Neuhaus, der vergangene Saison als Leihspieler mit Fortuna aufgestiegen ist.

SPITZENPOSITION: Zum zweiten Mal haben die Gladbacher in dieser Saison Platz zwei hinter Borussia Dortmund erobert. «Diese 20 Punkte tun uns gut, Platz zwei ist auch schön. Das macht Spaß in solchen Gefilden», meinte Eberl. «Das ist eine gute Bilanz», sagte auch Torhüter Sommer. Jetzt muss die Elf vom Niederrhein die Spitzenposition am nächsten Samstag bei Verfolger Werder Bremen verteidigen.

ELFMETERGLÜCK: Hätte Schiedsrichter Felix Brych den Handelfmeter in der 47. Minute, als Kaan Ayhan den Ball aus kurzer Entfernung an den Unterarm bekam, nicht gepfiffen, wären Proteste der Gladbacher wohl ausgeblieben. «Eisvogel» Hazard nutzte die Chance zum 1:0. Düsseldorfs Keeper Rensing blieb auch im 20. Versuch ohne Glück und musste den 20. Strafstoß passieren lassen. Es war bereits der dritte Handelfmeter gegen die Düsseldorfer in dieser Spielzeit. «Er war zumindest fragwürdig», sagte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel.

@ dpa.de

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