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Fußball, Conference League

Union Berlin hat den ersten Sieg in der Gruppenphase der Conference League geschafft.

30.09.2021 - 23:34:08

Conference League - Union Berlin mit Rotation zum Sieg gegen Haifa. Die Eisernen überzeugen gegen den israelischen Meister Maccabi Haifa trotz mehrerer Wechsel in der Startformation.

  • Souver?ner Heimsieg - Foto: Andreas Gora/dpa

    Union Berlin feierte gegen Maccabi Haifa einen souver?nen Heimsieg. Foto: Andreas Gora/dpa

  • Union-F?hrung - Foto: Andreas Gora/dpa

    Andreas Voglsammer (r) brachte Union in F?hrung. Foto: Andreas Gora/dpa

  • Rotes Olympiastadion - Foto: Andreas Gora/dpa

    Rot statt blau: Das Olympiastadion war wieder ganz in den Farben von Union. Foto: Andreas Gora/dpa

  • Vorentscheidung - Foto: Andreas Gora/dpa

    Kevin Behrens (l) sorgte mit seinem Tor zum 2:0 f?r die Vorentscheidung. Foto: Andreas Gora/dpa

Souver?ner Heimsieg - Foto: Andreas Gora/dpaUnion-F?hrung - Foto: Andreas Gora/dpaRotes Olympiastadion - Foto: Andreas Gora/dpaVorentscheidung - Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin - Urs Fischer klatschte ohne große Regung seine Ersatzspieler um den geschonten Max Kruse ab, die Fans feierten mal wieder im Stadion von Stadtrivale Hertha BSC eine rot-weiße Party: Union Berlin und Europa - da wird langsam was draus.

Dank seines treffsicheren B-Sturms ist der Fußball-Bundesligist in der Conference League wie von Trainer Fischer gefordert «auch mit Punkten in der Tabelle angekommen». «Es ist unglaublich, es macht megaviel Spaß», kommentierte Auftakttorschütze Andreas Voglsammer den Jubel der Fans.

Er hatte in der 33. Minute das 1:0 erzielt, Kevin Behrens (48.) und der diesmal als Joker eingesetzte Taiwo Awoniyi (77.) sorgten am Donnerstagabend beim letztlich ungefährdeten 3:0 (1:0) der Eisernen gegen den israelischen Meister Maccabi Haifa für die weiteren die Tore zum ersten Sieg in der Gruppenphase. «Wir haben es gut gemacht, wir haben es souverän angenommen», sagte Behrens. «Jetzt gilt es, zu regenerieren und die schwierige Aufgabe Mainz vorzubereiten», betonte allerdings der Coach der Unioner in bekannt uneuphorischer Art mit Blick auf die kommende Liga-Aufgabe am kommenden Sonntag.

Nach dem ersten Gastspiel einer israelischen Mannschaft im Berliner Olympiastadion steht die nächste internationale Reifeprüfung für die Berliner am 21. Oktober mit dem schweren Auswärtsspiel gegen den niederländischen Traditionsclub Feyenoord Rotterdam an. Dann kann in der Gruppe E schon ein wichtiger Schritt zum erhofften Erreichen der K.o.-Runde im neuen Europapokal gemacht werden. «Da wollen wir auch wieder punkten», sagte Behrens.

Fischer überrascht mit Intensiv-Rotation

Mit seiner Intensiv-Rotation überraschte Union-Trainer Fischer. Kein Max Kruse und erstmal auch kein Awoniyi im Sturm, kein Andreas Luthe im Tor. Die Fixpunkte der Eisernen saßen zur Schonung auf der Bank. Ersatzschlussmann Frederik Rönnow hätte sich kaum einen geruhsameren Abend für sein Debüt aussuchen können. Das von Fischer vorab als besonders gefährlich bezeichnete Umschaltspiel der Gäste aus Haifa fand praktisch nicht statt. Der junge Däne konnte sich kaum auszeichnen.

Union brauchte mit Behrens, Voglsammer und Sheraldo Becker als neuformiertem Dreier-Start-Angriff seinerseits eine ganze Weile, um in Schwung zu kommen. Die für das intensive Union-Spiel wichtigen Mechanismen fehlten ganz offensichtlich. Fast eine halbe Stunde waren die gewohnt euphorischen Fangesänge der 23 342 Zuschauer im rotbeleuchteten historischen Rund unterhaltsamer als das Spiel.

Dann versuchte es Kevin Möhwald (29.) bei seiner Europacup-Premiere aus der Distanz - ohne Erfolg. Behrens (30.) war wenig später überrascht, den Ball im Zentrum sorglos von den Israelis überlassen zu bekommen und gab ihn unfreiwillig schnell wieder her.

Voglsammer macht den Anfang

Wie es besser geht, demonstrierte der 1:0-Siegtorschütze aus dem Bielefeld-Spiel vom Samstag wenig später. Energisch drang er in den Strafraum ein. Voglsammer musste zu seinem zweiten Europacup-Tor nur noch einschieben. Seinen eigenen zweiten internationalen Treffer verbuchte Behrens kurz nach der Pause. Wuchtig köpfte er zum 2:0 ein.

Im Gegensatz zum 1:3 bei Slavia Prag, als Behrens auch getroffen hatte, ließen sich die Berliner aus mangelnder internationaler Reife diesmal nicht spät überrumpeln. Rönnow musste zwar doch noch ein paar Mal zupacken. In Gefahr geriet der Premierensieg aber nicht mehr, zumal auch Awoniyi nach seiner Einwechslung seine Treffsicherheit noch einmal sehenswert demonstrierte.

© dpa-infocom, dpa:210930-99-434906/4

@ dpa.de