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Fußball, Bundesliga

Schritt für Schritt kommt Werder Bremen dem Klassenerhalt in der Bundesliga näher.

13.02.2021 - 19:02:11

21. Spieltag - Keine Tore in Bremen: Werder zu stabil für Freiburg. Ein Verein, der jahrelang für attraktiven Offensivfußball stand, zeigte auch beim 0:0 gegen Freiburg seine neue Qualität.

Bremen ? Werder Bremen gehört wieder zur Bundesliga-Spitze - zumindest was die Abwehrarbeit anbelangt. Das 0:0 gegen den SC Freiburg ist zwar noch kein Anlass zum Durchatmen im Abstiegskampf.

Aber mit nur sechs Gegentoren in sieben Spielen hat der Tabellenelfte im Jahr 2021 zusammen mit dem VfL Wolfsburg die stabilste Defensive aller 18 Bundesliga-Clubs. «Das war noch kein Riesenschritt, wir müssen weiter wachsam bleiben», sagte Trainer Florian Kohfeldt. «Aber die Leistung war wieder in Ordnung. Wir müssen den Weg in dieser Saison andersherum gehen. Wir müssen die defensive Stabilität erhöhen, um irgendwann wieder Offensivfußball spielen zu können.»

Zum Vergleich: Als Werder im vergangenen Jahr beinahe abgestiegen wäre, hatte man mit 69 Gegentoren in 34 Spielen die zweitschlechteste Abwehr der Fußball-Bundesliga. Obwohl der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur sechs Punkte beträgt, dürften die Bremer zumindest in dieser Verfassung eine deutlich sorgenfreiere Saison 2020/21 spielen. Seit dem 0:2 gegen Union Berlin am 3. Januar setzt Kohfeldt hinten auf eine mittlerweile sehr eingespielte Dreierreihe aus Milos Veljkovic, Marco Friedl und dem in Freiburg ausgebildeten Ömer Toprak. Und selbst als Veljkovic zur Pause durch den nur noch selten berücksichtigten Kapitän Niklas Moisander ersetzt werden musste, büßte Werder dadurch nichts von seiner Kompaktheit ein.

Der durch Wadenprobleme gehandicapte Veljkovic hatte kurz vor seiner Auswechselung sogar die beste Chance des Spiels, als er per Kopf aus kürzester Distanz am Freiburger Torwart Florian Müller scheiterte (36.). Aber selbst in dieser frühen Phase hatte Kohfeldt bereits von der Seitenlinie aus auf das Spielfeld gerufen: «Männer, stabil bleiben!». In Zeiten des Abstiegskampfes und der wirtschaftlichen Probleme ist das umständehalber das neue Motto eines Clubs, bei dem attraktiver Kombinationsfußball eigentlich zur DNA gehört. «Wenn ich wie früher in Block 51 gesessen hätte, wäre ich jetzt auch nicht nach Hause gefahren und hätte gesagt: Yes, wie geil!», meinte Kohfeldt. «Aber wir haben es gut gemacht, damit bin ich sehr zufrieden.»

Und die Freiburger? Eine Woche nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund verpasste es die Mannschaft von Christian Streich, noch näher an die Europa-League-Plätze der Bundesliga heranzukommen. Zwei Tage nach seiner erneuten Vertragsverlängerung konnte der 55-Jährige mit dem Auftritt dennoch zufrieden sein, auch weil der Sport-Club dem Sieg in der Schlussphase näher war und durch den früheren Bremer Nils Petersen die beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit besaß (77.).

«Es ist extrem schwierig, gegen dieses Bremer 5-3-2-System zu spielen», sagte Streich. «In der zweiten Halbzeit sind wir immer besser ins Spiel gekommen, die letzten 20 Minuten waren richtig gut. Dass wir in dieser Zeit keinen einzigen Konter zugelassen haben, ist eine sehr reife Leistung. Gegen eine extrem schwierig zu bespielende Mannschaft wie Bremen, die alles zuschiebt, waren aber wir nicht sauber genug. Am Ende müssen wir zufrieden sein.»

© dpa-infocom, dpa:210213-99-428557/3

@ dpa.de

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