Fußball, Bundesliga

Schalke 04 hat zum sechsten Mal in Folge gewonnen und bleibt Zweiter.

31.03.2018 - 19:02:06

28. Spieltag - Schalker Minimalisten vertagen Bayern-Feier - Streich wütend. Die größten Diskussionen nach dem Spiel gab es aber wegen eines Platzverweises für Freiburg.

Gelsenkirchen - Die Schalker Minimialisten feierten ausgelassen gleich zwei Vereinsrekorde, beim SC Freiburg herrschten dagegen Wut und Entsetzen. 

Trainer Christian Streich war nach der Gelb-Roten Karte gegen seinen Torjäger und Kapitän Nils Petersen auf die Tribüne geschickt worden, «weil ich ein Schimpfwort benutzt habe». Und auch fast eine Stunde nach der 0:2 (0:0)-Niederlage hatte sich der SC-Coach noch nicht beruhigt.

«Ich sage nix, das ist besser», meinte der 52-Jährige mürrisch - und ließ dann auf Nachfrage seinen Emotionen doch freien Lauf. Petersen habe gar nicht mitbekommen, dass er eine Gelbe Karte hatte, weil Schiedsrichter Tobias Stieler sie ihm im Rücken gezeigt habe, erklärte Streich. Das sei «unglaublich». Und deshalb forderte er die Annullierung des Platzverweises.

«Alles andere als eine Rücknahme wäre ja absurd. Das geht ja nicht», sagte der Coach des Tabellen-14.: «Er hat die Karte nicht gesehen. Er hat hinten ja keine Augen. Und wenn der Spieler die Gelbe Karte nicht wahrnehmen kann, wie soll er dann denken, er hätte eine? Die zweite war also die erste.»

Nur schwer verbergen konnten die Freiburger auch ihren besonderen Ärger darüber, dass ausgerechnet Stieler der Urheber dieser unglücklichen Szene war. Der Hamburger hatte im Oktober in Stuttgart (0:3) Caglar Söyüncü Rot gezeigt und das später als Fehler bezeichnet. «80 Minuten unberechtigt in Unterzahl zu spielen, war das Schlimmste, was uns passiert ist. Und heute wurde fortgesetzt, was da passiert ist», sagte Streich. SC-Sportvorstand Jochen Saier sagte: «Dass wir uns über dieses Erlebnis 2.0 nicht freuen, ist klar.»

Große Freude herrschte dagegen bei den Schalkern. Sie festigten durch den Sieg Platz zwei und dürfen mehr denn je von einem Champions-League-Comeback nach vier Jahren träumen. Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte feierten sie sechs Bundesliga-Erfolge in Serie, zum ersten Mal überhaupt fünf Siege hintereinander ohne Gegentor. Dass die Schalker mit dem Sieg die Oster-Meisterfeier des FC Bayern schon vor dem Anpfiff dessen Spitzenspiels gegen Dortmund vertagten, war da fast schon eine Randnotiz.

«Das war ein Riesenspaß. Das könnte ich öfter machen», sagte Guido Burgstaller, Schütze des 2:0 (71.), nachdem er erstmals in seiner Schalker Zeit nach dem Spiel zum Vorrufer auf das Podest vor der Fankurve gesprungen war. Die lange Zeit zähe Leistung beurteilte der Österreicher realistisch: «Aber man merkt, dass wir Selbstvertrauen haben, dass wir ruhig geblieben und nicht hektisch geworden sind.»

Als Schalke beim Stand von 0:0 einen Elfmeter bekam - Manuel Gulde war Breel Embolo auf den Fuß getreten, wollten sogar mehrere Spieler Verantwortung übernehmen. Letztendlich verwandelte der Ex-Freiburger Daniel Caligiuri (63.), der schon beim 1:0 im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte. «In Leverkusen hatte ich Nabil Bentaleb den Ball überlassen. Und er wollte heute auch wieder schießen», sagte Caligiuri: «Ich freue mich ja, dass drei oder vier Spieler in so einer heiklen Situation den Mut haben, schießen zu wollen. Aber diesmal war ich dran.»

Auf Platz fünf und damit den ersten Europa-League-Rang haben die Schalker nun sechs Spieltage vor Schluss mindestens sechs Punkte Vorsprung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Weltmeister beim FC Bayern - WM-Titel als Durchstarthilfe: Lizarazu-Effekt bei Tolisso?. Der WM-Triumph soll die Karriere von Rekordeinkauf Corentin Tolisso beim FC Bayern ähnlich beschleunigen. 20 Jahre nach Bixente Lizarazu kehrt wieder ein Franzose als Weltmeister nach München zurück. (Sport, 17.07.2018 - 12:44) weiterlesen...

FC Bayern München - DFB-Aus durchkreuzte Robbens Pläne - «Das Höchste erreichen». Der Holländer dreht in der Vorbereitung auf. Er will «das Höchste gewinnen». Einen Rat gibt es vom neuen Trainer. Die DFB-Stars hat Robben verpasst. Die harten und langen Trainingseinheiten von Niko Kovac sind ganz nach dem Geschmack von Arjen Robben. (Sport, 13.07.2018 - 15:56) weiterlesen...

Medienberichte - Bayern-Star James Rodríguez will zurück nach Madrid. Angeblich will der Kolumbianer zurück zu Real Madrid. Der FC Bayern München hingegen wird seine Kaufoption ziehen wollen. In Spanien wird über die Zukunft von James Rodríguez spekuliert. (Unterhaltung, 13.07.2018 - 11:12) weiterlesen...

Medien: Bayern-Star James Rodríguez will zurück nach Madrid. «James will zurück», titelte die Madrider Sportzeitung «Marca» auf Seite eins. Entscheidend für den Wunsch sei der Weggang von Trainer Zinédine Zidane, unter dem Rodríguez in Madrid kaum zum Zuge gekommen war, schreibt das Blatt unter Berufung auf das Umfeld des Spielers. Der FC Bayern hatte James Rodríguez im Sommer 2017 für zwei Jahre ausgeliehen und sich eine Kaufoption gesichert. Madrid - Fußball-Star James Rodríguez will nach spanischen Medienberichten den deutschen Rekordmeister FC Bayern München verlassen und wieder das Trikot von Champions-League-Sieger Real Madrid tragen. (Politik, 13.07.2018 - 11:02) weiterlesen...

Kroatiens Co-Trainer Olic: Rebic «ist einer für die Bayern». Der neue Münchner Coach Niko Kovac habe den Torjäger in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt «auf die Bühne gehoben. Er ist einer für die Bayern. Ich würde mich freuen, wenn neben einem kroatischen Trainer auch wieder ein kroatischer Spieler für die Bayern spielt», sagte Olic der «Bild»-Zeitung. Der 38-Jährige stand einst selbst beim deutschen Fußball-Rekordmeister unter Vertrag und ist bei der WM Assistent von Kroatiens Trainer Zlatko Dalic. Moskau - Kroatiens Co-Trainer Ivica Olic hält Fußball-Nationalspieler Ante Rebic für reif für einen Wechsel zum FC Bayern. (Politik, 12.07.2018 - 09:12) weiterlesen...

Schaaf beginnt neuen Job: Keine Rückkehr auf Trainerstuhl. Bremen - Thomas Schaaf hat eine Rückkehr auf den Trainerposten vorerst ausgeschlossen. «Im Moment stehe ich als Trainer nicht zur Verfügung, weder intern bei Werder Bremen noch extern für andere Vereine», sagte der frühere Coach bei seiner Vorstellung als Technischer Direktor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Schaaf war von 1999 bis 2013 Trainer bei den Hanseaten, gewann mit dem Verein 2004 die deutsche Meisterschaft und holte dreimal den DFB-Pokal. Seit dem 1. Juli ist er Technischer Direktor in Bremen. Schaaf beginnt neuen Job: Keine Rückkehr auf Trainerstuhl (Politik, 11.07.2018 - 14:00) weiterlesen...