Fußball, Nations League

Noch einen Tag praktische und theoretische Schulung - dann fliegt das DFB-Team nach Amsterdam.

11.10.2018 - 05:04:08

Nations League - Letzter Tag in Berlin: Löw sucht Mittel gegen Jung-Oranjes. Bundestrainer Löw sucht nach Lösungen, um die jungen Oranjes in Bedrängnis zu bringen.

Berlin - Noch einen Trainingstag hat Joachim Löw in Berlin, um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fit zu machen für das Duell mit den wiedererstarkten Niederländern.

«Sie haben technisch sehr gute Spieler - das hatten die Holländer ja immer. Aber es sieht so aus, als hätten sie die Durststrecke überwunden. Sie sind auf jeden Fall auf dem Weg nach oben», erklärte der Bundestrainer zu dem nächsten Kontrahenten in der neu geschaffenen Nations League. Der 58-Jährige muss Lösungen finden, um die eigenen Stärken wieder durchzusetzen.

Am Donnerstagvormittag lässt Löw nochmals im Amateurstadion von Hertha BSC trainieren, dazu gibt es theoretische Einweisungen für die Partie am Samstag (20.45 Uhr) in Amsterdam. «Wir wollen das Spiel gegen die Holländer gut gestalten», erklärte Teammanager Oliver Bierhoff. Der ehemalige Torjäger warnt aber auch: «Wir haben schon beim Spiel der Bayern gegen Ajax gesehen und in anderen Spielen der Holländer, dass sie wieder im Aufwind sind. Wir sind gewarnt. Es werden zwei ganz schwere Spiele.»

In der hochkarätig besetzten Dreier-Gruppe - Weltmeister Frankreich ist am kommenden Dienstag in Paris der nächste Kontrahent in der Liga A - muss das bei der WM in Russland brutal abgestürzte DFB-Team punkten, um nicht erneut in unruhiges Fahrwasser zu geraten. «In der Nations League darf man sich nichts erlauben. Bei einer Niederlage hat man es schon nicht mehr selbst in der Hand», sagte Löw-Assistent Marcus Sorg.

Der Bundestrainer muss mehrere Ausfälle verkraften - vom Dortmunder Marco Reus über Ilkay Gündogan von Manchester City bis zum Neu-Bayern Leon Goretzka. Bei einer Niederlage gegen die junge Oranje-Mannschaft droht den deutschen Fußballern der Abstiegskampf in der Nations League.

Julian Draxler sieht den neu geschaffenen Wettbewerb in der Bedeutung zwar klar hinter einer WM oder EM angesiedelt. Doch der Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain ergänzte: «Wir sind schon fokussiert und nehmen es nicht auf die leichte Schulter. Wir müssen nach dieser WM ein gutes Ergebnis erreichen und zeigen, dass mit den Deutschen wieder zu rechnen ist.»

@ dpa.de

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