Fußball, Bundesliga

Nach seiner Schwalbe im Hinspiel musste Leipzigs Timo Werner im Rückspiel einiges über sich ergehen lassen.

24.04.2017 - 09:02:06

«Platz zwei verteidigen» - Hasenhüttl will Thema Werner «zu Grabe tragen». Er antwortete mit einem Tor. Sein Trainer will das Thema nun endgültig beendet sehen.

Gelsenkirchen - Nachdem sein Torjäger den Spießrutenlauf mit beeindruckender Reife gemeistert hatte, wollte Ralph Hasenhüttl endgültig einen Schlussstrich ziehen.

«Jetzt, wo auch das Rückspiel vorbei ist, ist ein guter Zeitpunkt, das Ding zu Grabe zu tragen», sagte der Trainer von RB Leipzig nach dem 1:1 (1:0) bei Schalke 04. Das ärgerlichste Kapitel des sensationellen ersten Leipziger Bundesliga-Jahres solle man «jetzt bitte ruhen lassen».

Zuvor hatte sich Stürmer Timo Werner wegen seiner Schwalbe im Hinspiel lautstarke Pfiffe bei jedem Ballkontakt und derbe Schmähgesänge der Schalker Fans anhören müssen. Die ebbten auch nicht ab, als er Leipzig in der 14. Minute in Führung gebracht hatte. Weitere Provokationen wollte der 21-Jährige aber auf jeden Fall vermeiden. Auf den Torjubel nach dem 17. Saisontreffer verzichtete er vorsichtshalber, Interview-Anfragen nach dem Spiel lehnte er freundlich ab.

«Das war ein sehr souveräner Auftritt», lobte Weinzierl deshalb auch. «Das war keine leichte Situation für ihn», berichtete Kapitän Willi Orban. «Aber er hat sich auf das Sportliche konzentriert.» Und Diego Demme meinte anerkennend: «Timo hat sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und die passende Antwort gegeben.»

Das mit dem Tor hätte Werner, «wenn er an die Szene von damals gedacht hätte, eigentlich mal sein lassen können», scherzte derweil Christian Heidel. Doch auch für Schalkes Manager war das Thema «längst abgehakt. Wir haben schon vorher alle gesagt, dass das Thema erledigt ist. Der Junge hat einen Fehler gemacht, aber mein Gott, wer von uns hat keinen Fehler gemacht?» Das Verhalten der Schalker Anhänger wollte der Sportchef nicht überbewerten. «Dass so etwas aufgegriffen wird, hat jeder erwartet», sagte er: «Dass dann nicht jedes Wort ganz jugendrein war und dass das auch nicht ganz in Ordnung ist, das wissen wir auch. Aber das gibt es in jedem Fußballstadion mal.»

Dass der Shootingstar nach seiner dreisten Schauspiel-Einlage im Hinspiel - den irregulären Elfmeter verwandelte er selbst und jubelte auch noch ausgelassen - überhaupt solange am Pranger stand, ärgerte Hasenhüttl aber immer noch: «Seitdem sind noch einige Dinge im Sechszehner passiert, nach denen ich nichts Ähnliches gehört habe.»

Werner, der sich direkt nach dem Hinspiel noch uneinsichtig gezeigt hatte, hatte schon unter der Woche versucht, die Wogen zu glätten. «Am ehesten Grund, sich über mich aufzuregen, haben noch die Schalke-Fans. Da verstehe ich den Ärger auch ein bisschen», hatte Werner in «Dein Spiegel» gesagt: «Ich würde es wirklich gern rückgängig machen. Weil es nicht richtig war.»

Vor Pfiffen bewahrten ihn Einsicht und Demut nicht. Doch weil er trotzdem traf, kam der Tabellenzweite Leipzig den Traum von der direkten Champions-League-Qualifikation wieder einen Punkt näher. Dass der Rückstand auf den FC Bayern trotz dessen Ausrutscher gegen Mainz (2:2) bei acht Punkten blieb, grämte Hasenhüttl dann auch gar nicht. «Der Zeitpunkt, als wir auf die Bayern geschaut haben, liegt lange zurück», sagte er: «Wir schauen nur nach hinten. Und wir wollen den zweiten Platz mit aller Macht verteidigen.»

Der Vorsprung auf Rang vier beträgt vier Spiele vor dem Saisonende stolze sieben Zähler. Und da die beiden Verfolger Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim noch gegeneinander spielen, ist die direkte Champions-League-Qualifikation fast schon sicher. «Vielleicht können wir nächste Woche gegen Ingolstadt schon die entscheidende Münze einwerfen», sagte Hasenhüttl. Heißt: die Qualifikation perfekt machen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Bundesliga Freitagsspiel - Hoffenheim will in die Champions League, Hannover nur Ruhe. Im Mittelpunkt wird aber jemand stehen, der eigentlich gar nicht mehr nach Sinsheim reisen wollte. Im letzten Freitagspiel der Saison will Hoffenheim weiter Kurs auf die Champions League nehmen. (Sport, 27.04.2018 - 05:12) weiterlesen...

Deal geplatzt - Machtwort von 96-Boss Kind: Heldt darf nicht zum VfL. Hannover beendete am Donnerstag alle Spekulationen. Doch ob der Sportdirektor eine Zukunft bei 96 hat, bleibt abzuwarten. Das kommt überraschend: Horst Heldt darf doch nicht nach Wolfsburg wechseln. (Sport, 26.04.2018 - 17:34) weiterlesen...

Machtwort von 96-Boss: Heldt darf nicht zum VfL Wolfsburg. Hannover - 96-Boss Martin Kind hat ein Machtwort gesprochen: Sportdirektor Horst Heldt darf entgegen seines Wunsches nicht zum VfL Wolfsburg wechseln. Kind lässt Heldt nicht ziehen, weil ihm die vom Liga-Konkurrenten gebotene Ablösesumme wohl nicht hoch genug ist. Beide Vereine konnten sich in Gesprächen und Verhandlungen nicht einigen, teilte 96 mit. Damit bleibt der 96-Präsident bei Heldt schon zum zweiten Mal in dieser Saison hart. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatte er einen Wechsel des Sportdirektors zum 1. FC Köln untersagt. Machtwort von 96-Boss: Heldt darf nicht zum VfL Wolfsburg (Politik, 26.04.2018 - 17:00) weiterlesen...

Stimmungshoch gegen Reizklima - 1899 Hoffenheim freut sich auf Hannover 96 1899 Hoffenheim ist seit acht Spielen ungeschlagen und bester Stimmung: Gegen Hannover 96, wo es an allen Ecken und Enden knirscht, erwarten die Fans ein weiteres Torfestival. (Sport, 26.04.2018 - 16:20) weiterlesen...

Machtwort - 96-Boss Kind lässt Heldt nicht nach Wolfsburg ziehen. Der VW-Club konnte sich mit Hannover 96 nicht auf einen Wechsel einigen. Doch ob der Sportdirektor wirklich eine Zukunft in Hannover hat, bleibt abzuwarten. Das kommt überraschend: Horst Heldt darf nicht zum VfL Wolfsburg gehen. (Sport, 26.04.2018 - 15:50) weiterlesen...

Medien: Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe wird freigestellt. Wie der «Sportbuzzer» und «kicker.de» berichten, soll der 39-Jährige mit sofortiger Wirkung beim Fußball-Bundesligisten freigestellt werden. Als Nachfolger soll Horst Heldt von Liga-Konkurrent Hannover 96 zum VfL kommen. Nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit sollte Rebbe den Verein neu aufstellen und nach oben führen. Doch auch in dieser Saison steckt der VfL im Abstiegskampf. Wolfsburg - VfL Wolfsburgs Sportdirektor Olaf Rebbe steht vor dem Aus. (Politik, 26.04.2018 - 13:52) weiterlesen...