Fußball, 2. Bundesliga

Nach schwacher Saison - Hofschneider nicht mehr Trainer bei Zweitligist Union Berlin

15.05.2018 - 13:45:39

Nach schwacher Saison - Hofschneider nicht mehr Trainer bei Zweitligist Union Berlin. Berlin - André Hofschneider ist nach nur gut fünf Monaten nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin. Damit reagierte der Verein auf eine enttäuschende Saison, in der die Unioner lange im Abstiegskampf gesteckt hatten.

DARMSTADT - Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA ist wie erwartet schwach in das Jahr gestartet. Ein starker Euro und die unverändert schwach laufenden Geschäfte mit Flüssigkristallen sorgten im ersten Quartal für einen Umsatz- und Ergebnisknick. Finanzchef Marcus Kuhnert zeigte sich am Dienstag in einer Telefonkonferenz zwar unbeirrt optimistisch, dass das Unternehmen - wie bereits angekündigt - 2019 auf den Wachstumspfad zurückfinden wird. Dann wolle Merck bei allen wichtigen Kennzahlen wieder zulegen, bekräftigte er. 2018 bleibt jedoch für die Darmstädter ein "Übergangsjahr", in dem der vergleichsweise hohe Eurokurs den operativen Gewinn nun noch stärker belasten dürfte als zunächst angenommen.

An der Börse kamen vor allem die vorsichtigen Aussagen zum laufenden Jahr nicht gut an. Die Aktie rutschte bis zum frühen Nachmittag um fast 5 Prozent auf 80,66 Euro ab. Damit verpassten die Investoren der jüngsten Erholung des Papiers einen herben Dämpfer. Ende März war der Kurs auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen, hatte danach aber aufgeholt. Inklusive der jetzigen Verluste gehört das Papier seit Jahresbeginn mit einem Abschlag von mehr als zehn Prozent zu den schwächsten Werten im Dax.

Merck konkretisiert traditionell zur Vorlage seiner ersten Quartalsbilanz die Jahresprognosen. Konzernchef Stefan Oschmann rechnet zwar unverändert mit einem moderaten organischen Wachstum, negative Währungseffekte und der jüngst besiegelte Verkauf des Geschäfts mit Produkten zur Selbstmedikation dürften hingegen für einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis sorgen.

2018 werden nunmehr aus fortgeführtem Geschäft Erlöse in Höhe von 14 Milliarden bis 14,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 3,75 bis 4 Milliarden Euro erwartet. Beim operativen Ergebnis kalkuliert Merck nunmehr eine Belastung durch negative Währungseffekte in der Spanne von 5 bis 7 Prozentpunkten mit ein, nachdem zuvor noch 4 bis 6 Prozent prognostiziert worden waren.

Merck erzielt große Umsätze in den USA, die bei der Umrechnung in die Heimatwährung an Wert verlieren. Gegen Wechselkurs-Schwankungen etwa zur US-Währung sind die Darmstädter laut Kuhnert nur zu etwas mehr als 50 Prozent abgesichert. Zwar hatte der Dollar zuletzt an Boden gewonnen, doch Merck befürchtet einen erneuten Verfall und hält deshalb eine konservative Prognose für angemessen, wie der Finanzchef erläuterte.

Der schwache Dollar machte sich im ersten Quartal schmerzhaft für den Konzern bemerkbar, in allen Regionen war das organische Wachstum komplett durch den Währungseffekt aufgezehrt worden: Der Gesamtumsatz rutschte im Jahresvergleich um mehr als 4 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro, wobei Wechselkursbelastungen fast 8 Prozentpunkte kosteten. Ohne diese hätten die Erlöse zugelegt. Das bereinigte Ebitda sackte gar um 18 Prozent auf gut eine Milliarde Euro ab. Im Vorjahr hatte es aber positive Sondereffekte gegeben: Damals hatte Merck unter anderem vorzeitig künftige Lizenzeinnahmen für Arzneien verbucht. Unter dem Strich fiel der Gewinn nun um fast 35 Prozent auf 341 Millionen Euro.

Merck ist der älteste Pharmakonzern der Welt und feierte erst kürzlich sein 350-jähriges Bestehen. Doch Konzernchef Oschmann muss derzeit gleich mehrere Baustellen beackern. Im Pharmageschäft will sich der Konzern künftig auf seine neuen Hoffnungsträger, die Krebsimmuntherapie Bavencio und die Multiple-Sklerose-Tablette Mavenclad konzentrieren. Um die kostspielige Forschung zu finanzieren und seine durch die Übernahme des Laborausrüsters Sigma-Aldrich gestiegene Verschuldung zu reduzieren, verkaufte der Konzern jüngst sogar sein gut laufendes Consumer-Health-Geschäft. Es ging für 3,4 Milliarden Euro an den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble.

Im ersten Quartal wuchs die Pharmasparte organisch moderat, negative Währungseffekte sorgten aber für einen Erlösrückgang von fast 6 Prozent. Treiber der Sparte war vor allem das Geschäft mit Produkten zur Behandlung von Unfruchtbarkeit mit dem Medikament Gonal-f. Dagegen büßt Merck bei den früheren Kassenschlagern Rebif (Multiple-Sklerose) und Erbitux (Krebs) Umsatz ein. Bavencio und Mavenclad trugen im ersten Quartal zwar zum Wachstum bei, kamen aber auf nur niedrige zweistellige Millionenbeträge. Der starke Euro belastete auch das erfolgreiche Laborgeschäft: Vom vergleichsweise hohen organischen Wachstum blieb nur ein dünnes Umsatzplus übrig.

Vor allem aber Mercks Spezialchemiesparte schwächelt. Dort fiel der Umsatz im Berichtszeitraum kräftig. Im Geschäft mit Flüssigkristallen etwa für Displays von Smartphones und Fernsehern ist der Konzern zwar weiterhin Marktführer, leidet aber unter Preisdruck der asiatischen Konkurrenz. Vor allem chinesische Hersteller haben in der Qualität aufgeholt und betreiben laut Merck einen aggressiven Preiswettbewerb. Zudem greifen die Kunden der Darmstädter inzwischen verstärkt auf das Angebot verschiedener Anbieter zurück.

Merck rechnet in der Sparte erst im kommenden Jahr auch dank neuer Technologien mit Besserung. Den Weg dahin hat Merck eingeläutet: Aktuell wird der Bereich umgebaut und soll künftig stärker auf Kunden und Märkte ausgerichtet werden. Die Geschäfte mit Flüssigkristallen und organischen Leuchtdioden wurden bereits zusammengelegt. Noch aber feilt der neue Spartenchef Kai Beckmann an seiner Strategie für künftiges profitables Wachstum - sie soll nun auf einem Kapitalmarkttag Anfang Juli vorgestellt werden, wie Kuhnert ankündigte.

@ dpa.de

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