Fußball, Bundesliga

Nach acht Spielen ohne Sieg hat der VfL Wolfsburg wieder gewonnen - und den SC Freiburg wieder voll in den Abstiegskampf gezogen.

07.04.2018 - 18:54:05

29. Spieltag - Labbadia holt in Freiburg ersten Sieg mit VfL Wolfsburg. Beim 2:0 im Breisgau trifft ein Mann doppelt, der zuletzt nicht in der Startelf stand.

Freiburg - 69 Tage nach dem letzten Sieg hat der VfL Wolfsburg wieder ein Spiel in der Fußball-Bundesliga gewonnen und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt.

«Es ist klar, dass das für uns ein enorm wichtiger Sieg war aufgrund der derzeitigen Situation», sagte Bruno Labbadia nach dem ersten Erfolg mit ihm als Trainer des VfL. «Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht, aber mehr auch nicht. Wir wissen, dass wir in den nächsten fünf Spielen nochmal extrem gefordert sind.»

Trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung reichte ein Doppelpack von Daniel Didavi (2./82. Minute) vor 24 000 Zuschauern für den ersten Erfolg seit dem Derby-Sieg gegen Hannover 96 im Januar. «Lange her. Das war wichtig», sagte Torwart Koen Casteels.

Die Wölfe rückten am 29. Spieltag bis auf einen Zähler an Gastgeber Freiburg heran, der nun bereits seit sechs Spielen auf einen Bundesliga-Sieg wartet. «Wenn wir heute gewonnen hätten, hätte es sehr gut ausgesehen. Aber wir haben verloren. Abstiegskampf halt. Was soll ich sonst noch sagen?», kommentierte Streich die Tabellensituation mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Das Montagsspiel des 30. Spieltags gegen den Tabellen-16. FSV Mainz 05 ist nun noch wichtiger geworden.

Freiburgs Toptorjäger Nils Petersen, der nach seiner aufgehobenen Sperre doch spielen durfte, vergab in der 94. Minute einen Handelfmeter und die Chance zum Anschlusstreffer. Zuvor hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann selbst die Videobilder studiert.

Wegen des Doppelpacks von Didavi wäre aber auch ein Tor wohl nur Ergebniskosmetik gewesen. Schon in der zweiten Minute nutzte er die Schläfrigkeit der Freiburger Defensive für einen trockenen Linksschuss, in der 83. Minute profitierte er von der feinen Vorarbeit des eingewechselten Divock Origi. «Ich habe ein bisschen zentraler gespielt, das liegt mir», sagte Didavi, dessen Einsatz wegen Problemen an den Adduktoren lange unsicher war.

Obwohl Kapitän Petersen nach der überraschenden Rücknahme seiner Gelb-Roten Karte aus dem Schalke-Spiel dabei sein und Streich so eine unveränderte Anfangself in die Partie schicken konnte, reagierten die Badener verunsichert auf den frühen Rückstand. Sie leisteten sich zahlreiche Fehler. Oft schon vor der Mittellinie verloren die Breisgauer den Ball und ermöglichten Wolfsburg früh die Chance auf Konter - doch der VfL konnte mit den Geschenken kaum etwas anfangen.

Mit zunehmender Spieldauer stabilisierten sich die Gastgeber gegen harmlose Wolfsburger und erarbeiteten sich etwas Torgefahr. Weder beim Kopfball von Manuel Gulde (20.), noch beim Fernschuss von Petersens Sturmpartner Florian Kath (28.) oder dem geblockten Versuch von Robin Koch (43.) musste VfL-Torwart Koen Casteels eingreifen.

Yunus Malli, beim 3:1 im Hinspiel Doppeltorschütze für den VfL, hatte nach 55 Minuten seine beste Szene. Der gefährliche Schuss nach seinem Dribbling im Strafraum endete aber an einem Freiburger Bein. Ansonsten beschränkte sich Wolfsburg aufs Verteidigen und gelegentliche Konter-Versuche. «Das war eine Kampfleistung», sagte Maximilian Arnold.

Der SCF hatte deutlich mehr Spielanteile, aber auch keine Idee, was damit anzufangen war. Bis zum Elfmeter in der Nachspielzeit sprang nichts dabei heraus. Stattdessen fiel der Treffer auf der Gegenseite.

@ dpa.de

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