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Fußball, Premier League

Manchester United kann sich auf einen Superstar verlassen.

11.09.2021 - 20:46:14

Premier League - Ronaldo-Show bei United-Rückkehr: Superstar trifft doppelt. Nach über zwölf Jahren bei Real Madrid und Juventus Turin sorgt Cristiano Ronaldo für eine perfekte Rückkehr ins Old Trafford.

Manchester - Cristiano Ronaldo brachte das «Theater der Träume» in Ektase. Der 36 Jahre alte Portugiese schoss Manchester United mit zwei Treffern nicht nur zu einem 4:1 (1:0)-Erfolg über Newcastle United, sondern sorgte für eine perfekte und vielumjubelte Rückkehr ins Old Trafford.

Mehr als zwölf Jahre nach seinem Abschied aus Manchester feierten die Fans des englischen Fußball-Rekordmeisters den Superstar überschwänglich - und der bedankte sich mit einer für ihn typischen Art und Weise: Er traf und traf. «Ich habe nicht erwartet, zwei Tore zu erzielen», sagte er. «Ich habe eines erwartet, aber nicht zwei.»

«Wie in alten Zeiten»

United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer geriet beim Thema Ronaldo umgehend ins Schwärmen. «Es fühlt sich an wie in alten Zeiten», sagte der Norweger. «Er ist ein besonderer Mann und ein besonderer Spieler für uns.»

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte Ronaldo, der Ende August von Juventus Turin auf die Insel zurückkehrte, einen Patzer von Newcastle-Keeper Freddie Woodman, der einen Schuss von Mason Greenwood nur abklatschen konnte. Der mehrfache Weltfußballer stand richtig und drückte den Ball problemlos über die Linie. Mit seiner bekannten Jubelpose feierte er mit seinen Team-Kollegen die Führung (45.+2). «Wenn unter uns ein Superstar ist, dann ist das dieser Junge. Er ist einfach anders», schwärmte sogar Gäste-Trainer Steve Bruce.

Auf den kurzzeitigen Schock durch den überraschenden Ausgleich durch Javier Manquillo (56.) besaß Ronaldo die perfekte Antwort. Nach einem Zuspiel von Luke Shaw drang der frühere Real-Star sechs Minuten später in den Strafraum ein und schoss durch die Beine von Woodman - 2:1. Bruno Fernandes (80.) und Jesse Lingard (90.+2) machten das Ronaldo-Comeback perfekt. Mit zehn Zählern nach vier Partien sind die Red Devils vorerst Tabellenführer. «Wir freuen uns sehr, ihn hier zu haben», sagte Ronaldos Landsmann Fernandes. «Gute Spieler können immer gut zusammenspielen.»

Gesänge und minutenlanger Applaus

Die Ronaldo-Jubelshow rund um das Old Trafford fing weit vor Spielbeginn an. Bereits bei der Bus-Ankunft gab es für Ronaldo lautstarken Jubel der United-Fans. Neben unzähligen Trikots mit der Ronaldo-Nummer sieben waren auch viele Plakate mit «Welcome Home» zu sehen. «Es war unglaublich», sagte Ronaldo. «Ich war sehr nervös. Ich habe es nicht gezeigt, aber ich war es. Der Empfang ist unglaublich.» Auch beim Warmlaufen und beim Einmarsch direkt vor dem Spiel gab es Gesänge und minutenlangen Applaus für den Rückkehrer, der nach Auskunft von Coach Solskjaer am Freitagabend im Hotel eine kleine Rede an die Mannschaft hielt.

Auf der Tribüne genoss auch Sir Alex Ferguson sichtbar den Auftritt seines früheren Schützlings. Der 79-Jährige holte als damaliger United-Coach Ronaldo 2003 auf die Insel. Auch an der Rückkehr besaß der Schotte durch Gespräche mit dem Europameister von 2016 einen großen Anteil. «Er war nun der Hauptgrund dafür, dass ich bei Manchester United unterschrieben habe», sagte Ronaldo.

Auch Chelsea und City mit Siegen

Punktgleich hinter Spitzenreiter United steht Champions-League-Sieger FC Chelsea auf Rang zwei. Das Team von Trainer Thomas Tuchel besiegte Aston Villa mit 3:0 (1:0). Rückkehrer Romelu Lukaku (15./90.+3) und Mateo Kovacic (49.) waren für die Blues erfolgreich. Für Chelsea spielte Antonio Rüdiger durch, Kai Havertz wurde nach 64 Minuten ausgewechselt. Timo Werner kam nach 82 Minuten ins Spiel.

Mit Nationalspieler Ilkay Gündogan gewann Pep Guardiolas Manchester City bei Leicester City mit 1:0 (0:0). Bernardo Silva (62.) traf für den Champions-League-Auftaktgegner von RB Leipzig. Der FC Arsenal holte ohne Torhüter Bernd Leno erstmals in dieser Spielzeit drei Zähler. Gegen Aufsteiger Norwich City um Trainer Daniel Farke gewannen die Gunners durch ein Tor des ehemaligen Dortmunders Pierre-Emerick Aubameyang (66.) mit 1:0 (0:0).

© dpa-infocom, dpa:210910-99-168657/9

@ dpa.de