Fußball, Bundesliga

Lucas Alario ist bereits in Leverkusen.

08.09.2017 - 14:04:04

Transferstreit - Bayer ruft für Alario-Freigabe FIFA an. Spielen darf er aber nicht, weil River Plate und Argentiniens Verband die Freigabe verweigern. Bayer 04 will nun mit Hilfe der FIFA die Spielberechtigung erwirken.

Leverkusen - Bayer Leverkusen erhöht im Ringen um den argentinischen Fußball-Nationalspieler Lucas Alario den Druck. Der Werksclub teilte mit, den Weltverband FIFA für eine Freigabe des 24 Jahre alten Stürmers angerufen zu haben.

«Durch die Weigerung der Argentinier, den Spieler freizugeben, kann der Werksklub nun beim Weltfußballverband FIFA die Registrierung Alarios als Spieler von Bayer 04 beantragen», hieß es in einer Mitteilung der Leverkusener.

Der Verein hatte eine Ablösesumme von 19 Millionen Euro beim argentinischen Verband AFA hinterlegt, die Alarios bisheriger Club River Plate Buenos Aires noch nicht abgerufen hat. River Plate wirft Bayer Anstiftung zum Vertragsbruch vor und hat die für die Freigabe des Profis notwendige Registrierung bisher verweigert. Die AFA gab den Spieler daher auch nicht frei. Leverkusen argumentiert, dass man eine Ausstiegsklausel für einen Transfer des Spielers gezogen habe.

Die Club-Anwälte haben laut Bayer-Sprecher Christian Schönhals versichert, dass sich der Bundesligist regelkonform verhalten habe. «River Plate hatte Lucas Alario das vertragliche Recht eingeräumt, gegen die Zahlung einer Ablösesumme den Verein zu verlassen. Von diesem Recht hat der Spieler mittels Unterstützung von Bayer 04 Leverkusen fristgerecht Gebrauch gemacht», hieß es in der Bayer-Mitteilung.

Lucas Alario war am Montag in Leverkusen eingetroffen und nahm am Dienstag erstmals am Mannschaftstraining teil. Leverkusen tritt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim punktlosen FSV Mainz 05 an. Bayer-Trainer Heiko Herrlich verwies darauf, dass er grundsätzlich zweigleisig plane und keine Wasserstandsmeldungen zu Alario abgeben will. «Ich bin aber sicher, dass es bald eine Lösung gibt», sagte er.

Nach nur einem Punkt aus den Spielen bei Bayern München (1:3) und gegen 1899 Hoffenheim (2:2) gestand Herrlich, dass der Druck nun steigen werde. «Wir haben zwei sehr gute Spiele gezeigt, aber nur einen Punkt geholt. Und wir sind uns im Klaren darüber, dass es ungemütlich werden könnte, wenn wir nicht gewinnen - auch für den Trainer», sagte Herrlich und fügte an: «Wir wollen nicht in die Situation wie in der vergangenen Saison kommen.»

Nicht zur Verfügung stehen in Mainz Neuzugang Panagiotis Retsos und Julian Baumgartlinger, der laut Herrlich wegen eines Infekts «von der Mannschaft ferngehalten» wird. Im Kader steht hingegen wieder Kapitän Lars Bender.

@ dpa.de

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