Fußball, Bundesliga

Hannover siegt erstmals nach fünf Niederlagen wieder und verschafft sich Luft im Abstiegskampf.

07.04.2018 - 17:12:05

29. Spieltag - Hannover beendet Misere mit wichtigem Sieg gegen Bremen. Das Team von Coach André Breitenreiter spielt vor allem in den ersten 45 Minuten starkes Pressing. Die zuletzt so erfolgreichen Bremer werden zu spät torgefährlich.

Hannover - Hannover 96 hat seine Negativserie beendet und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der  Fußball-Bundesliga gemacht. 

Die Niedersachsen gewannen am Freitagabend zum Auftakt des 29. Spieltags mit 2:1 (2:0) gegen Werder Bremen und bauten ihr Polster auf den Relegationsrang vorübergehend auf neun Punkte aus. Vor 49.000 Zuschauern im ausverkauften Hannoveraner Stadion erzielten Martin Harnik (17.) und Felix Klaus (42.) die Tore für die Elf von Trainer André Breitenreiter, die nach zuletzt fünf Niederlagen nacheinander erstmals seit Februar wieder als Sieger vom Feld ging. Ishak Belfodil traf für Werder (74.).

In der Tabelle rückte 96 mit 35 Zählern bis auf einen Punkt an die Gäste aus Bremen heran. «Das war ein ganz wichtiger Schritt zum Klassenerhalt», sagte Harnik bei Eurosport. Werder hatte aus den vergangenen fünf Partien 13 Zähler geholt und unter der Woche den Vertrag mit Trainer Florian Kohfeldt bis 2021 verlängert. Die zaghaften Träume von Europa dürften für den Erfolgscoach und sein Team nach der Auswärtsniederlage endgültig beendet sein. «Wir waren überhaupt nicht da», sagte der Bremer Max Kruse. «Das war in der ersten Halbzeit ganz, ganz schlecht von uns. Wir waren völlig lethargisch und überhaupt nicht am Mann.»

Die zuvor schlechten Ergebnisse und zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle merkte man Hannover zu keinem Zeitpunkt der Partie an. Mit viel Engagement und Pressing teils schon am gegnerischen Strafraum setzten die Gastgeber Werder schon zu Beginn unter Druck. «Wir waren sehr aggressiv, laufstark und zweikampfstark und haben auch nach vorne schöne Spielzüge gezeigt», sagte Breitenreiter. «Wir sind alle sehr erleichtert.»

96 spielte immer wieder über die linke Seite und den agilen Klaus. Dessen erste Flanken fanden zwar keinen Mitspieler, doch als der 25-Jährige nach einer guten Viertelstunde auf Miiko Albornoz passte und dieser flach nach innen gab, war Harnik zur Stelle und spitzelte den Ball in die kurze Ecke.

Kurz vor dem Hannoveraner Treffer hatte Maximilian Eggestein die Werder-Führung nach Zuspiel von Thomas Delaney zentral vor dem 96-Tor knapp verpasst (14.). Teamkollege Kruse vergab in der 25. Minute die große Chance zum Ausgleich: Hannover klärte eine Flanke nur unzureichend und aus 15 Metern drosch der Offensivmann den Ball deutlich über das Tor. Insgesamt zeigten sich die Bremer im ersten Durchgang jedoch nur selten in der Gefahrenzone des Gegners.

Auch nach dem 1:0 machten es die Niedersachsen gut, präsentierten sich zweikampfstark und ließen die zuletzt so erfolgreichen Bremer kaum zur Entfaltung kommen. Anders als in den vergangenen Wochen wirkte der SVW häufig hektisch, unkonzentriert - und wurde von Hannover bestraft. Nach einer Balleroberung in der Werder-Hälfte chippte Ihlas Bebou den Ball auf Marvin Bakalorz. Der Mittelfeldmann scheiterte mit seinem gefühlvollen Heber am Pfosten, doch Klaus staubte ab.

Nach dem Seitenwechsel probierte Werder mehr. Bis auf einen unpräzisen Kruse-Schuss, der in den Armen von 96-Torwart Philipp Tschauner landete, gelang den Gästen jedoch zunächst nicht viel. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende änderte sich das. Belfodil setzte sich nach einer Flanke von Delaney im Sechzehner durch und traf per Kopf zum Anschluss. Nur eine Minute später fand er im Eins-gegen-Eins in Tschauner seinen Meister.

Für Hannover hatte Bebou die große Chance zur Entscheidung, kam jedoch nicht an Bremens Keeper Jiri Pavlenka vorbei (83.). Werder drängte auf den Ausgleich, doch Hannover verteidigte gut und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. «Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft und sich den Sieg bei einer tollen Atmosphäre auch verdient», sagte Breitenreiter.

@ dpa.de

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