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Fußball, DFB

Frankfurt / Main - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) will die «entstandenen internen Dissonanzen» schrittweise aufarbeiten.

23.10.2020 - 16:32:10

Deutscher Fußball-Bund - Keller und Curtius wollen «interne Dissonanzen» aufarbeiten. Dies teilte der Verband nach einer Präsidiumssitzung mit.

Die Sitzung war mit Spannung erwartet worden, da zuletzt mehrere Medien von den Differenzen zwischen Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius berichtet hatten. In der gemeinsamen Stellungnahme wurden nun beide mit ähnlichen Worten zitiert.

Das Präsidium stehe klar hinter dem Weg, «die Interessen des Fußballs in den Vordergrund zu stellen und den «bereits eingeschlagenen Veränderungsprozess» fortzusetzen, hieß es. Keller betonte: «In der heutigen Sitzung habe ich meine Vorstellung der Art und Weise der Zusammenarbeit noch einmal klar zum Ausdruck gebracht.»

Es sei wichtig, Unstimmigkeiten «mit offenem Visier» zu diskutieren und «Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen». Curtius äußerte sich ähnlich. «Missverständnisse kommen in jedem Team vor, und es ist an uns, diese schrittweise gemeinsam im Sinne des Fußballs zu lösen», sagte er.

Der DFB wird seine beiden 1. Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters für die bedeutenden internationalen Gremien vorschlagen. Präsident Keller verzichtet damit wie erwartet darauf, Anspruch auf ein internationales Amt zu erheben. «Es war und ist meine Überzeugung: Den deutschen Fußball mit mehr als sieben Millionen Clubmitgliedern kann man nicht als One-Man-Show vertreten. Die nun gewählte Aufstellung folgt dieser Linie», begründete Keller.

Stattdessen soll sich Koch beim 55. Ordentlichen Kongress der UEFA im kommenden März als Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees zur Wiederwahl stellen. Peters kandidiert für einen der fünf zu wählenden europäischen Sitze im Rat der FIFA.

«Auch und gerade im europäischen Zusammenhang geht es darum, Breite und Spitze im Sinne des Sports miteinander zu verbinden. Diese Aufgabe zählt zu den großen Herausforderungen der kommenden Jahre», sagte Koch. Er wolle im UEFA-Exko, in dem er seit diesem Jahr sitzt, «die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung des Fußballs mit allen seinen Facetten zu stellen», erklärte der bayerische Funktionär weiter.

© dpa-infocom, dpa:201022-99-47290/4

@ dpa.de

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