Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Fußball, Bundesliga

Frankfurt entwickelt sich zum ernsthaften Kandidaten für die Champions League.

08.02.2021 - 18:33:03

20. Spieltag - Starke Eintracht 2021 ungeschlagen: Sieg in Hoffenheim. Die Eintracht ist in diesem Jahr noch ungeschlagen. Trainer Adi Hütter erlaubt sich dabei den Luxus, Rückkehrer Jovic weiter als Joker einzusetzen.

sowie die Nebenwerte-Indizes MDax und SDax zunächst von den Rekorden des marktbreiten S&P 500 und der Technologiebörse Nasdaq in den USA vom Freitag. Zum US-Handelsstart am Montag dann gelang auch dem wichtigsten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial ein weiteres Mal ein Rekordhoch und stieg erstmals über 31 300 Punkte. Zugleich drangen die anderen drei US-Indizes ebenfalls in noch höhere Regionen vor.

Davon ließen sich die deutschen Indizes allerdings kaum mehr beeindrucken, denn der Schwung hierzulande ließ deutlich nach. Der Dax ging mit plus 0,02 Prozent auf 14 059,91 Punkte ebenso wie der SDax mit seinen plus 0,04 Prozent nahezu unverändert aus dem Tag. Der MDax rettete ein Plus von 0,23 Prozent.

Allerdings ist das Kursplus im Dax seit seinem Tief im Corona-Börsencrash im März 2020 durchaus atemberaubend: Das deutsche Börsenbarometer hat seither um beeindruckende 70 Prozent zugelegt. Nur minimal stärker ging es für den US-Index Dow nach oben, während sich der Zählerstand des Nasdaq-Auswahlindex 100 allerdings etwas mehr als verdoppelte.

In Tokio überwand der japanische Nikkei-225-Index am Montag erstmals seit dem Jahr 1990 die Marke von 29 000 Punkten. Mit Blick auf den europäischen Aktienmarkt dagegen sind Rekorde für den EuroStoxx 50 noch weit entfernt. Immerhin aber bewegt sich der Leitindex der Eurozone bereits wieder auf dem Niveau von Ende Februar 2020. Seinen coronabedingten Kurseinbruch hat er damit fast wieder ausgebügelt. Er schloss mit plus 0,27 Prozent auf 3665,51 Punkte.

Die Anleger sind bereits seit einigen Tagen wieder optimistisch gestimmt, nachdem Sorgen über größere Marktschwankungen durch spekulationsgetriebene Käufe einzelner Aktien zuletzt in den Hintergrund getreten sind.

Entsprechend treiben erneut die schon bekannten Impulsgeber die Märkte weiter hoch: Die Erwartung eines fast 2 Billionen US-Dollar großen Corona-Hilfspakets in den USA und die Fortschritte in den Impfkampagnen samt weiterer Zulassungen für Impfstoffe und sinkende Corona-Neuinfektionszahlen. Hinzu kamen nun noch zahlreiche überraschend positive Geschäftsberichte von Unternehmen, die den Optimismus einer raschen weltweiten Wirtschaftserholung weiter befeuern.

Die Anfang November 2020 ausgelöste Rally an den Börsen geht zum einen auf die Wahl des Demokraten Joe Biden zum neuen US-Präsidenten zurück sowie auf das Brexit-Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien. Dadurch wich enorme politische Unsicherheit aus den Märkten. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners etwa kommentierte aktuell dazu, dass das Werben der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen für das billionenschwere Corona-Hilfspaket von Biden sowie die in Aussicht gestellte Rückkehr zur Vollbeschäftigung im kommenden Jahr weiter gut bei den Anlegern ankämen.

Zum anderen keimte zu Ende des vergangenen Jahres erstmals die Hoffnung auf einen durchgreifenden Erfolg in Kampf gegen die Corona-Pandemie auf: Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten erfolgversprechende Daten zur Wirksamkeit eines Impfstoffs vorgelegt.

Inzwischen sind in der Europäischen Union die Impfstoffe von Biontech/Pfizer sowie die Vakzine der Unternehmen Moderna und Astrazeneca zugelassen. Auf den Markt kommen dürften im Laufe des Jahres auch Präparate anderer Unternehmen. Die Hoffnung ist groß, dass die Impfstoffe wirken und die Pandemie ausreichend eindämmen. Auch wird darauf gesetzt, dass sie gegen Corona-Mutationen greifen, auch wenn noch unklar ist, welche Gefahren hier noch lauern.

Der Optimismus über baldige schrittweise Lockerungen der zahlreichen coronabedingten Beschränkungen weltweit ist groß. Hierzulande ist der aktuelle Lockdown, unter dem vor allem Dienstleister leiden, zunächst bis zum 14. Februar befristet. An diesem Mittwoch wollen der Bund und die Bundesländer in einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

Angesichts der gut laufenden Berichtssaison blicken außerdem unter anderem die Experten der DZ Bank zuversichtlich in die Zukunft. Sie stockten ihr Ziel für den Dax bis zum Jahresende 2021 von 14 000 auf 15 000 Punkte auf. "Die Dax-Unternehmen mussten 2020 wesentlich geringere Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen als befürchtet", schrieb Analyst Christian Kahler. "Neue Rekordgewinne dürften nun bereits 2022 erreicht werden, statt der bisherigen Erwartung von 2022/23."

Zudem unterstützt Kahler zufolge das gegenüber November 2020 verbesserte politische Umfeld die Marktstimmung, denn "der Brexit ist durch und der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist Geschichte". Mittlerweile haben die US-Demokraten nicht nur im Repräsentantenhaus, sondern auch im Senat de facto die Mehrheit und können so im Prinzip durchregieren.

Und nicht zuletzt treibt die Billiggeldflut der Notenbanken die Börsen schon lange mit an. Problemtisch kann das werden, falls die Inflationserwartungen plötzlich deutlich anziehen sollten. Daher werden die Entwicklungen am Anleihemarkt aktuell mit Argusaugen beobachtet. So stieg an diesem Montag die Rendite richtungweisender zehnjähriger US-Staatsanleihen weiter und liegt aktuell nur noch minimal unter ihrem Einjahreshoch von 1,2 Prozent. So mancher Ökonom blickt daher mit Skepsis auf das sehr umfangreich geplante Konjunkturpaket Bidens und warnt, dass dies zu einer Überhitzung der Konjunktur führen könnte. Die Aussicht auf steigende Zinsen zur Bekämpfung der Inflation sind eine durchaus erhebliche Bedrohung für den Boom an den Aktienmärkten./la/ck/jha/ck/he/ck/he

Von Lutz Alexander und Claudia Müller, dpa-AFX

@ dpa.de