Fußball, Bundesliga

Dieses Tor sorgt für Diskussionen.

26.02.2017 - 18:58:04

«Nicht astrein» - Stindls Handtor als Aufreger - Gladbachs Serie hält. Gladbachs Europacup-Held Stindl bugsiert den Ball unabsichtlich mit dem Arm ins Tor. Der Treffer zählt. Gladbach gewinnt. Die Regel lässt Platz für Interpretationen. Die Bundesliga debattiert über Fairplay. Ingolstadt nützt das nichts.

Ingolstadt - Richtige Freude kam bei Lars Stindl nach seinem hochumstrittenen Handtor nicht auf. Erst dank des Unterarmtreffers seines Kapitäns konnte Borussia Mönchengladbach seine Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga fortsetzen und geriet in den Mittelpunkt einer emotionalen Regeldebatte.

«Es war eine knifflige Situation, das gebe ich zu. Ein bisschen an meiner Reaktion hat man gesehen, dass es nicht astrein war, aber im Nachhinein war es keine Absicht, die Hand mit ins Spiel zu nehmen», sagte Stindl, der mit seinem Tor in der 60. Minute die Borussia beim 2:0 (0:0) gegen einen deprimierten FC Ingolstadt auf die Siegerstraße geführt hatte.

Dem Drei-Tore-Mann aus dem Europa-League-Rückspiel beim AC Florenz war nach einer Ecke der Ball von der Brust gegen den Arm geprallt. Schiedsrichter Christian Dingert erkannte den Treffer dennoch an - eine Regel-Entscheidung mit Interpretationsspielraum. «In dieser Emotionalität und Hektik ist es immer schwierig, die absolut richtigen Entscheidungen zu treffen. In diesem Moment kann ich die Ingolstädter Proteste nachvollziehen», sagte Stindl weiter.

Die Schanzer waren jedenfalls bedient. «Was hat die Hand da oben zu suchen? Das ist ein ganz klares Handspiel», kritisierte Ingolstadts Manager Thomas Linke das Führungstor. Der FCI ist nach einer an Aufregern sonst armen Partie weiter das schwächste Heimteam und kommt als Vorletzter einfach nicht aus dem Keller heraus.

Nach dem fünften Erfolg in den letzten sieben Pflichtspielen bleibt die Borussia indes die beste Rückrundenmannschaft und feierte vor 15 200 Zuschauern eine erfolgreiche Generalprobe für das DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch bei Abstiegskandidat Hamburger SV. «Es ist scheiße, als Mannschaft, die das Tor bekommt, für uns ist es glücklich», resümierte Manager Max Eberl.

Trainer Dieter Hecking - selbsterklärter Aktivist für Moralfragen in der Bundesliga - hob wie alle Borussen den einwandfreien Charakter von Musterprofi Stindl hervor und wünschte sich, dass Dingert diesen angesprochen hätte. Dann hätte sein Kapitän wohl das Handspiel eingeräumt. Die Bundesliga hat jedenfalls wieder eine Fairplay-Debatte.

Nach dem Einzug ins Europa-League-Achtelfinale beim AC Florenz stellte Hecking dreimal um. Tobias Strobl, Fabian Johnson und der schwache Josip Drmic ersetzten Mahmoud Dahoud, Patrick Herrmann und Thorgan Hazard. Ingolstadts Trainer Maik Walpurgis musste im Vergleich zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt eine Änderung vornehmen: Der zur Halbzeit wieder ausgetauschte Anthony Jung durfte für den Rot-gesperrten Mathew Leckie ran.

Schwächste Heimmannschaft der Bundesliga? Die bissigen Schanzer kämpften von der ersten Minute gegen diesen inoffiziellen Titel an. Sie waren frisch, lauffreudig und überbrückten das Mittelfeld über ihre Außen Markus Suttner/Anthony Jung und Florent Hadergjonaj/Pascal Groß flott. Doch das Manko bieb: Die Ingolstädter erspielen sich einfach zu wenige Torchancen.

In der ersten Hälfte war der unplatzierte Kopfball von Abwehrchef Marcel Tisserand (20.) nach einem Eckball die gefährlichste Situation des FCI. Einen Schuss des emsigen Angreifers Dario Lezcano (30.) aus elf Metern wehrte Verteidiger Jannik Vestergaard mit seinem Gardemaß von fast zwei Metern robust ab.

Die in Florenz so imposant aufspielenden Mönchengladbacher hatten ein ums andere Mal in den Zweikämpfen das Nachsehen. Drmic fand in seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Bundesligasaison keine Bindung zum Spiel und auch Florenz-Held Stindl konnte bis auf zwei Schüsschen (19./44.) nichts Zwingendes in der ersten Hälfte initiieren.

Die Ingolstädter kamen kraftvoll aus der Kabine. Einen Kopfball von Marvin Matip (56.) entschärfte Borussia-Torwart Yann Sommer. Es war die erste zwingende Torchance des Spiels. Nach einer Ecke von Oscar Wendt brachte Stindl die Gladbacher in Führung. Alle Ingolstädter Proteste ob des Armeinsatzes nutzen nichts. Der eingewechselte Hahn setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Luca Waldschmidt wechselt vom Hamburger SV zum SC Freiburg. «Wir sehen bei Luca noch viel Potenzial und waren bekanntlich schon lange an einem Wechsel zum Sport-Club interessiert. Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat», sagte Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach. Zu Vertragsinhalten machte der Club wie üblich keine Angaben. Laut Fachmagazin «kicker» hatte U21-Nationalspieler Waldschmidt beim HSV eine Ausstiegsklausel über fünf Millionen Euro. Freiburg - Der SC Freiburg hat Luca Waldschmidt vom Hamburger SV verpflichtet. (Politik, 24.05.2018 - 11:52) weiterlesen...

RB Leipzig weiter auf Trainersuche. Leipzig - RB Leipzig steht bei den Planungen für die kommende Saison weiterhin unter hohem Zeitdruck. Am 26. oder 27. Juli steht bereits das erste Qualifikationsspiel zur Europa League an - und noch hat der Fußball-Bundesligist keinen neuen Trainer als Nachfolger für Ralph Hasenhüttl gefunden. «Es gibt keinen neuen Stand. Alles ist offen», bestätigte der Fußball-Bundesligist der Deutschen Presse-Agentur. Es hatte am Donnerstag erneut Spekulationen gegeben, dass RB-Sportdirektor Ralf Rangnick wie schon 2015 in Doppelfunktion als Trainer zurückkehren könnte. RB Leipzig weiter auf Trainersuche (Politik, 24.05.2018 - 11:46) weiterlesen...

Spekulationen um Rangnick - RB Leipzig weiter auf Trainersuche. Leipzig - RB Leipzig steht bei den Planungen für die kommende Saison weiterhin unter hohem Zeitdruck. Am 26. oder 27. Juli steht bereits das erste Qualifikationsspiel zur Europa League an - und noch hat der Bundesligist keinen neuen Trainer als Nachfolger für Ralph Hasenhüttl gefunden. Spekulationen um Rangnick - RB Leipzig weiter auf Trainersuche (Sport, 24.05.2018 - 11:34) weiterlesen...

Nach Klassenerhalt - Schmadte deutet Wolfsburger Neuaufbau mit Labbadia an Wolfsburg - Wolfsburgs neuer Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat angedeutet, dass er den Neuaufbau beim VfL Wolfsburg mit Trainer Bruno Labbadia angehen will. (Sport, 23.05.2018 - 12:02) weiterlesen...

Leno-Zukunft offen - Hradecky-Transfer nach Leverkusen perfekt Leverkusen - Bayer Leverkusen hat schon vor der endgültigen Klärung der Zukunft von Nationaltorhüter Bernd Leno den Transfer von Lukas Hradecky perfekt gemacht. (Sport, 23.05.2018 - 11:42) weiterlesen...

Angebliches Interesse - Völler und Wendell betonen: Bisher keine Anfrage von PSG Leverkusen - Der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat nach Angaben von Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler noch kein Angebot für Linksverteidiger Wendell hinterlegt. (Sport, 23.05.2018 - 09:58) weiterlesen...