Fußball, Bundesliga

Dieses Ergebnis hilft keinem der beiden Krisenclubs.

15.01.2022 - 17:36:05

19. Spieltag - Wolfsburg und Hertha kommen im Krisenduell nicht voran. Wolfsburg und Hertha trennen sich im Duell der Enttäuschten 0:0.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat in der Fußball-Bundesliga zwar seine Niederlagen-Serie, nicht aber seine sportliche Krise beendet. Im Duell der beiden großen Saisonenttäuschungen reichte es nur zu einem 0:0 gegen Hertha BSC.

Dieses Ergebnis half keinem der beiden Clubs dabei, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Nach acht Niederlagen in den vorangegangenen acht Pflichtspielen trauerten die Wolfsburger diesmal vor 500 Zuschauern mehreren vergebenen Chancen in der ersten Halbzeit hinterher.

Immerhin war der VfL lange Zeit das einzige Team, dessen Einsatz der Bedeutung dieses Krisenduells gerecht wurde. Wolfsburg war aktiv, die kurzfristig ohne Peter Pekarik (Covid-19) angetretene Hertha zumindest in der ersten Hälfte erstaunlich passiv. Die Wölfe gingen allerdings so fahrlässig mit ihren klaren Torchancen um, wie man sich das in dieser sportlichen Situation eigentlich nicht leisten kann.

Schwolow rettet

In der 16. Minute passte Jerome Roussillon von der linken Seite in den Strafraum, wo der Zwölf-Millionen-Euro-Einkauf Luca Waldschmidt den Ball beinahe vom Elfmeterpunkt aus freistehend über das Tor schoss. Nur zwei Minuten später war Wout Weghorst der Abnehmer einer Roussillon-Flanke, doch sein Volleyschuss aus nur sieben Metern landete in den Armen von Alexander Schwolow. Der Hertha-Torwart rettete auch in der 29. Minute mit nur einem Arm, als Wolfsburgs Yannick Gerhardt allein auf ihn zulief.

Der VfL konnte sich außerdem noch darüber ärgern, dass Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen nach einem Einsteigen von Jordan Torunarigha gegen Renato Steffen in der 39. Minute keinen Elfmeter pfiff und auch der Videoassistent nicht eingriff.

Die Berliner leisteten sich immer wieder Schnitzer wie Torunarighas Zweikampfführung in dieser Situation. Auch Waldschmidts Großchance war ein leichtfertiger Ballverlust von Myziane Maolida vorausgegangen. Trotzdem wäre die Hertha kurz vor der Pause beinahe in Führung gegangen, ein Kopfball von Niklas Stark lag in der 43. Minute bereits im Tor. Sein Teamkollege Jurgen Ekkelenkamp hatte Roussillon zuvor aber leicht weggeschubst, weshalb Schiedsrichter Hartmann diesmal zurecht auf Freistoß für Wolfsburg entschied.

Hertha steigert sich

Klare Chancen besaß auch in der zweiten Halbzeit zunächst nur der VfL. Waldschmidt und Weghorst wurden in guter Schussposition von Stark geblockt (58.). Ein Distanzschuss von Waldschmidt flog knapp über das Tor (59.). Der große Unterschied war jetzt aber: Hertha war deutlich besser im Spiel. Die Berliner ließen die Wolfsburger nicht mehr nur kommen, sondern bestimmten die Partie von Minute zu Minute mehr. Diese Steigerung reichte aber nur dazu, die Wolfsburger vom eigenen Tor fernzuhalten. Und nicht etwa, um sich eigene klare Möglichkeiten herauszuspielen. Bei einem Drehschuss von Marco Richter (73.) kam die Hertha dem 1:0 noch am nächsten.

Und so erfüllte sich am Ende kein Trainerwunsch. Herthas Tayfun Korkut wollte «aktiv» spielen lassen. Wolfsburgs Florian Kohfeldt hatte gesagt: «Ob er dreckig ist, wunderschön oder mit Pauken und Trompeten: Hauptsache ein Sieg!» Beides trat nicht ein.

© dpa-infocom, dpa:220115-99-722080/2

@ dpa.de

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