Fußball, Bundesliga

Die Zahlen sind eindeutig.

17.05.2018 - 06:36:06

Bundesliga-Relegation - Wolfsburg klarer Favorit - Nur auf dem Papier?. Ginge es nur danach, hätte Holstein Kiel in der Bundesliga-Relegation gegen den VfL Wolfsburg keine Chance.

Wolfsburg - Für die einen sind es große Zitterpartien, für die anderen «Bonusspiele» und «das Highlight des Jahres» - in jedem Fall sind die Relegationsspiele zwischen dem VfL Wolfsburg und Holstein Kiel ein Duell der Gegensätze.

Heute (20.30 Uhr) steigt beim Bundesliga-Drittletzten Wolfsburg das Hinspiel. Das Rückspiel findet am Pfingstmontag (20.30 Uhr) beim Zweitliga-Dritten Kiel statt.

ETAT

Wolfsburg bekommt vom Mutterkonzern Volkswagen pro Jahr rund 60 bis 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Gehaltsbudget des Zweitligisten Kiel beträgt etwa 6,2 Millionen Euro. «Das sind etwa zwei Top-Spieler unseres Gegners», sagte Kiels Sportlicher Leiter, Ralf Becker, im «Sport Bild»-Interview. Der Club ist erst in der vergangenen Saison aus der 3. Liga aufgestiegen.

MARKTWERT

Dem Portal transfermarkt.de zufolge ist der Spielerkader des VfL rund zehnmal so viel Wert wie der von Holstein. Demnach beträgt die Marktwert-Summe des Bundesligisten 142,85 Millionen Euro, die des Zweitligisten 14,53 Millionen Euro.

ERFOLGE

Beide Clubs waren je einmal deutscher Meister. Bei Holstein liegt das mehr als hundert Jahre zurück. 1912 feierte Kiel den Titel. Wolfsburg war 2009 Meister und holte sechs Jahre später den DFB-Pokal. Die Niedersachsen spielen seit 21 Jahre ununterbrochen in der 1. Liga. Kiel stieg im vergangenen Sommer erstmals überhaupt in die eingleisige 2. Liga auf.

VEREINE

Holstein wurde 1900 gegründet und ist bis heute ein eingetragener Verein. Der VfL wurde 1945 gegründet. 2001 übernahm Volkswagen 90 Prozent der ausgegliederten Fußball-GmbH. Seit 2007 ist der VfL eine hundertprozentige VW-Tochter.

SPRUCH

«Für die ist es das größte Highlight der Saison. Sie haben etwas sehr Schönes geschafft. Die können nur gewinnen, wir alles verlieren.»

(Wolfsburgs Kapitän Paul Verhaegh)

@ dpa.de

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