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Fußball, Frauen-WM

Die US-Fußballerinnen werden nach dem Sieg im WM-Finale frenetisch gefeiert.

10.07.2019 - 18:29:23

Frauenfußball - New York feiert US-Weltmeisterinnen - Rapinoe contra Trump. Vor der Parade durch die Straßen von New York wurde es erneut politisch.

  • Megan Rapinoe - Foto: Kathy Willens/AP

    Frau klarer Worte: Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe. Foto: Kathy Willens/AP

  • Weltmeisterinnen - Foto: Carlos Cordeiro, Präsident der US Soccer Federation, posiert mit den US-Weltmeisterinnen in New York. Foto: Richard Drew/AP

    Carlos Cordeiro, Präsident der US Soccer Federation, posiert mit den US-Weltmeisterinnen in New York. Foto: Richard Drew/AP

Megan Rapinoe - Foto: Kathy Willens/APWeltmeisterinnen - Foto: Carlos Cordeiro, Präsident der US Soccer Federation, posiert mit den US-Weltmeisterinnen in New York. Foto: Richard Drew/AP

New York überzog.

Trumps Slogan «Make America Great Again» («Macht Amerika wieder großartig») müsse überdacht werden, denn dieser blicke auf eine Zeit zurück, die nicht für alle großartig gewesen sei. Der Präsident habe die große Verantwortung, sich in dem Land um jeden einzelnen Menschen zu kümmern, dies müsse er besser machen, ergänzte die 34-Jährige, die mit ihren überragenden Leistungen, aber auch mit ihren reflektierten und kritischen Aussagen zum Gesicht der WM in Frankreich geworden war.

Rapinoe bekräftigte, dass sie nicht die Absicht habe, nach dem Sieg im Finale gegen die Niederlande zu Trump ins Weiße Haus zu gehen. Dieser Meinung seien auch andere Teammitglieder, die sie darauf angesprochen habe. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Team Interesse daran hat, die Plattform herzugeben, an der wir so hart gearbeitet haben.» Es dürfe nicht sein, dass die Regierung den Erfolg vereinnahme oder korrumpiere.

Mit ihren Aussagen («Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen») hatte Rapinoe Trump schon während der WM vor den Kopf gestoßen, dieser hatte wie üblich wütend auf Twitter reagiert. Anlässlich der großen Parade in New York kam zunächst kein Kommentar vom US-Präsidenten.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio, Mitglied der Demokratischen Partie, twitterte dagegen begeistert: «Ihr habt ein ganzes Land inspiriert. Und New York weiß, wie man Sieger feiert.» Am Mittag (Ortszeit) überreichte er den Weltmeisterinnen goldene Schlüssel zu seiner Stadt, das Publikum feierte die Spielerinnen immer wieder mit lauten «USA, USA»-Rufen. «Danke, dass ihr gekommen seid», rief Stürmerin Alex Morgan. Am Straßenrand waren auch immer wieder Plakate zu sehen, auf denen eine fairere Bezahlung für Frauen gefordert wurde.

US-Verbandschef Carlos Cordeiro feierte am Mikrofon vor dem Rathaus «23 der größten Athletinnen, die die USA je hervorgebracht haben» und kündigte an, die Investitionen in den Frauenfußball weiter erhöhen zu wollen. «Eine Nation, ein Team», sagte er. Rapinoe rief, das «beste, größte Team der Welt» habe die «beste, größte Stadt der Welt» stillgelegt.

@ dpa.de