WM 2022, FIFA

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt in der Vorrunde der WM 2022 gegen Spanien, Japan und den Gewinner der Playoff-Partie zwischen Costa Rica und Neuseeland, ergab die Auslosung in Doha.

01.04.2022 - 19:26:33

Deutschland gegen Spanien, Japan sowie Playoff-Gewinner

  • Die «Losfeen» stehen zu Beginn der Auslosung auf der Bühne. - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Bundestrainer Hansi Flick - im Saal auf einen Monitor gezeigt - verfolgt die Ziehung von Deutschland. - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Hansi Flick und Oliver Bierhoff kommen zur Auslosung. - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Idris Elba und Reshmin Chowdhury kommen zu Beginn der Auslosung auf die Bühne. - Foto: Christian Charisius/dpa

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Die «Losfeen» stehen zu Beginn der Auslosung auf der Bühne. - Foto: Christian Charisius/dpaBundestrainer Hansi Flick - im Saal auf einen Monitor gezeigt - verfolgt die Ziehung von Deutschland. - Foto: Christian Charisius/dpaHansi Flick und Oliver Bierhoff kommen zur Auslosung. - Foto: Christian Charisius/dpaIdris Elba und Reshmin Chowdhury kommen zu Beginn der Auslosung auf die Bühne. - Foto: Christian Charisius/dpa

Hansi Flick nahm das Hammerlos Spanien mit einem konzentrierten Lächeln zur Kenntnis. Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es in der Vorrunde der Fußball-WM 2022 in Katar mit dem erwartet harten Brocken zu tun.

Neben dem Ex-Weltmeister wurden der DFB-Auswahl in Doha Eröffnungsgegner Japan sowie der Gewinner der Playoff-Partie zwischen Costa Rica und Neuseeland zugelost. In seinem breiten weißen Sessel in der fünften Reihe des Konferenzzentrums der WM-Hauptstadt notierte sich Flick die Gegner. Die heiße Phase der WM-Vorbereitung kann beginnen.

Topspiel ist aber das Duell mit Spanien

«Das ist eine spannende und interessante Gruppe. Die Aufgaben sind nicht so einfach. Wir haben uns viel vorgenommen für dieses Turnier. Bei der Auslosung musst du nehmen, was kommt», sagte Bundestrainer Hansi Flick in der ARD und ergänzte mit Blick auf den ersten Gegner: «Japan ist eine Mannschaft, die immer dabei ist. Sie haben viele Spieler, die in der Bundesliga spielen. Von daher haben sie eine hohe Qualität. Wir wollten ein Freundschaftsspiel gegen sie machen, das fällt jetzt flach. Wir müssen schauen, dass wir uns durchsetzen.»

Das Topspiel ist aber das Duell mit Spanien. «Es war klar, dass wir aus Topf eins einen sehr guten Gegner kriegen würden», sagte DFB-Kapitän Manuel Neuer bei Magenta: «Jetzt ist es Spanien, da haben wir negative Erfahrungen gemacht in der Vergangenheit. Aber ich glaube, so etwas passiert uns nicht zweimal.» 2008 hatte Deutschland das EM-Finale gegen Spanien verloren.

Bei Turnieren geht es immer um die Tagesform

Los geht es für die DFB-Auswahl am 23. November gegen Japan - Stadion und Anstoßzeit werden voraussichtlich am 2. April bekanntgegeben. Das Schlagerspiel gegen Spanien steigt am 27. November. Das dritte Gruppenspiel ist für den 1. Dezember angesetzt, zuvor müssen Costa Rica und Neuseeland im kommenden Juni um das eine WM-Ticket spielen. Das WM-Auftaktspiel bestreitet Gastgeber Katar am 21. November gegen Ecuador.

«Wir respektieren alle Gegner, wir müssen auf höchstem Niveau spielen», sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der die Deutschland-Kugel gezogen hatte. Gegen Spanien spielte Deutschland vier Mal bei Weltmeisterschaften, die Iberer um Starspieler Pedri hatten 2010 mit dem WM-Triumph in Südafrika ihren größten Triumph gefeiert. Auf dem Weg dahin siegte das spanische Team im Halbfinale gegen die DFB-Auswahl. Gegen Japan hat Deutschland noch nie bei einer WM gespielt.

«Gerade bei Turnieren geht es immer um die Tagesform in den K.o.-Spielen, da muss man die Nase vorne haben. Da muss man die Cleverness mitbringen. Wir haben uns in der jüngsten Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert», sagte Neuer. Im Achtelfinale würde ein Gegner aus der Gruppe F warten - Belgien, Kanada, Marokko oder Kroatien.

Infantino zur WM: «beste aller Zeiten»

Die auch von Hollywoodstar Idris Elba moderierte Auslosung zelebrierten die katarischen Gastgeber als große Lichtshow mit für das Emirat traditionellen Elementen. Katars Staatsoberhaupt, Emir Tamim bin Hamad Al Thani, schritt als Ehrengast in den großen Saal des Konferenzzentrums, FIFA-Präsident Gianni Infantino an seiner Seite. Der Schweizer pries die kommende Endrunde jetzt schon als «beste aller Zeiten» an, als die «größte Show der Erde».

Wie am Vortag beim FIFA-Kongress sprach Infantino auch die schwierige Weltlage an, ohne dabei den Angriffskrieg des vorherigen WM-Gastgebers Russland auf die Ukraine direkt zu erwähnen. «Die Welt ist gespalten, es gibt viele Auseinandersetzungen», sagte der FIFA-Präsident. «Deshalb ist es so wichtig, die Menschen wieder zusammenzubringen. Dafür ist die WM eine gute Gelegenheit. Deshalb möchte ich alle politischen Entscheidungsträger anflehen: Bitte, bitte, beenden Sie den Krieg, versuchen sie, aufeinander zuzugehen und für Frieden einzustehen. Ich flehe Sie an.»

Der Emir betonte: «Es ist wichtig, dass wir als Menschen auf dieser Erde aufeinander zugehen.» Der Scheich wünschte allen Teilnehmern «viel, viel Glück». Die große Kritik an der Menschenrechtslage und den Bedingungen für ausländische Arbeiter, die von Menschenrechtsorganisationen erst in dieser Woche erneuert worden war, war erwartungsgemäß bei der großen FIFA-Show kein Thema.

WM-Quartier in Abgeschiedenheit

Auf dem Weg zur WM bleiben Flick und seinem Team sechs Pflichtspiele in der Nations League der Europäischen Fußball-Union. In Juni sind vier Partien angesetzt, beim nicht für die WM qualifizierten Europameister Italien, in München gegen England, in Ungarn sowie in Mönchengladbach gegen die Italiener. Im September folgen die Rückspiele gegen Ungarn und in England. Die Abstellungspflicht für die Vereine beginnt unmittelbar nach dem 15. Bundesliga-Spieltag am 14. November.

Die Entscheidung, wo die DFB-Auswahl ihr WM-Quartier aufschlägt, solle kurz nach der Auslosung verkündet werden, hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff gesagt. Dem Vernehmen nach soll das Zulal Wellness Resort ganz im Norden des Emirats der DFB-Favorit sein. Die Luxusanlage gut 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha, die zum WM-Zentrum werden wird, bietet die auch von Flick gewünschte Abgeschiedenheit vom großen Rummel.

@ dpa.de