Fußball, Bundesliga

Der FC Bayern meldet sich zurück.

02.12.2018 - 07:28:06

Männer des Spieltags - Superjoker Alcácer, Doppelpacker Gnabry. Das 2:1 in Bremen soll den Münchnern bei der Jagd auf Borussia Dortmund wieder Selbstvertrauen geben. Doch der BVB hat einen Rekordjoker als Trumpf.

Berlin - Borussia Dortmund siegt in der Fußball-Bundesliga munter weiter, auch dank Superjoker Paco Alcácer. Wieder in der Spur scheint Rivale FC Bayern. Dank Serge Gnabry gewannen die Münchner in Bremen und hoffen nun, dass die Zeit mit Trainer Niko Kovac doch noch zum Erfolg wird.

Ein Streifzug durch den 13. Spieltag:

MANN DER ZUKUNFT: Arjen Robben angeschlagen, Franck Ribéry früh ausgewechselt - beim FC Bayern waren die Altstars mal wieder unpässlich. Also richtete es einer, dem in München die Zukunft gehören könnte. Serge Gnabry war beim 2:1 in Bremen mit einem Doppelpack der Matchwinner. «Wir wissen um die Lage in der Tabelle», sagte der 23-Jährige und beteuerte, der Sieg gebe Selbstbewusstsein und Sicherheit. Trainer Niko Kovac dürfte es gern vernommen haben.

JOKER-GARANTIE: Es ist inzwischen schon Gewohnheit. Paco Alcácer wird eingewechselt, wenig später trifft der Spanier für Borussia Dortmund. Beim 2:0 gegen Freiburg erzielte der Neuzugang bereits seinen neuntes Tor als Einwechselspieler - mehr hat noch kein Bundesliga-Profi in einer Saison geschafft. Insgesamt hat Alcácer schon zehnmal in acht Ligaspielen getroffen - nur Gert Dörfel war 1963 genauso erfolgreich. Damit ist der Stürmer mit dafür verantwortlich, dass der BVB souverän an der Ligaspitze thront und Lucien Favre als erster Dortmunder Trainer in seinen ersten 13 Ligapartien ungeschlagen blieb.

JOBANGST: Für Trainer André Breitenreiter wird es bei Hannover 96 ungemütlich. Das 0:2 gegen Hertha BSC stürzte die Niedersachsen auf Tabellenplatz 17. «Wir haben zu wenig Punkte, das ist auch meine Verantwortung», räumte der Coach bei Sky ein. Manager Horst Heldt ließ durchblicken, dass die Geduld des Clubs mit Breitenreiter nahezu aufgebraucht ist. «Natürlich müssen wir da Antworten finden auf Fragen, die wir uns ab morgen stellen müssen», sagte Heldt.

AUF DEN PUNKT: Dreimal entschied Schiedsrichter Robert Kampka bei der Partie zwischen Hoffenheim und Schalke auf Elfmeter. Beim ersten Mal überstimmte ihn sein Videoassistent, beim zweiten Mal nutzte Andrej Kramaric einen Handstrafstoß zum 1:0. Dann lag Kampka erneut daneben, doch diesmal kam aus dem Kölner Keller wohl kein Signal. Nabil Bentaleb rettete Schalke mit einem ziemlich fragwürdigen Elfmeter das 1:1. «Geht in Ordnung», sagte 1899-Trainer Julian Nagelsmann zwar - Gesprächsbedarf aber gab es trotzdem.

STILLE NACHT: Eine Halbzeit lang versagten viele Fans den Teams ihre Unterstützung. Der Unmut richtet sich gegen die Ansetzung von Spielen unter der Woche. Die Zusage der Liga, beim nächsten TV-Vertrag auf Montagsspiele im Oberhaus zu verzichten, genügt vielen Fans offenbar nicht. Lucien Favre, Trainer von Spitzenreiter Borussia Dortmund, meinte: «Ich verstehe total, dass die Leute protestieren. Ich würde alle Spiele am Montag total verbieten.» An der Austragung des Spiels zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen am Montagabend dürfte das nichts ändern.

KREATIV-DUO: In Marcel Sabitzer und Kevin Kampl fehlten RB Leipzig zuletzt die Ideengeber im Mittelfeld verletzt. Auch auf Abräumer Diego Demme musste Trainer Ralf Rangnick bei der 0:1-Niederlage in der Europa League in Salzburg verzichten. «Selbst der eine oder andere Spieler hofft, dass sie zurückkommen», sagte Rangnick vor dem Heimspiel gegen die zweitplatzierten Gladbacher. «Und dann sind wir uns bewusst, dass wir jeden Gegner in der Liga schlagen können. Wenn so viele fehlen, tun wir uns schwer.»

ZURÜCKLEHNEN VERBOTEN: 4:0-Gala in der Europa League gegen Olympique Marseille, elf Pflichtspiele ungeschlagen: Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter will die Erfolgsserie mit seiner Mannschaft fortsetzen und auch gegen den VfL Wolfsburg nicht nachlassen. «Zufriedenheit bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet Rückschritt», sagte der Österreicher. «Nichts läuft von alleine. Man muss immer hungrig bleiben.»

@ dpa.de

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