Fußball, Bundesliga

Der Abgang von Manager Jörg Schmadtke könnte für den Bundesliga-Letzten Köln eine Zäsur bedeuten.

24.10.2017 - 16:28:07

«Einvernehmliche Trennung» - Nach Schmadtke-Abgang: Köln will «Sorgfalt» walten lassen. Die Clubbosse wollen bei der Suche nach einem Nachfolger die Ruhe der letzten Jahre wahren. Fraglich ist, wie lange die Geduld mit Trainer Stöger hält.

Köln - Der heitere Himmel über dem Clubgelände des 1. FC Köln war wie ein Kontrast zur gedämpften Stimmung nach der überraschenden Trennung von Sportchef Jörg Schmadtke.

Vor der Geschäftsstelle am Geißbockheim erklärte FC-Präsident Werner Spinner am Dienstag die Umstände des Schmadtke-Abschieds - und wies darauf hin, wie wichtig «der Zusammenhalt in allen Bereichen ist». Trotz sportlicher Krise und nun auch personeller Konsequenzen soll nicht das Chaos in die Karnevalshochburg zurückkehren.

Der unerwartete Abgang vom Sportchef kann für den Tabellenletzten nach vier ruhigen und vor allem erfolgreichen Jahren eine Zäsur sein. Schmadtke, Trainer Peter Stöger und das Präsidium mit Spinner an der Spitze hatten dank anhaltender sportlicher Erfolge in der alten Römer-Stadt eine Fußball-Festung errichtet.

Hektik soll nach der «einvernehmlichen» Trennung von Schmadtke, wie es in einer Vereinsmitteilung am Montagabend hieß, nicht ausbrechen. «Wir werden eine große Sorgfalt an den Tag legen, den Nachfolger von Jörg Schmadtke auszusuchen, weil wir wissen, welche Bedeutung diese Funktion hat in diesem Club», erklärte Spinner. «Der Verbleib in der Bundesliga» genieße oberste Priorität.

Namhafte Kandidaten für die Neubesetzung der freigewordenen Stelle sind jedenfalls im Angebot. Unter anderen die ehemaligen Bundesliga-Manager Klaus Allofs (VfL Wolfsburg, Werder Bremen), Dietmar Beiersdorfer (Hamburger SV) und Jan Schindelmeiser (1899 Hoffenheim, VfB Stuttgart) sind derzeit ohne Beschäftigung.

Für die Wintertransferperiode stehen vorerst Trainer Stöger und Sportdirektor Jörg Jakobs, der eigentlich für den Nachwuchsbereich zuständig ist, in der Verantwortung, «so dass wir sicher sind, dass wir ein qualitativ hochwertiges Team am Start haben», betonte der ehemalige Ford-Mannager Spinner.

Stöger ist mit dem einstigen Weggefährten Schmadtke nun so etwas wie ein Prellbock verloren gegangen. «Wenn Jörg Schmadtke jetzt weg ist, wird der Winter-Transfermarkt deswegen nicht einfacher werden», sagte der Österreicher. Fraglich ist, ob er in die Personalsuche überhaupt noch richtig eingreifen kann. Sollte es im DFB-Pokal-Spiel bei Hertha BSC am Mittwoch (18.30 Uhr) und im rheinischen Derby beim Erzrivalen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) Niederlagen geben, könnten sich die Blicke direkt auf den Fußballlehrer richten.

«Woher soll ich das wissen? Da müssen Sie andere Personen fragen», sagte Stöger auf entsprechende Fragen. Der 51-Jährige hatte mit Schmadtke seit 2013 eine kaum für möglich gehaltene Kultur der ruhigen Hand etabliert. Dabei maßgeblich geholfen haben die Bundesliga-Rückkehr, die Etablierung in der Liga und die erstmalige Qualifikation für den Europapokal seit 1992.

Das alles erscheint nach nur zwei Punkten aus den ersten neun Punktspielen ohne Sieg und drei Niederlagen in der Europa League in Gefahr. Die Transferpolitik ließ die Stimmung in der Öffentlichkeit offenbar kippen, nachdem Anthony Modeste für geschätzte 35 Millionen Euro nach China gewechselt war und sich die Neuen wie der derzeit verletzte Jhon Cordoba bislang noch nicht als große Verstärkungen erwiesen haben.

«Ich von meiner Seite werde den Verein nicht verlassen, solange keiner mit einer besseren Lösung kommt», sagte Stöger, der bis zuletzt zu Schmadtke «ein sehr enges und gutes Verhältnis gehabt» habe. Der Österreicher weiß, was auf ihn zukommen könnte. Er demonstrierte trotzdem Zuversicht und die ihm eigene Gelassenheit: «Das ist eine ganz entscheidende Phase für den Club. Es wird uns gelingen, damit fertig zu werden.»

@ dpa.de

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