Fußball, Bundesliga

Das Torverhältnis von Mainz 05 nach dem 0:0 gegen Bayern-Bezwinger Hertha BSC bleibt kurios.

06.10.2018 - 18:54:06

7. Spieltag - Torloses Unentschieden zwischen Hertha und Mainz. Mit 4:4 Toren holten die Rheinhessen aber neun Punkte. Die Berliner konnten damit leben, eine Woche nach dem Festtag gegen die Münchner nur einen Punkt mitgenommen zu haben.

Mainz - Das Wichtigste im Fußball gelingt dem FSV Mainz 05 in der Bundesliga nicht: Tore zu schießen. Mit dem 0:0 gegen Hertha BSC blieben die Rheinhessen bereits im vierten Spiel in Serie ohne Treffer.

«Wir haben alles versucht», sagte 05-Sportvorstand Rouven Schröder. 22 Torschüsse und zahlreiche Chancen belegen das, ändern aber nichts an der mageren Einschussbilanz in dieser Saison mit bisher nur vier Treffern. «Man hat gesehen, was für ein Potenzial die Mannschaft hat. Sie wird sich schon noch belohnen», sagte Schröder.

Die Bayern-Bezwinger aus Berlin hatten eine Woche nach dem großen Fußballfest gegen die Münchner auch Glück, gegen die sehr engagierten Mainzer noch einen Punkt geholt zu haben. «Einen Sieg haben wir auch nicht verdient», befand Valentino Lazaro ehrlich.

Vor 22.405 Zuschauern fehlte den Berlinern vieles von dem, was sie gegen die Münchner stark machte: Kombinationsfreude, Konsequenz und Kreativität im Offensivspiel. Zudem zeigten die Gäste erneut mit dem zu Null, dass sie weiter die stabilste Abwehr der Liga mit nur vier Gegentoren haben.

Die erste von zahlreichen Mainzer Chancen hatte in der 9. Minute Jonathan Burkardt: Nach einem Rückpass im Strafraum von Ridle Baku schoss Burkardt bedrängt durch Marvin Plattenhardt aber links am Hertha-Gehäuse vorbei, in dem wieder Rune Jarstein stand.

Die kombinationsfreudigen und im Spielaufbau kreativen Mainzer hatten weitere Möglichkeiten zur Führung, darunter eine hundertprozentige Chance durch Jean-Philippe Gbamin (38.), der nach einem Burkardt-Rückpass mit seinem Schuss aus neun Metern aber an Jarstein scheiterte.

Pech hatten die Mainzer zwei Minuten vor dem Pausenpfiff, als Unruheherd Burkardt in den Strafraum eindrang und von Hertha-Profi Per Skjelbred elfmeterverdächtig gefoult wurde. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte aber nicht auf den Elfmeterpunkt. Für 05-Trainer Sandro Schwarz war es eine «glasklare Fehlentscheidung».

Großes Glück hatten dagegen die Platzherren und 05-Torwart Robin Zentner in der 26. Minute, als Vedad Ibisevic nach Flanke von Valentino Lazaro an den Innenpfosten köpfte. Zentner musste für seinen Kollegen Florian Müller einspringen, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel drängten die Mainzer die Berliner über weite Strecke in die eigene Hälfte und spielten sich weitere Möglichkeiten heraus, die aber meistens wenig gefährlich waren. Viel hätte nicht gefehlt, dann hätten die Bayern-Bezwinger mit der ersten Chance nach dem Wiederanpfiff den Spielverlauf auf den Kopf gestellt: Der für Ibisevic eingewechselt Davie Selke (63.) köpfte den Ball wenige Zentimeter am rechten Mainzer Pfosten vorbei. «Wir sind zufrieden mit dem Punkt», sagte Hertha-Coach Pal Dardai.

@ dpa.de

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