Fußball, Bundesliga

Bundesliga-Schlusslicht Köln will sich nach der Trennung von Manager Jörg Schmadtke auf der Suche nach einem Nachfolger Zeit nehmen.

24.10.2017 - 14:00:06

FC-Krise - Köln sucht «mit Sorgfalt» einen Nachfolger für Schmadtke. Trainer Peter Stöger zeigt sich von der Entwicklung überrascht.

Köln - Der 1. FC Köln will nach der unerwarteten Trennung von Manager Jörg Schmadtke mit äußerster Vorsicht den nächsten Schritt machen.

«Wir werden eine große Sorgfalt an den Tag legen, den Nachfolger von Jörg Schmadtke auszusuchen, weil wir wissen, welche Bedeutung diese Funktion hat in diesem Club», erklärte Kölns Präsident Werner Spinner in einem Statement vor der Geschäftsstelle auf dem Clubgelände am Geißbockheim.

Unter anderem die ehemaligen Bundesliga-Manager Klaus Allofs (VfL Wolfsburg, Werder Bremen) und Jan Schindelmeiser (1899 Hoffenheim, VfB Stuttgart) sind derzeit ohne Beschäftigung. Für die anstehende Transferperiode seien nun Trainer Stöger und Sportdirektor Jörg Jakobs in der Verantwortung, «sodass wir sicher sind, dass wir ein qualitativ hochwertiges Team am Start haben, um diese Transferperiode erfolgreich abzuschließen», erklärte Spinner weiter.

Trainer Peter Stöger, von der Entwicklung selbst «überrascht», meinte auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Hertha BSC am Mittwoch (18.30 Uhr): «Wenn Jörg Schmadtke jetzt weg ist, wird der Transfermarkt nicht einfacher.»

Der Bundesliga-Letzte Köln und Schmadtke hatten am Montagabend ihre Trennung bekanntgegeben. Der eigentlich noch bis 2023 laufende Vertrag mit dem Geschäftsführer sei mit sofortiger Wirkung im «beiderseitigen Einvernehmen» aufgelöst worden, hieß es in einer Mitteilung des Tabellenletzten. «Jörg Schmadtke kam am Montag zu uns. Wir haben ein ausführliches Gespräch geführt und in diesem Gespräch hat er signalisiert, dass er bereit wäre, den Weg freizumachen für einen neuen Impuls. Im Laufe des Gesprächs hat sich dann eine Vertragsauflösung als die einzig sinnvolle Lösung ergeben», berichtete Spinner aus der Unterhaltung.

Trainer Stöger trat Annahmen entgegen, dass es zwischen ihm und Jörg Schmadtke zuletzt Dissonanzen gegeben habe. «Wir haben ein sehr enges und gutes Verhältnis gehabt, was die Zusammenarbeit betrifft. Es war von Vertrauen geprägt. Ich habe viele, viele positive Erinnerungen», sagte Stöger zur Zusammenarbeit.

Die öffentliche Stimmung gegen den in Köln lange Zeit als Kultfigur umjubelten Schmadtke hatte sich spätestens nach der 0:1-Niederlage in der Europa League am Donnerstag in Borissow gedreht. Die Fans forderten lautstark den Rauswurf des Sportchefs. Zuletzt gab es im Bundesliga-Kellerduell gegen Werder Bremen ein torloses Remis. Die Transferpolitik ließ die Stimmung in der Öffentlichkeit offenbar kippen, nachdem Anthony Modeste für geschätzte 35 Millionen Euro nach China gewechselt war und sich die Neuen wie der derzeit verletzte Jhon Cordoba bislang noch nicht als große Verstärkungen erwiesen haben.

Im Sommer 2013 war der ehemalige Bundesliga-Torhüter Schmadtke nach Köln gekommen. Ein Jahr später schaffte der FC als Zweitliga-Meister die Rückkehr in die Bundesliga. In der darauffolgenden Spielzeit erreichte der Club Platz zwölf, kam 2016 auf Rang neun und qualifizierte sich in der zurückliegenden Saison mit Platz fünf für die Teilnahme an der Europa League.

In der laufenden Saison allerdings konnten die Rheinländer noch kein Liga-Spiel gewinnen und liegen mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Vertrag auch für 2. Liga - HSV holt Trainer Hollerbach und hofft auf «Wunder von Bernd». Der 48 Jahre alte Nachfolger von Trainer Markus Gisdol soll den HSV vor dem ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Bernd Hollerbach ist der neue Hoffnungsträger beim Hamburger SV. (Sport, 22.01.2018 - 14:26) weiterlesen...

Vertrag auch für 2. Liga - HSV bestätigt: Hollerbach folgt auf Gisdol. Wie der stark abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist am Montag bestätigte, erhält der 48 Jahre alte Ex-Profi des HSV einen Vertrag bis 2019. Hamburg - Bernd Hollerbach wird wie erwartet Trainer-Nachfolger von Markus Gisdol beim Hamburger SV. (Sport, 22.01.2018 - 14:22) weiterlesen...

HSV bestätigt: Trainer Hollerbach übernimmt. Das bestätigte der norddeutsche Fußball-Bundesligist. Hamburg - Bernd Hollerbach wird Trainer-Nachfolger von Markus Gisdol beim Hamburger SV. (Politik, 22.01.2018 - 14:18) weiterlesen...

HSV bestätigt: Trainer Hollerbach übernimmt den Abstiegskandidaten. Das bestätigte der norddeutsche Fußball-Bundesligist am Montag. Hamburg - Bernd Hollerbach wird Trainer-Nachfolger von Markus Gisdol beim Hamburger SV. (Politik, 22.01.2018 - 14:16) weiterlesen...

Bestätigung durch Verein - Trainer Hollerbach übernimmt den Abstiegskandidaten HSV. Das bestätigte der norddeutsche Fußball-Bundesligist am Montag. Hamburg - Bernd Hollerbach wird Trainer-Nachfolger von Markus Gisdol beim Hamburger SV. (Sport, 22.01.2018 - 14:16) weiterlesen...

Bundesliga - Misstöne auf Schalke - Goretzka-Wechsel sorgt für Unruhe. Der Nationalspieler spricht nach dem 1:1 gegen Hannover von den «schwierigsten Tagen meiner Karriere». Die Münchner schließen einen Transfer im Winter aus. Schalke droht ein weiterer Verlust. Der baldige Abgang von Goretzka zum FC Bayern sorgt auf Schalke für Unruhe. (Sport, 22.01.2018 - 13:16) weiterlesen...