Fußball, Bundesliga

Augsburg - Auch mit dem neuen Trainer Domenico Tedesco kann RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga auswärts nicht gewinnen.

15.12.2021 - 22:32:08

16. Spieltag - Leipziger Auswärtsmisere hält auch unter Tedesco an

Nach dem gelungenen 4:1-Einstand gegen Borussia Mönchengladbach musste sich der Nachfolger von Jesse Marsch trotz eines dominanten Auftritts über ein 1:1 (1:0) beim weiter in der Abstiegszone steckenden FC Augsburg ärgern. Damit verpasste Leipzig erneut den ersten Sieg in der Fremde in dieser Saison.

Mittelstürmer André Silva (19. Minute) hatte die Sachsen nach einem feinen Spielzug mit seinem fünften Saisontor in Führung geschossen. Einziges Leipziger Manko in der leeren Augsburger Geisterspiel-Arena war die fahrlässige Torausbeute. Das rächte sich mit dem verwandelten Handelfmeter durch Daniel Claigiuri (86.). Schon zuvor hatte FCA-Joker Sergio Cordova einen Kopfball an die Latte gesetzt (80.). Die gegen Leipzigs abgeklärten Ballbesitzfußball in der Summe überforderten Augsburger hängen weiter in der Abstiegszone fest.

Das Team von Trainer Markus Weinzierl fand knapp vier Wochen nach dem grandiosen 2:1-Heimsieg noch vor Zuschauern gegen den FC Bayern keine Mittel gegen die Leipziger Dominanz. Die Gäste kontrollierten Ball und Gegner - und nur deren mangelhafte Konsequenz vor dem Tor ließ den FCA im Spiel. Konsequent bis zum finalen Torschuss agierte Tedescos Elf vor der Pause nur einmal: Eine weite Flanke von Angelino in den Strafraum schlug Benjamin Henrichs volley vors Tor, wo Silva frei vor FCA-Torwart Rafal Gikiewicz abstauben konnte.

Alleine Silva hätte aus der Vielzahl an guten Leipziger Angriffen und Möglichkeiten zwei weitere Tore erzielen können: Einmal schoss der Portugiese Gikiewicz an (10.), einmal köpfte er drüber (24.). Und die Augsburger? Liefen ständig hinterher, der starke Innenverteidiger Reece Oxford klärte mehrmals in höchster Not. Ein abgeblockter Schuss von Jan Moravek war die einzige gefährliche Offensivaktion (28.).

Der FCA intensivierte nach der Pause seine Angriffsbemühungen. Aber die Gäste hatten das Geschehen weiter im Griff. Der knappe Spielstand aber barg Gefahren, ein Distanzschuss des eingewechselten Augsburgers Arne Maier strich übers Tor (60.).

Tedesco verfolgte am Spielfeldrand die Aktionen ohne aufgeregtes Coaching, aber durchaus angespannt. Und er breitete entgeistert die Arme aus, als Silva ein weiteres Mal frei an Gikiewicz scheiterte (72.). Sekunden später köpfte Jordi Mukiele an den Pfosten. Der Chancenwucher blieb Leipzigs große Schwachstelle. Das nutzte Caligiuri mit dem Elfmeter, den Henrichs mit seinem Handspiel verursachte.

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