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Fußball, Bundesliga

Aufsteiger Union Berlin muss doch noch einmal ernsthaft um dem Klassenverbleib bangen.

01.06.2020 - 05:20:05

29. Spieltag - Union muss wieder zittern - Deftige Niederlage in Gladbach. Mit dem 1:4 in Gladbach war der Aufsteiger am Sonntag noch gut bedient. In Ryerson verletzte sich zudem ein Spieler nicht einmal eine Minute nach seiner Einwechslung.

Mönchengladbach - Urs Fischer war auch rund eine Stunde nach dem nächsten sieglosen Spiel bedient.

Schon während des deftigen 1:4 (0:2) bei Borussia Mönchengladbach hatte der Schweizer Coach des 1. FC Union Berlin immer wieder kopfschüttelnd auf der Bank gesessen. «Mit nur 25 guten Minuten nach der Pause kannst du kein Spiel gewinnen», schimpfte Fischer nach der Partie.

Seit dem 24. Februar, seit dem 2:1 bei Eintracht Frankfurt hat seine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga kein Spiel mehr gewonnen. «Das ist gerade nicht der spaßigste Teil der Saison», räumte Sebastian Andersson ein. Der Schwede hatte kurz nach der Pause immerhin das zwischenzeitliche 1:2 geköpft (49. Minute). Ein von Gladbach schlecht verteidigter Freistoß ließ noch einmal kurz Hoffnung aufkommen beim Aufsteiger, der allerdings am Ende nach der Gegentoren von Florian Neuhaus (17.), Marcus Thuram (41./59.) und Alassane Plea (81.) noch verdammt gut dran war. Nur an der mangelhaften Konsequenz der Gladbacher lag es, dass es nicht noch deutlicher wurde.

Allmählich wird es wieder ungemütlich für die Köpenicker, die vor der Corona-Krise deutlich komfortabler dastanden. Gerade einmal vier Punkte trennt Union noch vom Relegationsrang. Erstmals seit dem zehnten Spieltag rutschten die Berliner unterhalb von Platz 13. Zusammen mit Frankfurt sind sie mit nun zehn Pleiten das auswärtsschwächste Team der Liga. «Wir wussten im Vorhinein, dass es nicht leicht ist, in der Bundesliga zu bestehen», meinte Kapitän Christopher Trimmel: «Wir lassen uns nicht aus dem Konzept bringen, arbeiten weiter hart. Wir machen weiter, und speziell zu Hause müssen wir punkten.» Allerdings ist der Heimvorteil ohne Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei erst einmal deutlich abgeschwächt.

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der Norweger Julian Ryerson. Der Rechtsverteidiger wurde nach einer Stunde eingewechselt, stand 40 Sekunden auf dem Platz, knickte nach einer Attacke von Gladbachs Florian Neuhaus mit dem Sprunggelenk um und musste sogleich wieder vom Feld.

Vielleicht ein Trost für Union: Am kommenden Wochenende kommt der FC Schalke nach Köpenick. Die Königsblauen sind aktuell das formschwächste Team der Liga und seit elf Spielen sieglos. Schlechter war in der Rückrunde bislang kein Team in der Liga.

@ dpa.de

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