Fußball, Champions League

Auch eine phasenweise starke Leistung reicht 1899 Hoffenheim in Lyon nicht zum ersten Champions-League-Sieg.

07.11.2018 - 23:00:05

Champions League - Hoffenheims Achtelfinal-Träume fast beendet - Spätes 2:2. Der späte Punktgewinn ist verdient - die Hoffnungen auf das Achtelfinale sind aber minimal.

  • Laufduell - Foto: Uwe Anspach

    Hoffenheims Andrej Kramaric (l) und Lyons Lucas Tousart kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach

  • Abklatschen - Foto: Uwe Anspach

    Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric (l) jubelt mit Ermin Bicakcic über sein Anschlusstor zum 1:2. Foto: Uwe Anspach

  • Torschütze - Foto: Uwe Anspach

    Lyons Torschütze Nabil Fekir jubelt über das Tor zum 1:0. Foto: Uwe Anspach

Laufduell - Foto: Uwe AnspachAbklatschen - Foto: Uwe AnspachTorschütze - Foto: Uwe Anspach

Lyon - Für die TSG 1899 Hoffenheim sind die Träume vom Champions-League-Achtelfinale fast schon geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich bei Olympique Lyon nach einem 0:2-Rückstand zur Pause zwar noch ein 2:2.

Die Kraichgauer müssen aber nach dem vierten sieglosen Gruppenspiel nun gegen Schachtjor Donezk und bei Manchester City gewinnen und auf einen Ausrutscher der Franzosen hoffen. Weltmeister Nabil Fekir (19. Minute) und Tanguy Ndombelé (28.) trafen für Lyon, Andrej Kramaric (65.) und Pavel Kaderabek (90.+2) für den Fußball-Bundesligisten.

Ein phasenweise starker Auftritt bescherte den Hoffenheimern vor 53.850 Zuschauern noch ein 2:2, die TSG muss aber weiter auf ihren ersten Sieg in der Königsklasse warten. Nach einer Gelb-Roten Karte für Kasim Adams (51.) war Hoffenheim zudem lange in Unterzahl.

Die Kraichgauer spielten wie angekündigt von Beginn an mutig nach vorne und waren in der Anfangsphase klar überlegen. Lyon agierte zurückhaltend und mit viel Respekt. Der Klasse-Angriff der Franzosen mit Weltmeister Fekir, der im Hinspiel noch verletzt gefehlt hatte, und Memphis Depay kam zu Beginn nur selten zu gefährlichen Aktionen.

Vor allem über die linke Seite mit Jung-Nationalspieler Nico Schulz und Kramaric war Hoffenheim ein ums andere Mal gefährlich. Die gute Anfangsphase konnte die TSG aber nicht in Zählbares ummünzen - im Gegenteil: Nach 20 Minuten klatschte ein Distanzschuss des starken Ferland Mendy an den Innenpfosten, zwei Nachschüsse konnte der starke Keeper Oliver Baumann noch parieren. Im vierten Versuch war dann aber Fekir zur Stelle und stocherte den Ball zur Führung über die Linie.

Den bitteren Rückschlag schien die TSG aber gut wegzustecken. Ishak Belfodil (24.) und Schulz mit einem Schuss ans Außennetz drei Minuten später hatten Chancen auf das 1:1. Doch es kam noch schlimmer für den Bundesliga-Siebten: Nach einem Konter stand Ndombelé im Rückraum völlig frei, Abwehrchef Kevin Vogt fälschte seinen Schuss ins Tor ab.

Die Franzosen zogen nun immer häufiger ihr schnelles Umschaltspiel auf, in der Abwehr der Kraichgauer herrschte regelmäßig Alarm. Vor allem Rechtsverteidiger Adams hatte Probleme. Die TSG-Defensive präsentierte sich erneut als zu grün für europäisches Spitzen-Niveau.

Die nur noch geringen Hoffnungen der Gäste auf einen Punktgewinn erhielten sechs Minuten nach der Pause einen weiteren Dämpfer. Adams hatte einmal mehr Probleme mit dem schnellen Fekir und sah nach seinem nächsten Foul die Gelb-Rote Karte. Bei einem Abseitstor von Jason Denayer nach dem folgenden Freistoß hatte Hoffenheim Glück.

Als die Gäste fast schon aufgegeben zu haben schienen, fiel aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Keeper Anthony Lopes war nach starker Ballbehauptung von Schulz bei Kramarics Flachschuss ins linke Eck machtlos. Und Hoffenheim spielte in Unterzahl weiter nach vorne und wurde belohnt: In der Nachspielzeit köpfte Kaderabek zum 2:2 ein.

@ dpa.de