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Fußball, Bundesliga

Arminia Bielefeld hat am letzten Bundesliga-Spieltag von den noch abstiegsgefährdeten Teams die besten Möglichkeiten.

15.05.2021 - 18:26:09

33. Spieltag - Bielefeld verpasst riesigen Schritt. Mit dem Punkt gegen Hoffenheim war aber kaum jemand zufrieden.

Bielefeld - In der Tabelle geklettert, die fast sichere Rettung verpasst: Arminia Bielefeld muss wegen mangelnder Chancenverwertung weiter den direkten Wieder-Abstieg aus der Fußball-Bundesliga fürchten.

Das Team von Trainer Frank Kramer kam trotz bester Möglichkeiten nur zu einem 1:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim. «Die Jungs haben alles investiert und alles gegeben. Das ist bemerkenswert. Nachtrauern gibt es nicht, es gibt immer nur nach vorne schauen», sagte Kramer nach dem Spiel.

Der wunderschön direkt verwandelte Freistoß von Andreas Voglsammer (23. Minute) war zu wenig für den ersten Bundesligasieg Bielefelds gegen Hoffenheim, wodurch der Arminia der Klassenverbleib nur noch theoretisch zu nehmen gewesen wäre. Goalgetter Andrej Kramaric (5.) hatte Hoffenheim zuvor früh in Führung geschossen.

«Das Spiel müssen wir gewinnen. Das wäre dann die halbe Miete gewesen», sagte Bielefelds Keeper Stefan Ortega, der mit einer Glanzparade gegen Kramaric (75.) zumindest den Punkt festhielt, beim Pay-TV-Sender Sky. Dadurch zog Bielefeld an Werder Bremen vorbei auf Rang 15 und kann die Rettung am letzten Spieltag beim VfB Stuttgart aus eigener Kraft perfekt machen. Mit 32 Zählern liegt Bielefeld vor dem 34. Spieltag einen Punkt vor Bremen und zwei Zähler vor dem 1. FC Köln.

Für Hoffenheim als Elften geht es gegen Hertha BSC in der kommenden Woche um nichts mehr. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß blieb auch im achten Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg. «Wir haben klar dokumentiert, dass wir nichts auslaufen lassen», sagte Hoeneß.

Bielefeld belohnte sich am Samstag nicht für ein von Beginn an engagiert geführtes Spiel. Hunderte Arminen-Fans hatten den DSC schon vor dem Spiel auf das wichtige Duell eingeschworen und an der Schüco-Arena empfangen. «Man hat beim Herfahren gesehen, was das allen bedeutet. Das spornt uns natürlich umso mehr an», sagte Kramer. Auch während der Partie hallten immer wieder «Arminia, Arminia»-Rufe aus dem angrenzenden Wohngebiet ins Stadion hinein.

Dies schien die Bielefelder anzuspornen, die das Spiel machten, dabei aber früh auch in einen Konter liefen. TSG-Torjäger Kramaric staubte nach Vorarbeit von Sargis Adamyan erfolgreich zu seinem 19. Treffer ab. Der erstmals als Kapitän für die Kraichgauer aufgelaufene Kroate ist damit der erste Spieler in der Bundesliga-Historie Hoffenheims, dem so viele Tore in einer Saison gelangen. Für den 29-Jährigen war es zudem das fünfte Tor aus den vergangenen vier Spielen.

Voglsammer glich wenig später durch einen wunderschönen Freistoß-Treffer verdient aus. Philipp Pentke im TSG-Tor war dabei chancenlos. Der 36-Jährige vertrat den verletzten Stammkeeper Oliver Baumann und hielt insbesondere im zweiten Durchgang glänzend.

Mehrfach hatte Bielefeld Pech im Abschluss. Die größte Chance vergab erneut Voglsammer frei vor Pentke, als der 29-Jährige zu unplatziert abschloss (49.). «Wenn wir heute unsere Chancen nutzen, gehen wir als Sieger vom Platz und machen einen großen Schritt», haderte Voglsammer. «Trotzdem: Wenn wir das letzte Spiel gewinnen, bleiben wir drin und dürfen dann hoffentlich endlich wieder vor Fans spielen.»

© dpa-infocom, dpa:210515-99-610576/3

@ dpa.de

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