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Fußball, Gesellschaft

Antisemitische Vorfälle - Polizei: Ermittlungsverfahren gegen Union-Fans

01.10.2021 - 14:26:08

Antisemitische Vorfälle - Polizei: Ermittlungsverfahren gegen Union-Fans. Berlin - Nach den antisemitischen Vorfällen im Olympiastadion ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes in drei Fällen gegen mehrere Anhänger des 1. FC Union.

Wie die Berliner Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wird gegen mehrere noch unbekannte Personen wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie sollen bei einer Auseinandersetzung im Fan-Block Fans von Maccabi Haifa «verbal provoziert, bedroht und mit Bier beworfen» sowie fremdenfeindliche Äußerungen getätigt haben.

Gegen einen noch nicht identifizierten Tatverdächtigen wird wegen Inbrandsetzens einer Handfahne und Beschädigung einer ausländischen Flagge ermittelt. Der Mann konnte sich einer Festnahme entziehen, nachdem er beobachtet von einem Zivilbeamten versucht hatte, eine israelische Fahne eines Haifa-Fans anzuzünden.

Einem weiteren Mann wurde vorläufig die Freiheit entzogen, nachdem er nach dem 3:0-Erfolg des 1. FC Union im Gruppenspiel der Conference League gegen den israelischen Meister mehrfach «Sieg Heil» gerufen hatte. Er muss sich nun wegen «Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten», teilte die Polizei mit. Insgesamt waren 470 Polizisten bei der Partie im Einsatz. Der Berliner Fußball-Bundesligist hatte für Freitag eine Stellungnahme zu den Vorfällen angekündigt.

© dpa-infocom, dpa:211001-99-435926/5

@ dpa.de