Basketball, WM

Die WM-Qualifikation ist für die deutschen Basketballer nur noch Formsache.

14.09.2018 - 12:26:05

86:43 gegen Estland - Nur ein Sieg fehlt Schröder & Co. zur Basketball-WM. Und auch in China dürfen sich Dennis Schröder & Co. gute Chancen ausrechnen. Der Bundestrainer verspricht: Diese Mannschaft wird «allen noch viel Spaß machen».

  • Führungsspieler - Foto: Raigo Pajula

    Dennis Schröder (r) geht mit dem Ball am Esten Indrek Kajupank vorbei. Foto Raigo Pajula Foto: Raigo Pajula

  • Am Korb - Foto: Raigo Pajula

    Der Este Maik-Kalev Kotsar verteidigt am Korb gegen DBB-Spieler Maik Firbes. Foto: Raigo Pajula

  • Bundestrainer - Foto: Henrik Rödl gestikuliert heftig am Spielfeldrand. Foto: Raigo Pajula

    Henrik Rödl gestikuliert heftig am Spielfeldrand. Foto: Raigo Pajula

  • Attacke - Foto: Raigo Pajula

    Maik Zirbes (l) setzt sich gegen Maik-Kalev Kotsar aus Estland durch. Foto: Raigo Pajula

  • Selfie - Foto: Raigo Pajula

    Nach dem Spiel macht Dennis Schröder mit einem estischen Fan ein Selfie. Foto: Raigo Pajula

Führungsspieler - Foto: Raigo PajulaAm Korb - Foto: Raigo PajulaBundestrainer - Foto: Henrik Rödl gestikuliert heftig am Spielfeldrand. Foto: Raigo PajulaAttacke - Foto: Raigo PajulaSelfie - Foto: Raigo Pajula

Tallinn - Die Zuversicht von Dirk Nowitzki ist berechtigt. Nur noch ein Sieg fehlt seinen Nachfolgern, um die erste WM-Teilnahme seit der Ära des Superstars in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft perfekt zu machen.

Schon am Sonntag (18.00 Uhr) bietet sich dem Team um Dennis Schröder im Duell mit Israel in Leipzig die große Chance auf das vorzeitige Ticket zur Weltmeisterschaft 2019 nach China. «Die Mannschaft wird die Quali schaffen. Ich drück' die Daumen», sagte Nowitzki vor dem ersten Länderspielfenster dieser Saison.

Und die junge Auswahl von Bundestrainer Henrik Rödl darf sich nach dem souveränen 86:43 in Estland Hoffnungen machen, dass selbst bei der WM Erfolge wie zuletzt zu Hochzeiten des inzwischen aus dem Nationalteam zurückgetretenen besten deutschen Basketballers möglich sind. Zuletzt sprach Schröder schon vom Sprung zu Olympia 2020 nach Tokio als großes Traumziel. «Wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen», sagte Rödl vor dem Abflug aus Tallinn auf die Frage nach den möglichen Grenzen für sein Team. «Wo das endet, weiß ich nicht. Da würde ich mir erstmal keine Grenzen setzen, warum auch? Wir haben viel Talent, wenn alle weiter mitziehen, wird die Mannschaft allen noch viel Spaß machen.»

Dabei hat Rödl auch in diesem Herbst gar nicht alle seine besten Spieler dabei. Schröder glänzte auch bei den völlig überforderten Esten als Anführer, Antreiber und Ballverteiler. «Ich glaube nicht, dass es überhaupt einen Spieler gibt, der ihn alleine decken kann», schwärmte der Coach über seinen NBA-Star von den Oklahoma City Thunder. «Er hat seine Mitspieler in Szene gut gesetzt, selber gescort, sich defensiv aufgerieben. Es war ein sehr, sehr, sehr starkes Spiel von ihm. Aber von allen anderen auch.»

Aus der nordamerikanischen Profiliga ist derzeit ansonsten nur Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) dabei. Potenziell könnten bei der WM auch der derzeit verletzte und vereinslose Paul Zipser (zuletzt Chicago Bulls), Daniel Theis (Boston Celtics) sowie die Youngster Isaiah Hartenstein (Houston Rockets), Moritz Wagner und Isaac Bonga (Los Angeles Lakers) ins Team rücken.

So dürfte Rödl auch in den kommenden beiden Zeitfenstern für Länderspiele, die während der NBA-Saison liegen, erneut einen Kader mit anderem Gesicht versammeln. «Ich bin sehr dankbar, dass egal wer auftaucht, jeder sein Herz in diesen Qualispielen lässt. Wir haben eine großen Auswahl von 25 bis 30 Leuten, die motiviert sind, dabei zu sein», lobte der Europameister von 1993.

Die bislang letzte deutsche Medaille gab es mit Silber vor 13 Jahren bei der EM, einmal holte die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds angeführt von Nowitzki 2002 bislang WM-Bronze. Bei der bislang letzten WM-Teilnahme vor acht Jahren, bei der der Würzburger pausierte, scheiterte das Team knapp in der Vorrunde. Doch vor Gedankenspielen über zukünftige Erfolge sollen erstmal gegen Israel die letzten theoretischen Zweifel am WM-Ticket beseitigt werden. «Zu diesem Zeitpunkt der Qualifikation», sagte Rödl, «wäre das ein Riesenerfolg.»

@ dpa.de

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