Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Bund-Future, DE0009652644

FRANKFURT - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag zugelegt.

28.07.2021 - 12:43:05

Deutsche Anleihen: Kursgewinne. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,23 Prozent auf 176,25 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,44 Prozent. In allen Ländern der Eurozone gingen die Renditen zurück.

um bis zu 4,5 Prozent zu und überwand so auch die Marke von elf Euro. Danach drehte der Kurs jedoch ins Minus, lag um die Mittagszeit aber wieder mit 0,18 Prozent im Plus bei 10,64 Euro. Seit dem Jahreswechsel ist er damit noch um rund 19 Prozent gestiegen.

Branchenexperten zeigten sich von den Quartalszahlen positiv überrascht. Analyst Andreas Pläsier von Warburg Research rechnet nun mit höheren Erträgen im Investmentbanking und geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle als bisher. Sein Kollege Jernej Omahen von der US-Investmentbank Goldman Sachs goss etwas Wasser in den Wein: Bis zu den für das Jahr 2022 gesetzten Zielen sei es noch ein weiter Weg, schrieb er.

Nach Steuern verdiente die Deutsche Bank in den Monaten April bis Juni 828 Millionen Euro. Davon müssen noch Minderheitsanteile sowie Zinszahlungen für bestimmte Anleihen abgezogen werden, sodass auf die Deutsche-Bank-Aktionäre unter dem Strich ein Gewinn von 692 Millionen Euro entfiel. Ein Jahr zuvor gab es ein Minus von 77 Millionen Euro. Nun stand im ersten Halbjahr ein Nettogewinn von 1,6 Milliarden Euro in den Büchern.

"Wie schon im ersten Quartal waren alle unsere Geschäftsbereiche profitabler als im Vorjahr", stellte Sewing fest. Die Erträge - also die gesamten Einnahmen - lagen mit gut 6,2 Milliarden Euro allerdings knapp unter dem Vorjahresquartal. Das lag vor allem an Rückgängen in der Investmentbank. Ein Jahr zuvor hatte die Sparte von Turbulenzen an den Finanzmärkten zu Beginn der Corona-Krise profitiert.

Im Privatkundengeschäft konnte die Deutsche Bank ihre Erträge um drei Prozent steigern, obwohl hier das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Bankgebühren negativ zu Buche schlug. Der BGH hatte Ende April entschieden, dass Banken bei Änderungen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Zustimmung ihrer Kunden einholen müssen. Viele Gebührenerhöhungen sind daher vorerst ausgesetzt, Bankkunden können einen Teil zu viel gezahlter Gebühren zurückfordern.

Gut liefen die Geschäfte bei der Fondstochter DWS . Sie sammelte im zweiten Quartal knapp 20 Milliarden Euro neuer Anlagegelder ein, Erträge und Vorsteuergewinn legten stärker zu als erwartet. Die DWS erwartet nun für das Gesamtjahr einen signifikanten Anstieg des bereinigten Gewinns vor Steuern. Die DWS-Aktie legte nach den Neuigkeiten zu und lag zuletzt mit 1,67 Prozent im Plus bei 40,24 Euro.

Der Konzernumbau der Deutschen Bank, bei dem auch Tausende Stellen gestrichen werden, kommt voran. 90 Prozent der auf 8,1 Milliarden Euro veranschlagten Umbaukosten sind nach Angaben des Instituts verarbeitet. Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten sanken im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum baute der Dax-Konzern unter dem Strich gut 3000 Vollzeitstellen ab, sodass Ende Juni rechnerisch noch knapp 84 000 Vollzeitbeschäftigte bei der Bank arbeiteten.

"Nun kommt es darauf an, dass wir unseren Umbau diszipliniert fortsetzen", schrieb Sewing an die Mitarbeiter. "Wir müssen bei all den Kostenfaktoren am Ball bleiben, die wir selbst beeinflussen können." Jedoch will sich der Vorstand ab jetzt nicht mehr an einem festen Kostenziel orientieren, sondern am Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. So sollen die Kosten des Konzerns bis zum Jahr 2022 auf 70 Prozent der Erträge sinken. Bisher hatte Sewing ein Kostenziel von 16,7 Milliarden Euro ausgegeben. Wenn der Bank nun zusätzliche Erträge winken, sollen auch die Kosten höher ausfallen dürfen.

Tatsächlich rechnet die Deutsche-Bank-Spitze für dieses und das kommende Jahr mit höheren Erträgen als noch im Dezember prognostiziert. Dabei schätzt sie einen "erheblichen Teil" des Wachstums seit 2019 als nachhaltig ein.

Zupass kommt dem Institut auch, dass sich das wirtschaftliche Umfeld stabilisiert. Das Management rechnet daher mit deutlich weniger Kreditausfällen: So dürfte die Risikovorsorge für gefährdete Kredite in diesem Jahr nur noch 0,2 Prozent des Kreditvolumens ausmachen. Dies entspreche etwa 900 Millionen Euro, sagte Finanzvorstand James von Moltke in einer Telefonkonferenz. Wenn sich die Wirtschaft besser entwickle, könne es auch noch weniger werden.

Ende April war die Bank noch von 1,1 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro Risikovorsorge ausgegangen. Im Corona-Jahr 2020 hatte die Deutsche Bank rund 1,8 Milliarden für mögliche Kreditausfälle zur Seite gelegt. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 144 Millionen Euro.

Diese Entlastung sowie die zusätzlichen Erträge kann die Deutsche Bank aber auch gut gebrauchen. Denn der Vorstand rechnet auf der anderen Seite mit einer zusätzlichen Belastung von 400 Millionen Euro für den europäischen Banken-Abwicklungsfonds und die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland. Letztere war zuletzt von der Pleite der Bremer Greensill-Bank schwer belastet worden.

Aktionäre der Deutschen Bank dürfen sich nach zwei Nullrunden Hoffnung auf eine Gewinnausschüttung machen: Für eine mögliche Dividende für das Geschäftsjahr 2021 hat die Bank bereits 575 Millionen Euro zur Seite gelegt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste. Bis zum Nachmittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,07 Prozent auf 171,69 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,32 Prozent. FRANKFURT - Die Kurse deutsche Bundesanleihen haben am Dienstag etwas nachgegeben. (Sonstige, 21.09.2021 - 18:43) weiterlesen...

Deutsche Anleihen: Kursverluste - Aktienmarkterholung belastet. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,10 Prozent auf 171,51 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg auf minus 0,32 Prozent. In den meisten Ländern der Eurozone legten die Renditen etwas zu. FRANKFURT - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Dienstag angesichts einer freundlicheren Finanzmarktstimmung nachgegeben. (Sonstige, 21.09.2021 - 12:40) weiterlesen...

Deutsche Anleihen starten mit Verlusten. Am Morgen fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,14 Prozent auf 171,45 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,31 Prozent. In anderen Euroländern fiel die Eröffnung ähnlich aus wie in Deutschland. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen sind am Dienstag mit Kursverlusten in den Handel gegangen. (Sonstige, 21.09.2021 - 09:06) weiterlesen...

Deutsche Anleihen: Trübe Stimmung an den Aktienmärkten stützt Kurse. Bis zum späten Nachmittag stieg der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,31 Prozent auf 171,57 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,32 Prozent. In anderen Euroländern gaben die Renditen ebenfalls deutlich nach. FRANKFURT - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag angesichts einer trüben Stimmung an den Aktienmärkten deutlich zugelegt. (Sonstige, 20.09.2021 - 17:40) weiterlesen...

Deutsche Anleihen legen in trübem Umfeld deutlich zu. Am Markt wurde die stärkere Nachfrage nach Sicherheit mit der trüben Stimmung an den Aktienmärkten begründet. Am Mittag stieg der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,28 Prozent auf 171,52 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,30 Prozent. In anderen Euroländern gaben die Renditen ebenfalls nach. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben am Montag im Kurs deutlich zugelegt. (Sonstige, 20.09.2021 - 13:11) weiterlesen...

Deutsche Anleihen starten mit leichten Gewinnen. Am Markt wurde die stärkere Nachfrage nach Sicherheit mit der trüben Stimmung an den Aktienmärkten begründet. Am Morgen stieg der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,06 Prozent auf 171,14 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen betrug minus 0,29 Prozent. In anderen Euroländern fiel die Eröffnung ähnlich aus wie in Deutschland. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen sind am Montag mit leichten Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. (Sonstige, 20.09.2021 - 08:46) weiterlesen...