Kriminalität, Polizei

Wilderei Wildschweine tragen eingewachsene Schlingen um den Hals

25.11.2021 - 15:05:32

Wilderei Wildschweine tragen eingewachsene Schlingen um den Hals. Rinteln - (swe). Am 18. November teilt ein Rintelner Jagdberechtigter der Polizei mit, dass er am 29. September und am 15. November jeweils ein Wildschwein erlegte, welche seiner Meinung nach "bedenkliche" Merkmale aufwiesen. Nach Beschau der Schweine wurde von ihm festgestellt, dass beide Sauen enge Schlingen um den Hals trugen, die sich bereits bis ins Fleisch geschnitten hatten und eingewachsen waren. Dadurch hätten die Schweine erhebliche Vorverletzungen davongetragen, so der Jäger. Bei den Wildschweinen handelte es sich um Tiere mit einem Gewicht von 25 bis 30 Kilogramm. Um den Hals hatten die Tiere Einschnittwunden, die von lederartigen Schlingen stammten, die sich derart eng um den Hals gelegt hatten, dass dies zu den Einschnitten führte. Da der Jagdberechtigte gleich zwei solcher Vorfälle hatte, wird davon ausgegangen, dass die Schlingen von einer sogenannten "Schlingenfalle" stammen. Diese wird häufig von Wilderern genutzt. Die Tiere gerieten offensichtlich in eine solche Falle und die Schlinge zog sich zu und wuchs dann über die Zeit ein. Es wird davon ausgegangen, dass die Tiere etwa ein halbes bis zu einem dreiviertel Jahr alt sind und bereits längere Zeit die Schlinge um den Hals trugen. Die Polizei Rinteln erhofft sich nun Hinweise darüber, ob solche Vorfälle bereits andernorts aufgetreten sind und ob Zeugen möglicherweise Hinweise geben können, wer für solche Fallenstellungen in Frage kommt. Auch interessant für die Polizei ist es, ob Spaziergänger im Wald vielleicht bereits solche Schlingenfallen entdeckt haben und wenn ja wo. Ein Stück weit dient die Veröffentlichung der verstörenden Bilder der in den Hals eingeschnittenen Schlingfalle aber auch dazu, potentielle künftige Täter von der Begehung solcher Taten abzuhalten. Die Leiden der Tiere sind sehr stark. Die Polizei Rinteln ermittelt nun wegen versuchter Jagdwilderei und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise bitte an 05751/9545-0.

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