Polizei, Kriminalität

Weitere Mitteilung aus dem Landkreis Sigmaringen

04.12.2018 - 17:11:50

Polizeipräsidium Konstanz / Weitere Mitteilung aus dem Landkreis ...

Konstanz -

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Bad Saulgau

Unbekannte ergaunern Vermögen

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten gaben sich unbekannte Täter gegenüber einer 76-jährigen Frau als Polizeibeamte aus, die einer Einbrecherbande auf der Spur seien, und betrügen sie durch ihre raffinierte Vorgehensweise um über 200.000 Euro. Nachdem sich zunächst eine angebliche Polizistin telefonisch gemeldet und mitgeteilt hatte, dass bei der Festnahme von Einbrechern eine Notiz mit dem Namen der Frau und dem Hinweis auf deren Vermögen aufgefunden worden sei, meldete sich anschließend ein angekündigter "Hauptkommissar" von Interpol. Dieser befragte die 76-Jährige nach ihren Vermögenswerten und erlangte durch seine geschickte Gesprächsführung Zugriff auf den Computer der Frau. Bereits am Folgetag warf das Opfer auf Anweisung einen Briefumschlag mit einer höheren Bargeldsumme aus dem Fenster ihres Autos und wurde in der Folgezeit unter anderem durch ein fingiertes Schreiben des Bundeskriminalamtes dazu gebracht, ein Konto bei einer Bank einzurichten, auf das sie ihr Vermögen transferierte. Mit dem ermöglichten Online-Zugriff und den von der Geschädigten erlangten TAN-Nummern gelang es den Betrügern letztlich diese hohe Summe zu ergaunern. Erst als sich die Frau direkt an das Bundeskriminalamt wandte und dort nachfragte, flog der Schwindel Ende November auf.

Die Polizei nimmt diesen gravierenden Fall erneut zum Anlass, auf Folgendes eindringlich hinzuweisen:

Geben Sie Personen, die Sie nicht kennen, keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.

Nehmen Sie bei entsprechender Aufforderung keine Veränderungen an Ihrem PC vor oder laden Programme herunter; es handelt sich in der Regel um Schadsoftware, bei denen die Täter Zugriff auf Ihre Daten erhalten.

Polizeibeamte erfragen am Telefon oder anlassunabhängig auf offener Straße keine Kontodaten oder verlangen Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse.

Es gibt technische Möglichkeiten, tatsächlich existierende Behördennummern vorzutäuschen. Seien Sie deshalb misstrauisch und rufen Sie im Zweifelsfall Ihre örtliche Polizeidienststelle an.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.

Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Personen, auch nicht an angebliche Polizeibeamte.

Vornamen im Telefonbuch können Rückschlüsse auf Ihr Alter zulassen. Daher prüfen Sie, ob Sie diese Namen oder Ihren Eintrag im Telefonbuch benötigen.

Setzen Sie sich im Verdachtsfall oder wenn sie einen entsprechenden Anruf erhalten haben, sofort mit der Polizei in Verbindung

Weitere Hinweise und Tipps finden Sie auch unter http://www.polizei-beratung.de

Deggelmann, Tel. 07531/995-1014

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